Name Palais Lerchenfeld
Architekt Gunetzrhainer Ignaz Anton  
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Hackenviertel
Straße Damenstiftstraße 8
Jahr Baubeginn 1726
Jahr Fertigstellung 1726
Baustil Barock
Kategorie Adelssitze & Höfe
Palais
Baustil Barock
Barock
Unterkategorie Palais  
Suchbegriffe Palais Lerchenfeld Städtisches Bestattungsamt 
Kein Bild vorhanden
Noch kein Bild vorhanden

Bemerkung

Palais Lerchenfeld, jetzt Städtisches Bestattungsamt, Barockfassade mit reichem Stuckdekor, nach 1726 wohl von Ignaz Anton Gunetzrhainer, nach Kriegszerstörung neu hinterbaut 1957.

Beschreibung

<p><strong>Sog. Palais Lerchenfeld</strong>, heute Städtisches Bestattungsamt. Namengebung ungeklärt: in der Besitzerfolge des ursprünglich aus drei Häusern bestehenden &gt;Palais&lt; kein Lerchenfeld. Mit dem Mittelbau war linker Teil von 1680-1751, rechter von 1701-51 verbunden. Die Gesamtfassade um 1726 von l. A. Gunetzrhainer gestaltet, die Seitenflügel sind Kavalierhäuser. Nach 1751 Trennung der drei Häuser durch verschiedene Besitzer; leichte Überarbeitung in klassizistischer Zeit. Im Krieg bis auf Fassaden zerstört, 1957 von der Stadt erworben; 1958 von Schleich Mittelbau und rechter Flügel restauriert, das Innere für Bestattungsamt ausgebaut; das linke Haus 1974/75 dazuerworben und von Schleich dem rechten Flügel <strong>angeglichen. </strong></p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Mittelbau zu sieben Achsen mit flach vorgezogenem dreiachsigen sockelähnlich gestalteten Mittelrisalit mit Rundbogenportal; darüber Stuckbüste der &gt;Wessobrunner Madonna&lt;. Erdgeschoss als bos-sierter Sockel behandelt, das erste Obergeschoss (Hauptgeschoss) durch Rundbogenfelder (über rechteckigen Fenstern) und geschweifte Bedachungen hervorgehoben; die folgenden zwei Obergeschosse einfacher. Im Satteldach schlanker Zwerchgiebel. Fas-sadenstuckierung (um 1726) J. B. Zimmermann zugeschrieben; doch wohl eher l. A. Gunetzrhainer: vgl. Stuck in St. Peter. Nach links und rechts anschließend die je vier-achsigen Flügelbauten mit gleicher Stockwerkszahl, jedoch einfacher gestaltet.</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Durch vorzüglichen Stuck (restauriert) und maßvolle Gliederung gutes Beispiel eines Münchener Privathauses, das zwischen bürgerlicher und höfischer Art (Bauherr: Toerringscher Hofmarkverwalter) steht. Vorbildliche Restaurierung durch Schleich.</p>

Quellen

Palais Lerchenfeld
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Damenstiftstraße 13, „Palais Lerchenfeld“. Aus der Schule Effners, Mitte 18. Jahrh.; Fassade mit 4 Stockwerken; Zusammenfassung der 3 mittlern Fenster der siebenfenstrigen Front zu einem schwach vorspringenden Risalit; Erdgeschoß in den Seitenrisaliten ohne Dekoration, im Mittelrisalit, über dem Tor, Madonnenrelief in Stuckkartusche, über den Fenstern kleine Füllungen (Lorber und Palmzweige), als Fensterschmuck im 1. Stock und Mittelrisalit des 2. Stocks Maskerons, Panfratzen, Bandwerk und Gittermotive [KB].

Literatur