Name Bamberger Haus
Architekt Rank Franz  
Stadtbezirk 4. Schwabing-West
Straße Brunnerstraße 2
Jahr Baubeginn 1912
Jahr Fertigstellung 1912
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe Bamberger Haus Luitpoldpark 
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Bemerkung

Bamberger Haus (im Luitpoldpark), erbaut 1912 von Franz Rank unter Verwendung prächtiger Sandstein-Gliederungen vom sog. Böttingerhaus in Bamberg (Judengasse 14, um 1710).

Beschreibung

<p><strong>Bamberger Haus</strong> Am Nordrand des Gartenparterres des -&gt;&bull; Luitpoldparks 1911-12 durch F. Rank als Gartenrestaurant (für &raquo;Milch-,Thee- und Kaffeeabgabe&laquo;) errichtet, um die 1899 abgenommene, 1900 nach München gelangte und später von J. Rank gestiftete &gt;Sandstein-Bauplastik&lt; zu verwenden; sie stammt von der Gartenseite des &gt;Böt-tinger&lt;- oder &gt;Prell-Hauses&lt; in Bamberg (1707-13 erbaut; als Architekt vermutet J. L. Dientzenhofer, Welsch oder Zoe; nach Überlieferung zwischen 1808 und 1812 im Besitz von E. T. A. Hoffmann). Zum Park vorgelegt eine Terrasse, an Westseite angefügt ebenerdiger Anbau; ab 1923 Gartencafe. 1944 ausgebranntsowieVerlust von zehn bis zwölf Gartenfiguren (wie Jahreszeitenfiguren U.A.); 1951 leicht verändert wieder aufgebaut, von 1953-73 Sitz der Deutschen Forschungsgesellschaftfür Druck- und Reproduktionstechnik; nach entsprechenden Umbauten 1984/85 wieder Cafe und Lokal mit Gasthofbrauerei, im Obergeschoss Sitz des &gt;Cartoon-Caricature-Contor&lt; (beides bis 1991). 1995 von Augustinerbrauerei erworben, Restaurant dem ursprünglichen Zustand entsprechend wiederhergestellt.</p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Einfacher, zweigeschossiger kubischer Baukörper unter hohem Walmdach, an Längsseiten vier, an Schmalseiten drei Achsen; die Obergeschossfenster mit (original barocken) Sohlbänken sowie mit Segment- und Schweifgiebeln reicher dekoriert als Fenster im Erdgeschoss; bemerkenswerte Portale, das südwestliche Zugang zu dem im Barocksti l erneuerten Treppenhaus; im Obergeschoss der barockisierte &gt;Luitpoldsaal&lt; mit Deckengemälde &gt;Vier Jahreszei-ten&lt; und &gt;VierTemperamente&lt; (von Peiker 1995) nach unausgeführtem italienischen Deckenentwurf im Salzburger Barockmuseum/Sammlung Rossacher; Wanddekoration 1996.-Im Untergeschoss Gewölbehalle mit Braukeller.</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Die Rettung der bemerkenswerten Bauplastik* (Bildhauer unbekannt) und ihre Wiederverwendung verraten die zunehmende Wertschätzung von Barock (und Rokoko) zu Ende des 19. und Anfang des 20. Jh.; dadurch und durch Einbau in einem Neubau besitzt München ein sehenswertes Beispiel fränkischen Barocks.</p>