Name ehem. Kriegsministerium
Architekt Klenze Leo von  
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtbezirksteil Schönfeldvorstadt
Straße Ludwigstraße 14
Jahr Baubeginn 1823
Jahr Fertigstellung 1830
Baustil Frührenaissanceform
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Historismus
Frührenaissanceform
Suchbegriffe Kriegsministerium 
ehem. Kriegsministerium
ehem. Kriegsministerium Ludwigstraße
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=11102'>Ehemaliges Kriegsministerium</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>

Bemerkung

ehem. Kriegsministerium, jetzt Staatsarchiv, dreigeschossiger Mittelbau mit Arkadenhalle und zweigeschossigen Seitenflügeln, in italienischen Frührenaissanceformen, von Leo von Klenze, 1823-30, nach schwerer Kriegszerstörung nur Außenmauern und Vestibül erhalten, Wiederaufbau als Archivgebäude durch das Landbauamt München, 1964-67; Ostflügel, einen Ehrenhof umschließender zweigeschossiger Trakt mit Attikageschoss und Säulenportal, von Leo von Klenze, 1823-30, weitgehende Rekonstruktion nach Kriegszerstörung, 1976/77. (Geschütztes Kulturgut)

Beschreibung

<p><strong>Ehemaliges Kriegsministerium</strong> (heute Staatsarchive) Der eindrucksvolle Bau an der Ludwigstraße muss mit den Gebäuden an der Schönfeldstraße (3 und 5) als bauliche Einheit betrachtet werden, auch wenn beiden Bauteilen ihre ursprünglich unterschiedliche Bestimmung anzusehen ist: palastähnlich das Wohn- und Dienstgebäude des Kriegsministers an einer Seitenstraße, angeregt durch toskanische Palastarchitektur des 15. Jh.; dagegen an Ludwigs Monumentalstraße in repräsentativer und feierlicher Würde das Kriegsministerium in freier Adaption florentinischer Cinquecento-Architektur —von Klenze bewundernswert aufeinander abgestimmt. Erste Pläne bereits 1822, noch vor der offiziellen Festlegung der Trasse der nach Norden verlängerten Ludwigstraße 1826; Ausführung des Baus von 1827-30. — Schwere Bombenschäden; zu Beginn der 1960er Jahre durch stilgerechte Rekonstruktion des Außenbaus behoben, Innenausbau für Archivzwecke ab 1967.</p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Breit gelagerter, dreiteiliger Baukörper, der zwar das Wandsystem des östlich gelegenen ehemaligen Kommandanturgebäudes Schönfeldstraße 3) aufnimmt, es aber in Formen der Hochrenaissance monumental isiert. Der siebenachsige Mittelbau um ein Stockwerk höher als die zweigeschossigen fünfachsigen Seitenflügel; durch offene Pfeilerarkaden akzentuiert, in ihren Bogenzwickeln vorzüglicheTrophäenreliefs (Entwurf wohl von Klenze, ausgeführt von Eichinger). Waagrechtbossierung im Erdgeschoss, darüber glatt verputzte Wände mit Hausteingliederung (Rustikalisenen, Fensterumrandung); Rundbogenfenster (nach Wiederaufbau leider keine Sprossenteilung) in jedem Geschoss.</p> <p>Bedeutung: Durch breite Horizontalbänder zwischen den Geschossen und durch Konsolengesims Betonung des Tiefenzugs der Ludwigstraße. Bei freier Adaption von florentinischen Renaissancemotiven eine der eigenständigsten Klenze-Fassaden; in ihrer gleichsam aristo<span style="font-size: 13px; line-height: 1.6em;">kratischen Zurückhaltung in eklatantem Gegensatz zur auftrumpfenden Staatsbibliothek von Gärtner.</span></p>

Quellen

Kriegsministerium
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Kriegsministerium, Schönfeldstr. 7, 1824—30 von Klenze erbaut. Mittelbau an der Ludwigstraße 39 m lang mit 7 gewölbten Pfeilerarkaden, in wirklichen Regensburger Sandsteinquadern rustiziert; desgleichen in Rustika der Sockel und die Ecken durch alle 3 Geschosse, was auch von den beiden nur zweigeschossigen Flügeln sowie von den sämtlichen Rundbogenfenstern gilt; an den Bogenzwickeln sorgfältig gearbeitete Trophäen. Komplex an der Schönfeldstraße stilistisch mit dem Frontgebäude verwandt [B 06, Rb].

Das k. Kriegsministerium
Nagler - Acht Tage in München (1863)

Das k. Kriegsministerium, an der Ludwigsstraße Nr. 29, und in die Schönfeldstraße hinein, besteht aus zwei Gebäuden. Die Hauptfayade im römischen Style mit Arkaden wurde von 1824 —1830 nach dem Plane des L. v. Klenze erbaut. Der Flügel an der Schönfeldstraße hat die 1794 erbaute Stückgießerei zur Grundlage, und erhielt unter König Maximilian I. durch den k. Ingenieur Häring seine jetzig? Gestalt. In diesem Flügel ist die Wohnung des Kriegsministers, und in den übrigen Räumen befinden sich die Militär-Rechnungskammer, das topographische Bureau des k. Generalquartiermeisterstabes und das Hauptconservatorium der Armee.

Wikipedia

Wikipedia: Bayerisches_Kriegsministerium

Alte Ansichten

Kriegsministerium
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