Name Kaulbach-Villa
Architekt Seidl Gabriel von  
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtbezirksteil Schönfeldvorstadt
Straße Kaulbachstraße 15
Jahr Baubeginn 1887
Jahr Fertigstellung 1887
Baustil italienische Renaissance
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Expressionismus
italienische Renaissance
Suchbegriffe Kaulbach-Villa 
Personen Kaulbach Friedrich August von  
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Bemerkung

Villa des Malers Friedrich August von Kaulbach, im Stil italienischer Renaissancevillen, 1887-89 von Gabriel von Seidl; an der Rückseite Garten.

Beschreibung

<p> <strong>Historisches Kolleg in der ehemaligen Villa Kaulbach</strong> Für den Gesellschaftsmaler F. A. v. Kaulbach von G. v. Seidl 1887-89 errichtete Villa mit Atelier. Adaptierung des Hauses für Studentenverbindung (1931-37), Einrichtung als Amtssitz des NS-Gauleiters (1937-45) und Verwendung für US-amerikanischen Soldatensender AFN (1945-83); von der einst prächtigen Inneneinrichtung nur mehr wenig erhalten. Dennoch gelang bei grundlegender Restaurierung durch O. Meitinger sowie M. Braun und Hesselber-ger (1986-88) nicht nur die Wiederherstellung der ursprünglichen Fassaden und der Gartenanlagen, sondern teilweise auch Rekonstruktion von Innenräumen (bemalte Decken, geschnitzte Renaissanceportale, Ledertapeten, Kamine) sowie Adaptierung des ehemaligen Ateliers zu Vertrags- und Bibliothekssaal für das vom »Stifterverband der deutschen Wirtschaft! getragene internationale Historische Kolleg.</p> <p> <strong>Beschreibung: </strong>Über unregelmäßigem Grundriss zweigeschossiger Baublock mit zwei Hauptfassaden: Straßenseite dreiteilig mit leicht vorgezogenem Mittelrisalit, von Segmentbogen abgeschlossen; im Erdgeschoss offene Eingangshalle. Vornehme Gartenseite: von zwei kurzen Seitenflügeln flankierter dreiachsiger Mittelteil, im Erdgeschoss Rundbogenfenster, im Obergeschoss Loggia mit Palladiomotiv und seitlichen Quadratfeldern mit Tanzszenenreliefs, darüber hohe Attika mit fünf Kopien antiker Statuen (sog. »Amazone Sci-arra&lt;, &gt;Kalbträger&lt;, Artemis, Tanzender Satyr, »Kapitolinische Venus&lt;; heute entfernt). -Beiderseits des Eingangs Bronzetafeln: rechts mit Portrait Kaulbachs und Hinweis auf den Bau (enthüllt 1980), links Hinweis auf Umbau für Historisches Kolleg und Nennung der Stifter (1988).</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong>Typus der an römischen Vorbildern (Villa Medici, Villa Giulia) orientierten »Villa suburbana&lt; als anspruchsvoller Sitz eines &gt;Malerfürsten&lt; der Prinzregentenzeit. (Die Statuen auf der Attika sind nicht nur Schmuck, sondern vielmehr »Programme vgl. Villa Stuck, &gt; Prinzregentenstraße 60.) Bei sonstiger Bevorzugung Seidls der eher malerisch aufgefassten deutschen Renaissance von bemerkenswerter palladianischer Klassizität.</p> <div> Die Villa von F. A. v. Kaulbach nicht zu verwechseln mit dem Wohnhaus seines Vaters Wilhelm in derselben Straße (Nr. 10/15): nach Plänen von Kreuter 1844 errichtet, nach Tod des Bauherrn 1874 durch Hauberrisser zum &gt;Wilhelm-von-Kaulbach-Museum&lt; 1875 umgebaut, 1890 abgebrochen; durch gründerzeitlichen Wohnbau ersetzt, im 2. Weltkrieg zerstört.</div> <div> &nbsp;</div>

Quellen

Kaulbachhaus
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Kaulbachhaus, Kaulbachstr. 15. Wohnung des F.A.Kaulbach, 1887 von Gabriel Seidl erbaut.

Haus F. A. von Kaulbach
München und seine Bauten (1912)

Das Haus F.A. von Kaulbach wurde 1887 nach den Plänen des Professors Dr. Gabriel von Seidl erbaut. Die Gartenarchitektur, insbesondere die am meisten ausgebildete Gartenfassade ist in Donaukalkstein ausgeführt. Die Erbauung erfolgte durch Baumeister Vornehm.

Ehemalige Bewohner