Name Ehem. Technisches Rathaus
Architekt Leitenstorfer Hermann  
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Angerviertel
Straße Blumenstraße 28
Jahr Baubeginn 1924
Jahr Fertigstellung 1924
Gebäudehöhe 45 m
Kategorie Öffentliche Gebäude / Verwaltung
Hochhaus
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Hochhaus  
Suchbegriffe Technisches Rathaus Städtisches Hochhau 
Ehem. Technisches Rathaus
Ehem. Technisches Rathaus Blumenstraße
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=11301'>Hochhaus an der Blumenstraße</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>

Bemerkung

Blumenstraße 28/28a/28b; Ehem. Technisches Rathaus (Städtisches Hochhaus), zwölfgeschossiger funktionaler Bau (Nr. 28b) im städtebaulichen Bezugssystem, mit anschließendem sechsgesschossigen Verwaltungsgebäude (Nr. 28/28a), von Herrmann Leitenstorfer, 1924-29.

Beschreibung

<p><strong>Städtisches Planungshochhaus</strong> Ursprünglich für die technischen Ämter der Stadtverwaltung errichteter Turmbau (deshalb ehemals Bezeichnung technisches Rathaus&lt;); architektonischer Abschluss der kommunalen Verwaltungsgebäude am Unteren Anger (Architekt: Rehlen, 1913-17) und an Blumenstraße (Architekt: Leitenstorfer, 1924-26) sowie städtebaulicher Akzent in amorphem Umfeld. (Abgelöst seit 2000 durch neues Technisches Rathaus an Friedensstraße 40: Pläne von Ganzerund Unterholzner.)</p> <p><strong>Baugeschichte:</strong> Den bereits 1919 ausgeschriebenen Wettbewerb gewann Leitenstorfer; nach dessen Plan Bauausführung des Turmbaus erst 1927-29. Dem Neubau - zu&nbsp;Unrecht eines der unbekanntesten frühen deutschen Hochhäuser! -fiel der südwestliche Flügel mit anschließendem Kopfbau der Maximilians-Getreidehalle (-&gt; Blumenstraße 24) zum Opfer; derTurmbau selbst an der Stelle des 1804 abgebrochenen mittelalterlichen Angertors (-&raquo;&bull; S. 26). Renovierung und Sanierung 2000/01. Beschreibung: ÜberTuffstein-Erdgeschoss von ursprünglich geplanten sieben Stockwerken auf elf erhöht (45 m); Stahlbetonskelettbau mit Rohziegelverkleidung. Die Südwest-(Haupt-)Fassade zu acht, die beiden freistehenden Seitenfassaden zu je fünf Fensterachsen; an vierter Seite die Verwaltungsbauten. Vom 5. Obergeschoss an die Ecken abgefast, ab 9. Obergeschoss in fünf Seiten einer achteckigen turmähnlichen Eckflankierung übergehend; die drei obersten Geschosse durch flache Lisenen gegliedert, darüber niedriges &gt;Attika&lt;-Ceschoss und kupfergedecktes flaches Walmdach.-In Eingangshalle Büsten von vier Münchener Stadtbauräten: Richard Schachner, Karl Hocheder, Theodor Fischer und Hans Grässel.</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Für die großstädtische Baukunst der späten 1920er Jahre typischer deutscher Hochhausbau (vgl. &gt;Chilehaus&lt; in Hamburg, Architekt: Höger, 1922-23), dessen Materialwahl - Nagelfluh, Ziegelkörper, Kupferbedachung-einheimischeTradition (Frauenkirche!) aufnahm. Dennoch in München ohne Nachfolge: weder der von Sörgel 1925 projektierte &gt;Hochhausring&lt; um die Altstadt noch Ranks &gt;Großhandelsstadtteil&lt; (1928) auf Gelände des Gleiskörpers des zu verlegenden Hauptbahnhofs (-&gt; Bahnhofplatz 2) realisiert. Erst in neuester Zeit Errichtung von Turmbauten: BMW-Verwaltungszentrum 1970-73 ( &gt; Petuelring 130), Hypo-Bank-Verwaltungszentrum 1975-81 (-&gt; Arabellastraße 12); weitere Hochhausprojekte derzeit in Planung und kontrovers diskutiert.</p> <p> <p><strong>Nachtrag 2009<br /> </strong>Der Paternoster-Aufzug 1994 vor Stillegungsverfügung gerettet und inzwischen denkmaleeschützt.</p> </p>

Wikipedia

Wikipedia: Städtisches_Hochhaus_(München)

<p>Das Alte Technische Rathaus, amtliche Bezeichnung Städtisches Hochhaus, ist ein kommunales Dienstgebäude der Stadtverwaltung München und heute Sitz des Referates für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München. Es ist das älteste Hochhaus Münchens und wird von alteingesessenen Münchnern immer noch als „Das Hochhaus“ bezeichnet, obwohl es inzwischen mehr und vor allem höhere Hochhäuser gibt.</p> <p>Das Alte Technische Rathaus ist architektonisch in drei Einheiten gegliedert: den Sockel, die acht Hauptgeschosse und die vier Abschlussgeschosse, wovon eines als Attikageschoss ausgeführt ist. <p>Die acht Hauptgeschosse sind einfach gestaltet. Die rahmenlosen Fensteröffnungen lassen den Eindruck einer Lochfassade entstehen. Die Obergeschosse sind durch flache Strebepfeiler gegliedert, die Kanten abgefrast und besitzen historisierende Gestaltungselemente. Das Attikageschoss mit seinen weit herausragenden Konsolsteinen fasst den Baukörper optisch ein. Dadurch korrespondiert der vollständig mit Blendziegeln verkleidete Bau mit der Frauenkirche.</p> <p>Der Steinsockel aus Nagelfluh wirkt mit seinen Durchlässen festungsartig und sucht gleichzeitig eine Verbindung mit den polygonalen Enden der Abschlussgeschosse. Dadurch erinnert Hermann Leitenstorfer an das 1869 abgebrochene Angertor, auf dessen Grund das Hochhaus errichtet wurde.</p> <p>Stilistisch ist das Alte Technische Rathaus dem Neuen Bauen zuzuordnen und gilt als wichtigstes Beispiel des Münchner Sonderweges im Neuen Bauen.</p>

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Ehem. Technisches Rathaus (Städtisches Hochhaus), zwölfgeschossiger funktionaler Bau (Nr. 28b) im städtebaulichen Bezugssystem, mit anschließendem sechsgesschossigen Verwaltungsgebäude (Nr. 28/28a), von Herrmann Leitenstorfer, 1924-29.

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege