Name Ehem. Landeszentralbank
Architekt Wolf Heinrich  Sattler Carl  
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtbezirksteil Universität
Straße Ludwigstraße 13
Jahr Baubeginn 1938
Jahr Fertigstellung 1941
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe Schwanthaler-Reliefs 
Kein Bild vorhanden
Noch kein Bild vorhanden

Bemerkung

Rheinbergerstraße 2; Rheinbergerstraße 4; Ehem. Landeszentralbank von Bayern, jetzt Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank, dreigeschossiger monumentaler Vierflügelbau, teils mit zusätzlichem Attikageschoss, neuklassizistisch dem Straßenbild angepasst, nach revidierten Plänen von Heinrich Wolf begonnen, 1938-41, von Carl Sattler vollendet, 1948-51; mit Ausstattungsdetails des Vorgängerbaues, u. a. Schwanthaler-Reliefs von 1828/29.

Beschreibung

<p><strong>Deutsche Bundesbank-Hauptverwaltung München</strong> An der Stelle des von Klenze err. Herzog-Max-Palais (s. u.) 1937 Neubau der &gt;Reichsbank-Hauptstelle München&lt; vorgesehen: Abbruch des einzigartigen Palastbaus, ab 1938 ausgeführt. Erster Entwurf des Reichsbankarchitekten H. Wolf noch vereinfachend am Klenze-Bau orientiert, nach Überarbeitung jedoch weiter vergröbert; damit die ursprünglich harmonische Ausgewogenheit der Fassaden des Altbaus endgültig aufgegeben. Bis 1941 Erdgeschosshöhe erreicht, dann kriegsbedingter Baustopp. Fertigstellung für die (1947 geschaffene) &gt;Landeszentralbank von Bayern&lt; durch C. Sattler, dem es nicht gelang, die spröde Gewalttätigkeit des (nazistischen) neoklassizistischen Entwurfs zu mildern — nachdem der Städtische Baukunstausschuss auch noch die Aufstockung um ein Mezzaningeschoss und Verlängerung der Südfassade (bis Fürstenstraße) gefordert hatte. Durch Verbreiterung des Oskar-von-Mil ler-Rings (1968 ff.) ging frühere Einbindung des Palasts in Straßenflucht nach Klenzes Konzept endgültig verloren. (Nach Umzug der Hauptstelle 1998 in die Leopoldstraße 234 im bisherigen Gebäude noch Vorstand und Hauptverwaltung.) Ehemaliges <strong>Herzog-Max-Palais</strong> Durch vier Straßenzüge aus Umfeld separierter, zweiteiliger Baukomplex; vor Entscheidung für Bauplatz an Ludwigstraße Umbau des Törring-Palais am Max-Joseph-Platz erwogen (für beide Möglichkeiten Entwürfe Klenzes 1827), schließlich Entscheidung für Neubau an Ludwigstraße. Grundsteinlegung 28.4.1828, Vollendung mit Innenausstattung Oktober 1831 und Bezug, offizielle Eröffnung aber erst 10.11.1833.</p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Der eigentliche Palast hufeisenfömiger Dreiflügelbau mit Hauptfassade an Ludwigstraße und Innenhof gegen Westen, dem ein von vier niedrigeren Flügeln umgebener rechteckiger Wirtschaftshof mit Stallungen und Remisen angefügt; weiterhin gegen schräg verlaufende Fürstenstraße spitzwinkeliges Gartenareal, auf diesem 1833 ein Zirkusbau errichtet. Das Hauptgebäude dreigeschossig mit 13-achsiger Fassade, durch einachsige Eckrisalite und dreiachsigen Mittelrisalit mit flachen Pilastern gegliedert; das Drillingsportal mit Säulenbalkon als Würdemotiv eines Adelspalastes. Die Seitenflügel je elf Fensterachsen. Über rustiziertem Erdgeschoss (mit architravierten Bogenfenstern) zwei Obergeschosse (mit Rechteckfenstern), durch kräftige Gesimse voneinander getrennt — angeregt wohl durch Palazzo della Cancelleria in Rom. Seit Ende 19. Jh. <karl-theodor-palais< 1920="" 1937="" 38="" abgerissen.="" das="" in="" strong="">Innere gehörte— neben den Räumen des Königsbaus der Residenz (—&gt; S. 270) — zu den bedeutendsten und prächtigsten Raumausstattungen des Klassizismus in München, auf Entwürfe Klenzes zurückgehend; künstlerische Gestaltung durch die Maler W. v. Kaulbach, R. v. Langer und Cl. Zimmermann sowie durch die Bildhauer L. v. Schwanthaler, J. E. Mayer und Bande!. Nur noch Reste erhalten — wie in Vorhalle der Landeszentralbank der fragmentarisch und in falscher Reihenfolge angebrachte Bacchus-Fries aus ehemaligem Speisesaal (Schwanthaler 1828/29); die 14 Fresken des Psyche-Zyklus von W. v. Kaulbach aus ehem. Ballsaal (heute Musiksammlung der Bayerischen Staatsbibliothek); die sechs mythologischen Fresken Taten des Herkules aus ehemaligem Empfangssalon von Langer (seit 1996 in Bibliothek des Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts der Universität, Ludwigstraße 28).</karl-theodor-palais<></p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Das Palais des unternehmungslustigen Schwagers von König Ludwig, Herzog Max in Bayern, ein Ort bedeutender gesellschaftlicher Ereignisse im biedermeierlichen München: Konzerte und Maskenbälle, im Privatzirkus (Ecke Fürsten-/ Rheinbergerstraße) Kunstreitvorführungen. Unter den hier aufgewachsenen sieben Kindern des Herzogspaars &gt;Sisi&lt;, die spätere Kaiserin Elisabeth von Osterreich, und Sophie, die unglückliche Verlobte von König Ludwig II.</p>

Ehemalige Bewohner