Name Kath. Pfarrkirche St. Ursula
Architekt Thiersch August  
Stadtbezirk 12. Schwabing-Freimann
Stadtbezirksteil Schwabing
Straße Kaiserplatz 1
Jahr Baubeginn 1894
Jahr Fertigstellung 1897
Baustil Neurenaissance
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Keine Kategorie
Neurenaissance
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe Kath. Pfarrkirche St. Ursula 
Baudenkmal Kath. Pfarrkirche St. Ursula
Kath. Pfarrkirche St. Ursula Kaiserplatz
Bildrechte: Diego Delso, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iglesia_de_Santa_Úrsula,_Múnich,_Alemania,_2024-05-11,_DD_01.jpg">Iglesia de Santa Úrsula, Múnich, Alemania, 2024-05-11, DD 01</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode" rel="license">CC BY-SA 4.0</a>
Kath. Pfarrkirche St. Ursula Kaiserplatz
Bildrechte: Diego Delso, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iglesia_de_Santa_Úrsula,_Múnich,_Alemania,_2024-05-11,_DD_01.jpg">Iglesia de Santa Úrsula, Múnich, Alemania, 2024-05-11, DD 01</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode" rel="license">CC BY-SA 4.0</a>
Kath. Pfarrkirche St. Ursula
Kath. Pfarrkirche St. Ursula Kaiserplatz
Urheber:
Kath. Pfarrkirche St. Ursula
Kath. Pfarrkirche St. Ursula Kaiserplatz
Urheber:

Bemerkung

Kaiserplatz 13; Kath. Pfarrkirche St. Ursula, dreischiffige backsteinsichtige Basilika in Formen der italienischen Renaissance mit Vierungskuppel und Portikus, von August Thiersch, 1894-97; mit Ausstattung; Campanile, freistehender backsteinsichtiger Spitzdachturm, gleichzeitig. D-1-62-000-3161

Beschreibung

<p> <strong>St. Ursula </strong>Für die rasch wachsende Stadt Schwabing (1887 zu selbstständiger Stadt erhoben, 1890 nach München eingemeindet) wurde größere Pfarrkirche notwendig: 1879/80 Entwurf für Neubau anstelleder gotischen Nikolaikirche (vonVasek, nicht ausgeführt); 1880 Auftrag an A. Thiersch für Neubau an derselben Stelle; 1886 Erweiterungsprojekt (von Vasek) für alte Pfarrkirche (seit 1920 &gt;St. Sylvesten, -&gt;• Biedersteiner Straße 1 a), wegen der peripheren Lage nicht realisiert, da sich Schwabing westlich der Leopoldstraße ausbreitete. Günstigere Lage auf 1888 erworbenem Areal des späteren (seit 1893) Kaiserplatzes für Neubau nach Thierschs Plänen; Grundstein: 23.9.1894, Weihevon Kirche und östlich anschließendem Pfarrhaus 10.10.1897; Vollendung der Innenausstattung erst 1927. Bombenschäden 1944, bis 1956 behoben (zugleich Versachlichung des Innenraums); Wiederherstellung der originalen Raumfassung 1977-80.</p> <p> <strong>Beschreibung:</strong> Konzipiert als symmetrische, dreiteilige Anlage aus Kirche und seitlich anschließendem Pfarr- und (nicht ausgeführtem) Mesnerhaus (erst 1956 als &gt;Pater-Ru-pert-Mayer-Wohnheim&lt; nach Plänen von Betz errichtet). Das genordete Gotteshaus Typus einer Kreuzkuppelkirche, angeregt durch S. Spirito in Florenz (begonnen 1436 von Brunelleschi); Fassadenaufbau-dreijochigeVorhalle und aufragendes Hauptschiff; beiderseits quer bedachte Flügel -entspricht basilikalemAufriss: drei Schiffe und leicht aus den Seitenfronten vorragendes Querschiff, an Westseite eingestellter schlanker, siebengeschossigerCampanile (64 m) mit Pyramidendach nach venezianischem Vorbild; an Nordseite Halbkreisapsis, daneben Sakristeianbau. Über Vierung achtseitiger, durch offene Galerie gegliederter Tambour mit Kuppel (42 m). Backsteinbau mit Architekturgliedern in Naturstein (z. B. Gebälk mit Metopenreliefs, östlich Seitenportal, Portalumrahmungen, von B. Schmitt). Inneres: Fünfjochiges Mittelschiff mit Rundbogenfenstern und kassettierter Flachdecke; fünfjochige Seitenschiffe unter Kreuzgratgewölben. Querhausarme und Chorraum mit kassettierten Tonnengewölben und Apsiskalotte (farbig gefasst 1911); über Vierung Pendentifs (mit Relieftondi der vier Evangelisten, von Schmitt) unter rundemTambour und runder Kuppel (im Gegensatz zu oktogonalem Außenbau!). Ausstattung: Hocha/farals konkaves Säulenhalbrund mit Halbkuppel (Entwurf Thiersch) mit ravennatischem Mosaikdekor (Grabmal der Calla Placidia), seitlich zwei vergoldete Statuen, Ursula und Nikolaus (von Scheel). In den überkuppelten Seitenkapellen: links Marienaltar mit Majolikarelief (Bezug zu Lucadel-la Robbia) von Schmitt (1912), rechts Josephsaltar mit Gemälde von Glötzle. An westlicher Querhausfront Sebastiansaltar (ursprünglich Kriegergedächtnisaltar) von Al-bertshofer (1927), beiderseits in Rundbogennischen überlebensgroße Skulpturen (von Schmitt):Vincentius (links) und Antonius von Padua, in gegenüberliegender Frontwand, beiderseits des östlichen Nebenportals, Theresia (links) und Barbara. Unter Kuppel seit 1979 Kreuzaltar auf Insel (von Münz). An den Außenwänden der Seitenschiffe je sechs Apostelstatuen (von Schmitt), daneben je sieben Tafelbilder der 14 Kreuzwegstationen (von Glötzle).</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong> Erste der neueren Kirchen Münchens, die nicht mehr in mittelalterlichen Stilen erbaut ist; hervorragende Adaption des florentinischen Quattrocento im Langhaus (S. Spirito in Florenz) und oberitalienischer Kreuzkuppelkirchen um 1500-basierend aufThierschs intensiver Auseinandersetzung mit »Proportionen in der Architektur« (Titel seiner Arbeit 1883). St. Ursula ein bemerkenswertes Beispiel für selten in Deutschland errichtete Neorenaissancekirchen.</p>

Quellen

Schwabinger Pfarrkirche St. Ursula
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Schwabinger Pfarrkirche St. Ursula. Kaiserplatz la. Von Thiersch 1894—97 im Charakter der Frührenaissance erbaut. Die Kirche, ein unverputzter Backsteinbau, bildet eine kreuzförmige Basilika mit etwa 2600 Sitzen, deren Mittelschiff eine Holzdecke abschließt, während die Seitenschiffe gewölbt sind. Diese Kirche „ist ein Kleinod in seiner Art, und namenthch ist das Innere so reizend und fein abgestimmt, daß wir uns nur ungern von dieser Perle der Kirchenbaukunst neuerer Zeit Schwanthaler Museum. Sendling. 315 trennen“. Prachtvoller Kreuzweg von Ludwig Glötzle; vom selben auch St. Joseph, eines seiner schönsten Werke. Neuestens wurde erst der um die Vierung liegende Teil in Farbe und Gold dekoriert und zwar von Hofmaler Maly. Auf den Grundfarben — dem Braungelb des Sandsteins, dem Dunkelbraun des Getäfels und Gestühls und dem Grau der Marmorsäulen — steigern mattes Gold und buntgebrochene Farben den Prospekt der Chorpartie zu einem prächtigen Bilde, das den herrlichen Altar mit dem Kuppelbaldachin würdig umrahmt [SB 00, 12 u. 12, 5; BAJ 222; CK 07, 10J.

St. Ursula
München und seine Bauten (1912)

Die St. Ursulapfarrkirche wurde 1894—97 nach dem Entwürfe des Professors August Thiersch mit einem Kostenaufwand von M. 690000 erbaut. Die Kirche, ein unverputzter Backsteinbau, bildet eine kreuzförmige Basilika mit etwa 2600 Sitzen, derenMittelschiff eineHolzdecke abschließt, während die Seitenschiffe gewölbt sind.

Wikipedia

Wikipedia: St._Ursula_(München)

Weitere Bilder
Gerhard Willhalm - St. Ursula - Innenraum

St. Ursula - Innenraum

Gerhard Willhalm - Gedenktafel - August Thiersch

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Gerhard Willhalm - Altarraum der Kirche St. Ursula

Altarraum der Kirche St. Ursula

Gerhard Willhalm - Kriegerdenkmal - St. Ursula

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Kriegerdenkmal - St. Ursula

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Kriegerdenkmal - St. Ursula

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Gerhard Willhalm - Heiliges Grab - St. Ursula

Heiliges Grab - St. Ursula

Alte Ansichten

St. Ursula
St. Ursula
St. Ursula - Grundriss
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