Name Brakls Kunsthaus
Architekt Seidl Emanuel von  
Stadtbezirk 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Straße Beethovenplatz 1
Jahr Baubeginn 1912
Jahr Fertigstellung 1912
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe Brakls Kunsthaus Medizinische Lesehalle 
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Bemerkung

Brakls Kunsthaus, siehe Lessingstraße 2.

Beschreibung

<p><strong>Medizinische Lesehalle</strong> Ursprünglich als Galeriegebäude für den Kunstsammler Franz Josef BrakI (Kammersänger und Direktor des Gärtnerplatztheaters) als &gt;KunsthausBrakl&lt; nach Plänen von E. v. Seidl 1912-13 errichtet (anschließend an sein Wohnhaus Lessingstraße 2, ebenfal Is von Seidl, 1909-10). Bereits 1906 eröffnete Brakl (zusammen mit Kunsthändler Thannhauser, bis 1909) eine &raquo;Moderne Kunsthandlung&lt;. Maler wie F. Erler, Putz, Stuck, Liebermann, Marc stellten bei BrakI aus. 1923 ging Galeriebau in Besitz der Universität über: unter Verlust der originalen Ausstattung der Räume umgestaltet zu Medizinischer Lesehalle (mit Fachbibliothek). Nach dem Krieg ab Januar 1946 Sitz des ersten Amerika-Hauses in München, nach dessen Umzug Juni/Juli 1948 in ehemaligen Führerbau (-&gt; Arcisstraße 12) wieder Lesehalle, zusätzlich &raquo;Institut zur Erforschung der Geschichte der Medizin&lt;.</p> <p><strong>Beschreibung: </strong>Auf dreieckigem Grundrissblock-Haft karger Baukörper unter flachen Walmdächern; Mittelteil von Oberlichtaufsatz überragt. Die formale Sachlichkeit gesteigert durch Kontrast von Mauerflächen und Fensteröffnungen. Eingang an Goethestraße unter säulengetragenem Balkon, flankiert von flach vorgewölbten Risaliten. Noch erhalten die originale Umfriedung aus Mauern und Pfeilern in Sichtbeton (!) sowie Gittern; Bronzestatue im Vorgarten &gt;Bauernmädchen&lt; (von Kölle).</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Im GEuvre Seidls Abkehr von seinem bisherigen historisierenden Eklektizismus unter Verzicht auf ornamentale Effekte. Die Grundrissdisposition im Rahmen eines spitzwinkligen Gebäudes beispielgebend abgestimmt auf die Funktion einer Kunstgalerie. Das Gebäude in der Architekturphysiognomie Münchens von bemerkenswerter Sprödigkeit und damals zurecht als &gt;modernes&lt; Bauwerk empfunden,</p>

Quellen

Brakls Kunsthaus
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Brakls Kunsthaus. Beethovenplatz. 1912/13 erbaut von Em. Seidl in den ruhigen, vornehmen Formen der Moderne. Haupthalle in der Bunde umgeben vom Erdgeschoß und noch einem Stockwerk, beleuchtet mit Oberlicht. In den umgebenden Bäumen breite Fenster. Tuchbekleidung der Wände je nach den verschiedenen Bäumen in verschiedenen Farben hergestellt, um je nach den kräftigen oder milden Tönen der Gemälde einen entsprechenden Hintergrund zu bilden; untere Hallenwand behängen mit hellem, indifferentem Stoff, obere aber mit mattschwarzem — letzteres ein ganz neuer Versuch! Andere Bäume sind bespannt in Dunkelblau, Weiß, lila-ocker Brokat, Goldiggelb, Elfenbein, Moosgrün, in kräftigem Bot; im Treppenhaus gestreiftes Hell-Lila. Tonverbindend wirkt in allen Bäumen das den Fußboden deckende graue Linoleum sowie die gedämpft rötliche Mahagonibekleidung von Sockel und Umrahmung der Türen. Zu den Ausstellern bei Brakl zählen vor allem die Mitglieder des ehemaligen Verbandes der „Scholle“ [Bayer. Staatsztg. 1913/122],