Name St. Stephan
Stadtbezirk 14. Berg am Laim
Stadtbezirksteil Josephsburg
Straße Baumkirchner Straße 45
Jahr Baubeginn 1511
Jahr Fertigstellung 1511
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe St. Stephan 
St. Stephan
St. Stephan Baumkirchner Straße
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a title='St. Stephan München Baumkirchner Straße' href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=15857'>St. Stephan</a>, <a title='Lizenzhinweis Fotoagentur München' href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>

Bemerkung

Kath. Kirche St. Stephan, spätgotische Wandpfeilerkirche, um 1511, im 18. Jh. umgestaltet; mit Ausstattung.

Beschreibung

<p><strong>St. Stephan</strong> Ehemalige Pfarrkirche von Berg am Laim und Baumkirchen, gilt als ältestes in Urkunden erwähntes Gotteshaus im Münchener Raum; seit 813 wohl herzoglicher, bis 1052 kaiserlicher Besitz, dann an Freising geschenkt, bis 1802 dem dortigen Stift St. Veit inkorporiert. Jetzige Kirche, viel leicht von S. Rottaler, um 1510/11 errichtet; 1712-27 Barockisierung, im 19. und 20. Jh. weitgehend rückgängig gemacht.</p> <p><strong>Äußeres:</strong> Schmalrechteckiger Baukörper, der Chor als eigener Bauteil mit 3/8-Schluss kaum in Erscheinung tretend. An dessen Südseite Sakristei (darüber Oratorium) angefügt; im Westen schlanker, im Untergeschoss wohl älterer Turm: bis Firsthöhe des Satteldachs quadratisch, dann achteckig mit hohem Spitzhelm. Die Kirche noch von Mauer des aufgelassenen Friedhofs umgeben.</p> <p><strong>Inneres:</strong> Der einschiffige Gemeinderaum durch starke Wandpfeiler in fünf Joche unterteilt, das halbrundeTonnengewölbe (Scheitelhöhe entspricht Höhe der Außenwand!) um 1713 verändert und sparsam stuckiert, doch Maschennetzfiguration der abgeschlagenen Gewölberippen noch erkennbar; tief eingeschnittene, nach außen abfallende Stichkappen; breite Barockfenster. Über drei-jochigem Chor ebenfalls Tonnengewölbe (Scheitel etwas höher als im Langhaus) mit Rahmenstuck. Barocker Hochaltar von Regotisierung verschont: Gemälde &gt;Hl. Stephanie und Figuren der Hll. Sebastian und Laurentius sowie Georg und Florian (von Vicelli, um 1713). An südlicher Langhauswand von Stuckvorhang umrahmtes barockes Kruzifix mit Mater dolorosa: Nachbildung des im 2. Weltkrieg zerstörten Gnadenaltars in der Spitalkirche St. Elisabeth (-&gt; Herzogspitalstraße 9).</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Letzter Kirchenbau der Gotik im Münchener Raum, typisch für die Münchener Bauschule am Ausgang des Mittelalters (Michael Hartig), formal und architektonisch unter Einfluss der Frauenkirche (z. B. nach innen gezogene Wandpfeiler; ähnlich Allerheiligenkirche am Kreuz, -&gt; Kreuzstraße 10, und Salvatorkirche, -&gt; Salvatorplatz 17). Der hohe Turmhelm ältesteoriginal erhaltene Spitze im heutigen Stadtbereich.</p>