Name Kath. Pfarrkirche St. Theresia
Architekt Boemmel Franz Xaver  
Stadtbezirk 9. Neuhausen-Nymphenburg
Stadtbezirksteil Neuhausen
Straße Dom-Pedro-Straße 39
Jahr Baubeginn 1922
Jahr Fertigstellung 1924
Baustil neubarock
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Historismus
neubarock
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe Kath. Pfarrkirche St. Theresia 
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Bemerkung

Dom-Pedro-Straße 39/41; Kath. Pfarrkirche St. Theresia, neubarock, 1922-24; mit Ausstattung; Gruppe mit dem neubarocken Karmeliterkloster St. Theresia, bez. 1922; beide von Franz Xaver Boemmel.

Beschreibung

<p><strong>St. Theresia</strong> Die nach Plänen von Boemmel 1921-24 errichtete Pfarr- und Klosterkirche der Karmeliten kann an der breiten, von Süd nach Nord verlaufenden Landshuter Allee trotz Höhe und Volumen keinen städtebaulichen Akzent setzen. Kriegsschäden (1944) zwischen 1945 und 1950 behoben, 1980-86 umfassende Außen-und Innenrenovierung sowie Umbau der Orgel 1988.</p> <p><strong>Äußeres:</strong> Der gesüdete Bau unter hohem Walmdach durch schlanke Lisenen gegliedert, an beiden Längsseiten sechs hoch angesetzte Rundbogenfenster über seitenschiffähnlichen Anbauten. An südlicher Schmalseite der eingezogene Rundchor mit Umgang, östlich angefügt Turm mit doppeltem Zwiebelhelm; die Nordseite leicht konvex mit Hauptportal, schmalem Mittelfenster und Volutengiebel. Im rechten Winkel entlang der Dom-Pedro-Straße angebaut der bescheidene dreigeschossige Klosterbau.</p> <p><strong>Inneres: </strong>Unter Tonnengewölbe mitfünf tief einschneidenden Stichkappen hoher, lichter Saalraum; beidseitig durch Wandpfeiler (mit vorgelegten Pilastern) getrennte Nebeneingänge und vier halbrunde Seitennischen; mächtiger Chorbogen zu dem aus neun Seiten eines Zwölfecks gebildeten Altarraum, gegenüber an nördlicher Schmalseite ausschwingende Empore. -Ausstattung^ Legende zum Grundriss) deutlich geprägt durch Kombination von neubarocken Dekorationsformen mit Elementen des &gt;Art deco&lt; der beginnenden 1920er Jahre.</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Der Bau bildet, mit einigen anderen zeitgenössischen Neubauten (wie Johann Baptist in Solln, -&gt; Fellererplatz 1, oder Christkönig, -&gt; Notburgastraße 17), den Ausklang&nbsp;einer auf heimisch-lokalen Traditionen beruhenden Sakralarchitektur, ehe sie in den späten 1920er und 1930er Jahren von einer herberen, sachlicherem Auffassung von Baukunst (z. B. St. Sebastian, -&gt; Schleißheimer Straße 212, oder Maria, Königin des Friedens, -&raquo; Untersbergstraße 1) abgelöst wurde.</p> <p><strong>Altäre<br /> </strong><strong>1</strong> Hochaltar: Santa Teresa de Jesus, ihr zur Seite vier Engel mit Symbolen, darunter, neben Tabernakel, vier der Heiligen verbundene Personen (von links): San Juan de la Cruz und S. Petrus deAlcantara sowie St. Joseph und Selige Anna de S. Bartolome (von Schreiner 1926). - Barockisierender Volksaltar und Ambo (von Visino 1980). 2 Herz-Jesu-Altar: Altaraufbau von Helmer, Gemälde von Feuerstein 1927.<br /> <strong>3</strong> Marienaltar: von Helmer, Gemälde &gt;Maria überreicht dem seligen Simon Stock das Skapulien von Feuerstein 1927.<br /> <strong>4</strong> Johannes-vom-Kreuz-Altar: Altaraufbau und Johannesstatue von Helmer 1935.<br /> <strong>5</strong> Josephsaltar: Altararchitektur und Josephstatue von Helmer 1926, auf Mensa Schrein mit Kopie des sog. &gt;Prager]e-suleim (in St. Maria de Victoria in Prag, seit 1628).<br /> <strong>6</strong> Altar der &gt;Kleinen Hl. Theresia&lt;&nbsp;(von Helmer 1925). <br /> <strong>7</strong> Kriegergedächtniskapelle: P/efä (von Helmer 1925).</p> <p><strong>Gemälde und sonstige Ausstattung</strong><br /> <strong>a, b, c, d, e, f:</strong> Sechs von 13 anonymen Ölgemälden (spätes 77. Jh.) mit Szenen aus dem Leben des Karmeliterheiligen Domini-kus <br /> <strong>a</strong> Jesu Maria und den Umständen, die zum Bau der ersten Karmelitenkirche in München (-&gt; Karmeliterstraße 2) geführt haben. (Die restlichen sieben Gemälde im Klostergang.) <br /> <strong>g</strong> Ovalbild in Stuckrahmen: Hl. Theresia Margarita Redi (von Wurm 1936). <br /> <strong>h</strong> Ovalbild in Stuckrahmen: P. Dominikusajesu Maria mit Gnadenbild &gt;Maria mit dem geneigten Haupt&lt; (in Karmeliterkirche St. Joseph in Wien), von Wurm 1936. <br /> <strong>i </strong>Kanzel: auf Schalldeckel Prophet Ellas, am Corpus drei Medaillonbilder &gt;Lehrender Christus&lt;, &gt;Moses&lt;, &gt;Hl. Paulus&lt; (anonym 1925). <br /> <strong>k</strong> Kreuzigungsgruppe (Helmer-Werkstatt 1927). <br /> <strong>l</strong> Farbiggefasste Holzskulptur &gt;Patrona Bavariae&lt; (Schratt, Ende 1920er Jahre), <br /> <strong>m</strong> Gedenkstätte der seligen Mystikerin A. M. Lindmayr (mit Portrait) (Kopie von Fromm-Schuler) und Reliquien (im Schrein); darüber &gt;Geißelheiland&lt; nach G. Petel 1630/31 (Original im Dom zu Augsburg). Kreuzwegstationen (von Feuerstein 1925) an den seitlichen Bogenpfeilern zu den je Seite vier Nischen: zu den üblichen 14 Stationen nach barocker Gepflogenheit noch zwei Motive hinzugefügt: Vorbereitung am Ölberg&lt; und &raquo;Christus der Auferstandenem.</p>

Literatur