| Name | Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft |
| Architekt | Bieber Oswald Hollweck Wilhelm |
|---|---|
| Stadtbezirk | 12. Schwabing-Freimann |
| Stadtbezirksteil | Schwabing-Ost |
| Straße | Königinstraße 107 |
| Jahr Baubeginn | 1912 |
| Jahr Fertigstellung | 1913 |
| Kategorie |
Industrie & Gewerbe Versicherung |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Unterkategorie | Versicherung |
| Suchbegriffe | Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft |
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=10913'>Münchner Rpückversicherung</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>
Bemerkung
Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft, monumentaler, schlossartiger Komplex mit Säulenhof, zwei weiteren Höfen, Vestibülen, Treppenhaus und Repräsentationsräumen, 1912-13 von Oswald E. Bieber und Wilhelm Hollweck; an der Westseite Garten mit umgebender Mauer und zentralem Pavillon.
Beschreibung
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<strong>Münchener Rückversicherung</strong> Als Verwaltungsgebäude von 1911-13 von Bieber und Hollweck (nach Wettbewerb) errichteter Vierflügelbau (um zwei Schmuckhöfe) mit zwei zur Königinstraße vorgezogenen Trakten; zwischen ihnen Doppelsäulenkolonnade mit Zugang zu einem von Doppelsäulen umstandenen >Ehrenhof< (mit monolithischem Schalenbrunnen) und zum Haupteingang. Über Sockelgeschoss drei Stockwerke unter hohen ziegelgedeckten Walm- und Zeltdächern; farbig verputzter Ziegelbau, architektonische Gliederungen (Säulen, Gebälke, Gesimse) und Details (Fensterumrahmungen) in Muschelkalk. Für einen Bürobau bemerkenswert reiche künstlerische Ausgestaltung: Steinskulpturen auf Balustrade am Ehrenhof die >Vier Elemente« (von Wackerle und Geyger), Putzfelderungderlnnenhoffassaden, in Innenräumen Gemälde von E. und F. Erler, Eichler, Römer u. a.-In 1970er Jahren Renovierung und z.T. Umgestaltung der Innenräume sowie zusätzliche Untergeschossräume zum eingetieften Lichthof im Garten (Pläne von Magg). - Der Bau sowie der westlich anschließende mauerumfriedete Garten (mit Säulenpavillon) seit 1973 unter Denkmalschutz.</p>
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<strong>Bedeutung: </strong>Die schlossähnliche Anlage formal in der Tradition eines bodenständig interpretierten Neoklassizismus(als >Heimatschutzstil< diffamiert), in manchen Details Anklänge an Jugendstil und vorweggenommene Art deco. Beachtenswert die Materialkombination von Putzfassaden und Architekturdetails in Naturstein. -Technisch bemerkenswerte Neuerungen wie (u. a.) Klimaanlage, Rohrpost, die unter hölzernen Dachstühlen eingezogenen Stahlbetonkonstruktionen. (In krassem Kontrast zum Hauptbau der nach Plänen von Maurer und Denk 1963-65 gegenüber, Königinstraße 38, errichtete Erweiterungsbau >Ostgebäude< in schematischer Funktionalität von Stahlbetonskelett und Aluminium-Curtainwall; unter Erhalt des Tragwerks Umbau durch Baumschlager und Eberle (2001/02).</p>
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<strong>Nachtrag 2009</strong></p>
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1966 Baubeginn einer weitverzweigten, ca. 1000 m langen Tunnelanlage unter den Versicherungstrakten zwischen Königin-, Thieme-, Martius-, Leopold- und Giselastraße, 1995 volIendet, 1999 durch Turrell-Tunnel und 2001 durch Sonnier-Pasage erweitert. Die Gänge dienen nicht nur rascher Kommunikation, sondern auch als (leider nur für die Mitarbeiter zugängliches) Unterirdisches Museum mit Werken zeitgenössischer Lichtkünstler wie Jenny Holzer, Rolf Walz, James Turrell, Keith Sonnier, Maurizio Nan-nucci sowie Arbeiten der Pixelkünstlerin Bulloch und von Rolf Walz.</div>
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