Name Ehem. Bergwerks- und Salinen-Administration
Architekt Gärtner Friedrich von  
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtbezirksteil Universität
Straße Ludwigstraße 27
Jahr Baubeginn 1838
Jahr Fertigstellung 1843
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe Bergwerks- und Salinen-Administration 
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Bemerkung

Ehem. Bergwerks- und Salinen-Administration, jetzt Teil der Ludwig-Maximilians-Universität, dreigeschossiger, langgestreckter Eckbau mit farbiger, Terrakotta verblendeter Fassade, ein Hauptwerk von Friedrich von Gärtner, 1838-43, Wiederaufbau 1949-59; anschließend Mauer an der Schellingstraße, gleichzeitig.

Beschreibung

<p><strong>Ehemalige Bayerische Berg-, Hütten- und Salzwerke AG</strong> Der heute nach behobenen Kriegsschäden für Universitätsinstitute adaptierte Bau war nach Plänen von F. v. Gärtener als Verwaltungsbau von 1838 an errichtet worden. Vorausgegangen ein von König Ludwig 1831 genehmigtes, aber nicht ausgeführtes Wohnhausprojekt Klenzes sowie, gleichfalls nicht ausgeführt, der 1832 geplante Neubau für das Max-Joseph-Stift (-&gt; Prof.-Huber-Platz 2). Für Bergwerksadministration Planungsauftrag 1836 an Gärtner, Grundsteinlegung 25.8.1838, Fertigstellung 1843; Bauführung durch Bürklein.</p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Schließung der Baulücke zwischen Löwen-(heute Schellingstraße und&nbsp;Universität (seit 1835 in Bau); blockhaftes, dreigeschossiges Gebäude mit 17 Achsen; Schmalseite an Schellingstraße vierachsig. Durch glatte, breite Bänder und Lisenen (in den beiden Obergeschossen) großflächig gegliederte Backsteinfassaden; Archivolten&nbsp;der Fenster und des Mittelportals mit reliefierten Formsteinen ummauert.</p> <p><strong>Bedeutung:</strong>&nbsp;Meisterhafte Backsteinmauerung (Riemchenverkleidung in Klinker)-rote Steine für Architekturglieder, gelbe Steine für Mauerflächen; Stereometrie des Baukörpers erhält&nbsp;durch Exaktheit der Verarbeitung zusätzliche Steigerung: Durchbruch zu neuer Sachlichkeit&nbsp;wie sie Gärtner an Schinkels Neubau der Bau-Akademie in Berlin 1835 gesehen haben dürfte.</p>

Quellen

Bergwerk- und Salinenadministration
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Bergwerk- und Salinenadministration. Ludwigstr. 16. Einer der schönsten romanischen Bauten von Gärtner, 1840—43; erster Münchner Versuch, die Fassade nach mittelalterlich-italienischer Weise mit Terrakotta-Vorsetzziegeln zu verkleiden (vorbildlich namentlich für die Bürkleinschen Bahnhof bauten). Reichornamentiertc Tür- und Fensterumrahmung [Bb und HR].

Generalbergwerks- und Salinen-Administration
Reber - Bautechnischer Führer durch München (1876)

Dieser in den Jahren 1840—43 von Gärtner ausgeführte Bau (Ludwigsstrasse No. 16) zeichnet sich aus durch die mit ausserordentlicher Sorgfalt hergestellten Terrakotten, mit denen die Paraden verkleidet sind und ist in dieser Beziehung wohl eines der bemerkenswerthesten Bauwerke der neueren Zeit. Die Ausführung ist, wie diess auch bei den Bürklein’schen Backsteinbauten der Fall ist, so erfolgt, dass die Verkleidung erst nachträglich hergestellt wurde, um möglichst genau schliessende Fugen zu erhalten.

Das Bergwerks- und Salinen - Administrationsgebäude
Nagler - Acht Tage in München (1863)

Das Bergwerks- und Salinen - Administrationsgebäude, an der Ludwigsstraße Nr. 16, wurde von 1840—1843 nach F. v. Gärtner's Plan erbaut, und zeichnet sich durch die geschmackvolle Bekleidung der Facade von rothen und gelben Ziegeln aus.
Es bietet auch schöne architektonische Einzelnheiten.