Name Ehemaliges Palais Bissing
Architekt Fiechter R.  
Stadtbezirk 12. Schwabing-Freimann
Stadtbezirksteil Schwabing-Ost
Straße Georgenstraße 10
Jahr Baubeginn 1902
Jahr Fertigstellung 1903
Baustil neubarock
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Historismus
neubarock
Suchbegriffe Palais Bissing 
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Bemerkung

Ehemaliges Palais Bissing, im Kern neubarock, 1902-03 von R. Riechter umgebaut; bildet mit Nr. 8 einen Block.

Beschreibung

<p> <strong>Ehemaliges Palais Bissing</strong> In programmatischem Kontrast zum pompösen Nachbarhaus (-&gt; Georgenstraße 8) nach Plänen des Schweizer Architekten Rechter 1903 errichtetes Wohnhaus des Privatgelehrten Friedr. Wilh. v. Bissing, der hier seine Sammlung altägyptischer Kunst aufstellte; 1914 durch Schenkung an den Staat (-&gt; S. 162). Kriegsbeschädigungen zwar behoben, 1979 aber Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands (Architekt: Münzel; Malereien: ursprünglich von Ringer, 1980 von E. Albrecht wiederhergestellt).</p> <p> <strong>Beschreibung:</strong> Zurückhaltend gestaltete Fassade mit flachem Mittelrisalit und zweigeschossigem Runderker als Übergang zur einfachen Seitenfront; über drei Hauptetagen eine vierte im hohen Mansardendach. Sparsamer, jedoch akzentuierender farblicher Dekor; am Erker Medaillonporträts von Schiller, Raffael, Donatello, Sophokles.</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong> In der Reduktion auf klare Formen und einfachen (flächigen) Dekor ist diese Art des Münchener Jugendstils gutes Beispiel für heimische, traditionsgebundene Bauweise, abwertend als &gt;Heimatschutzstil&lt; diffamiert.</p>

Quellen

Bissing-Palais
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Bissing-Palais, Georgenstr. 10. Ein für seine Zeit charakteristischer Bau; 1903 von Arch. Fiechter. Im Aeußern Silhouette an weichen Linien, hübsche Ueberschneidungen des braunen Daches, gefällige Formen des Balkons, Hauseingangs und Gittertores. Ueberall Fremdländisches vermieden; nach deutscher Alt liebevolle Behandlung aller Details und farbige Behandlung: Fassade licht wie Rohseide, braune Fensterläden mit weißen Ornamenten, Balkongeländer gold und grün; dazwischen gelbe, blaue und selbst rote Töne. Erker durch reichen Schmuck hervorgehoben: in flächiger Malerei die Medaillonsporträts von Schiller, Raffael, Donatello, Sophokles; darüber Vögelfiguren, Elstern und Uhu. Balkontüre gekrönt durch gemalte Vasen. [SB 03, 36].