| Name | Ehem. Zentralministerium |
| Architekt | Gablonsky Fritz |
|---|---|
| Stadtbezirk | 3. Maxvorstadt |
| Stadtbezirksteil | Schönfeldvorstadt |
| Straße | Ludwigstraße 2 |
| Jahr Baubeginn | 1938 |
| Jahr Fertigstellung | 1939 |
| Kategorie |
Öffentliche Gebäude / Verwaltung Verwaltungsgebäude |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Unterkategorie | Verwaltungsgebäude |
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=11236'>Landwirtschaftsministerium</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>
Bemerkung
Ehem. Zentralministerium des Landes Bayern, jetzt Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, palastartiger viergeschossiger Bau mit zwei unregelmäßig großen Höfen, in Anpassung an das klassizistische Straßenbild, von Fritz Gablonsky, 1938/39, Behebung von Kriegsschäden, 1946-52, Umfassende Adaptierungs- und Instandsetzungsarbeiten bei der Übergabe des Gebäudes von der US-Militärregierung an das Land, 1959/60; Brunnen im südlichen sog. Schmuckhof, Schalenbrunnen aus Bronze, nach Entwurf von Ernst Andreas Rau, gegossen von Hans Mayr, 1961.
Beschreibung
<p><strong>Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten</strong> Als >Zentralbau des Dritten Reiches an Ludwigstraße; für ihn abgebrochen drei Wohnhäuser (von Klenze, 1820-23) und die an Ecke zur Von-der-Tann-Straße in gründerzeitlichem Stil nach 1899 erbaute >Reichsbank-Hauptstelle München( (Architekt: Lutz).</p>
<p><strong>Beschreibung: </strong>Der rechteckige Baublock (24 zu 19 Achsen) umschließt, durch Mitteltrakt getrennt, einen kleineren Wirtschafts- und einen größeren Schmuckhof mit Arkaden (und Brunnen, von E. A. Rauch 1961). Der in Stahlbetonskelett ausgeführte blockhafte Bau besteht aus natursteinverkleideten) Erdgeschoss und drei gleichwertigen Obergeschossen unter Walmdach; auf schmalen Gesimsen aufsitzende Fenster in Hausteinumrahmung (im ersten und zweiten Obergeschoss halbrund geschlossen, im dritten nur hochrechteckig: durch Troost-Bauten (—> Arcisstraße 12, vorgebildet). Die Südfassade an Galeriestraße mit zwei mächtigen Brunnennischen (ursprünglich Skulpturen von Wackerle vorgesehen) und mittigem Portikusvorbau als eigentliche Schaufront konzipiert, nach geplantem Abbruch des Bazargebäudes auf dadurch verbreiterten Odeonsplatz bezogen. — Gebäude teilweise durch Bomben 1944 beschädigt, zwischen 1946 und 1952 stilgetreu wieder aufgebaut.</p>
<p><strong>Geschichte:</strong> Durch Gleichschaltung der Länder 1933 Reduzierung der Landesministerien und ihre Zusammenfassung der Regierung im >Landes-( bzw. >Zentralministerium< unter Ministerpräsident Ludwig Siebert (zugleich Finanz- und Wirtschaftsminister) und unter Gauleiter Adolf Wagner (zugleich Innen-und Kultusminister, ab 1939 auch Reichsverteidigungskommissar für Bayern); nach deren Tod (1942 bzw. 1944) Vereinigung aller ihrer Ämter in Gauleiter Paul Giesler. Die Durchführung des Hitlerbefehls der >verbrannten Erde< führte 28.4.1945 zum Aufstand der >Freiheitsaktion Bayern<; nach seiner Niederschlagung (29.4.) Hinrichtung von G. Caracciola, M. Roth, H. Scharrer, H. Dorn im Innenhof des Ministeriums: hier Gedenktafel. — Bereits im Herbst 1945 Redaktion der amerikanischen >Neuen Zeitung< (Chefredakteur: H. Habe, Feuilleton: E. Kästner, Außenpolitik: St. Heym); seit März 1946 US-amerikanisches Generalkonsulat (bis 1958) und von 1946-50 auch britisches rikas«. — Seit 1958 Sitz des Landwirtschaftsministeriums.</p>
Ehemalige Bewohner
| Name | Beruf | von | bis |
|---|---|---|---|
| Zentralministerium | 1945 |