| Name | Ehem. Gesandtenhaus, sog. Palais Woronzow |
| Architekt | Kirchgrabner Franz Ignaz |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Hackenviertel |
| Straße | Herzogspitalstraße 12 |
| Jahr Baubeginn | 1807 |
| Jahr Fertigstellung | 1808 |
| Kategorie |
Adelssitze & Höfe Palais, Adelspalais |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Unterkategorie | Palais Adelspalais |
| Suchbegriffe | Palais Woronzow |

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Bemerkung
Ehem. Gesandtenhaus, sog. Palais Woronzow, 1830-1877 Gymnasium, jetzt Verwaltungsgebäude, Zweiflügelanlage mit schmalen Hof an der Westseite, dreigeschossiges klassizistisches Hauptgebäude von Franz Ignaz Kirchgrabner 1807/08, Fassade später leicht vereinfacht.
Beschreibung
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<strong>Ehemaliges Gregorianisches Seminar</strong> Von Albrecht V. 1574 als Studentenheim gegründet; durch Zukaufe an Herzogspitalstraße und bis zur Neuhauser Straße erweitert. (Hier, z.T. heute Nr. 21, die Seminarkapelle St. Maria undGregorius 1645-46 errichtet, 1806 abgebrochen.) - Der gesamte Gebäudekomplex seit 1694 im Besitz der Jesuiten, die bis 1773 das Gymnasium leiteten; dieses 1806 ins säkularisierte Karmelitenkloster (-»• S. 186f.) verlegt, die Seminargebäude abgerissen. 1807 Errichtung eines Neubaus für L. Jacob von einem nicht bekannten Baumeister, bei Vermietung an russischen Gesandten Graf Woronzow durch Metivier zum Gesandtschaftspalais (>Woronzow-Pa-lais<) im Innern umgebaut und im ersten Obergeschoss 1823 Ballsaal eingerichtet; vorher bereits von unbekannter Hand Fassade im Empirestil überformt. (In diesem Palais verbrachte König Max l. Joseph am 11.10.1825 den letzten Abend seines Lebens.) -Vorübergehend (1830) vom Wilhelmsgymnasium verwendet; zeitweise Arbeitsstelle des russischen Dichters und Diplomaten Fjodor Iwanowitsch Tjutschew (1822-37 und 1839-44: It. Bronzetafel mit Portrait); ab 1879 Augenklinik, ab 1921 Sitz von Finanzbehörden; seit 1982 Oberlandesgericht. Durch wechselnde Benützung und schließlich Bombeneinwirkung Verlust der ursprünglichen Innenausstattung; Fassade jedoch erhalten.</p>
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<strong>Beschreibung: </strong>Über rustiziertem Erdgeschoss zwei Stockwerke mit zehn Fensterachsen; vier der Rechteckfenster im Mittelteil des Hauptgeschosses durch reizvolle weibliche Kopfmasken und Empire->Tücher< in Halbkreisfeld ausgezeichnet und mit den vier Fenstern des zweiten Obergeschosses verbunden; im Erdgeschoss zwei Rundbogenportale (das linke vermauert), über den rechteckigen Fenstern Mezzaninmotiv mit Blattornamentik.</p>
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<strong>Bedeutung:</strong> Gut durchformte Empirefassade, als eine der wenigen dieser Stilstufe in München im Originalzustand konserviert.</p>
Literatur
Wikipedia: Palais_Woronzow_(München)