| Name | Kath. Pfarrkirche St. Achaz |
| Architekt | Steidle Richard |
|---|---|
| Stadtbezirk | 7. Sendling-Westpark |
| Stadtbezirksteil | Mittersendling |
| Straße | Fallstraße 7 |
| Jahr Baubeginn | 1927 |
| Jahr Fertigstellung | 1927 |
| Sakral | katholisch |
| Kategorie |
Religiöse Bauwerke Kirche |
| Baustil | Romanik |
| Unterkategorie | Kirche |
| Suchbegriffe | St. Achaz |

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Bemerkung
Kath. Pfarrkirche St. Achaz, in Anlehnung an den barocken Vorgängerbau 1927–28 von Richard Steidle; mit Ausstattung.
Beschreibung
<p><strong>St.Achaz</strong> In Mittersendlingbereits 1315 ein Achazkirchlein bezeugt. DergotischeVorgängerbau fiel 1732 einem barocken Neubau nach Plänen von Ettenhofer zum Opfer; Weihe 1733: ein rechteckiger Saalbau mit schmälerem Choranbau und Westturm; das Innere dreijochig mit Pilastergliederung und hohen Rundbogenfenstern. An den gekurvten Wänden des östlichen Jochs Seitenaltäre, der eingezogene, quadratische Altarraum halbrund geschlossen; dieser und das Langhaus mit flachem Tonnengewölbe und Stichkappen. - 1924 Projekt für Erweiterung an Südseite der Kirche (von Loch-brunner), als zu aufwändig nicht ausgeführt. Dafür Neubau nach Plänen von Steidle bei weitgehendem Abbruch der barocken Kirche, dem Deckenfresken >Vision des Hl. Achatius< (über Chor) und >Bestattung des Hl. Achatius und seiner Gefährten durch Engel< (über Kirchenraum) zum Opfer fielen (von Cordula Böhm C. D. Asam, 1732/33, zugeschrieben); Grundsteinlegung Neubau 11.9.1927, Weihe 22 A.1928. Der <strong>Außenbau</strong> nun basilikal durch Anfügung zweier Seitenschiffe, der erhalten gebliebene Turm mit seiner charakteristischen Doppelzwiebel in westlichen Teil des neuen Baukörpers einbezogen. Mehrmals Bombenschäden zwischen 1942 und 1945, nach Kriegsende behoben. 1957 Außenrenovierung, 1967 Anbau einer neuen Sakristei, 1977/78 Außen-und Innenrenovierung.</p>
<p><strong>Inneres: </strong>Herber rechteckiger Saalraum von rohhölzerner Tonne (1/3-Kreisbogen) überwölbt mit vier >Gurtbögen< auf Konsolen, die den ehemals barocken Pilastern entsprechen; ornamentale Bemalung (von L. Bauer, 1928). In den Achsen der drei hoch sitzenden Rundbogenfenstern vermitteln niedrige Stichbogen zu den dreijochigen, flach gewölbten Seitenschiffen: im rechten Werktagskapelle, im linken in flacher Ostapsis hölzernes Kruzifix (von Scheuerle, 1929), Typus des expressionistischen Gekreuzigten imCollegium Benedictinum in Salzburg (von Adlhart, 1925). - Hochaltar (wie die beiden Seitenaltäre aus alter Kirche übernommen) mit Gemälde >Hl. Achatius mit Engeln< und Auszugsbild »Krönung Mariens< (von C. D. Asam, um 1733); beiderseits spätgotische Schnitzfiguren*>Hl. Dionysius< und >HI.Juliane<, nach Liedke von Grasser, um 1500 (von einem Sendlinger Bauern aus Schäftlarner Säkularisationsgut gekauft und nach St. Achaz gestiftet). Die Seitenaltäre (neben Chorbogen): im linken Gemälde >Pietä<, im Auszug >HI. Martin< (von Sang, 1733), im rechten >Hl. Leonhard als Viehpatron<, im Auszug >HI. Johann Nepomuk< (ebenfalls von Sang, 1733); auf Mensa zwei Silberbüsten (frühes 18. Jh.) >Hl. Augustinus< und >Hl.Thiemo< (Erzbischof von Salzburg). An Brüstung der Orgelempore (über der Achse der beiden Seiteneingänge) zwölf hochrechteckige Holztafeln (wohl gegen Mitte 18. Jh.) mit volkskunsthaften Darstellungen der Apostel und Text des Apostolischen Glaubensbekenntnisses; an Westwand beiderseits der Orgel zwei weitere dazugehörige Tafeln mit Christus als >Salvator Mundi< und >Maria als Mutter der Schönen Liebe< (kein Bezug zum Wessobrunner Gnadenbild).</p>
<p><strong>Bedeutung:</strong> Ms Bauwerk in der Tradition barocker Dorfkirchen stehend (eine der letzten Kirchen Münchens in neubarockem Stil), ist Gestaltung des Innenraums Musterbeispiel eines Sakralraums in den Formen >heimischer< Bauweise, die ungerechtfertigt als >Heimatschutzstil< abgewertet wird. (Ähnlicher Bau die Kirche Leiden Christi, -> Grandlstraße 2.(Trotz des bedauerlichen Verlusts der Fresken sehenswert die erhaltenen Stücke der Originalausstattung.</p>
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<p><strong>a</strong> Taufe Christi durch Johannes: ehemaliges Hochaltargemälde (Becker-Gundahl 1914); <br />
<strong>b</strong> Rosenkranzmadonna: Umkreis Grassers um 1515 (Kindjünger); <br />
<strong>c</strong> Gnadenstuhl*: vielleicht Meister von Rabenden 1511/ 15; <br />
<strong>d,e</strong> Petrus und Paulus: beide Statuen aus einem Apostelzyklus; einige im Depot (B. Schmitt); <br />
<strong>f</strong> Fünf Relief-tondi >Freudenreicher Rosenkranzt an Emporenbrüstung;<br />
<strong>g</strong> Glasfenster: Sechs Szenen aus dem Leben des Johannes (Pütz 1946/47); <br />
<strong>h</strong> Glasfenster: Fünf Szenen aus Marienleben (Pütz 1946/47). Beiderseits der Orgel zwei Gemälde aus ehemaligen Seitenaltären: links >Muttergottes mit Kind< (Marienaltar), rechts >Heilige Familie< (Josephsaltar). In Votivkapelle Kruzifix und Schmerzhafte Muttergottes (18. Jh.).</p>
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Wikipedia: St._Achaz_(München)
Im Jahr 1315 wurde ein dem hl. Achatius von Armenien gewidmetes Kirchlein erstmals erwähnt, und 1569 wurde auf der Apian-Karte ein gotisches Kirchengebäude abgebildet. Die Altäre eines barocken Neubaus wurden 1733 durch Weihbischof Johannes Ferdinand, Baron von Pollenheim, in Vertretung von Johann Theodor von Bayern, Kardinal und Fürstbischof von Freising und Regensburg, konsekriert. Am 11. Juni 1927 fand der letzte Gottesdienst in der barocken Kirche statt.
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