| Name | Festsaalbau der Residenz |
| Bauherr | Ludwig I. König von Bayern |
| Architekt | Schwanthaler Ludwig Klenze Leo von |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Graggenau |
| Straße | Hofgartenstraße 2 |
| Jahr Baubeginn | 1832 |
| Jahr Fertigstellung | 1842 |
| Baustil | Neurenaissance |
| Kategorie |
Adelssitze & Höfe Residenz |
| Baustil |
Keine Kategorie Neurenaissance |
| Unterkategorie | Residenz |
| Suchbegriffe | Festsaalbau Residenz Herkulessaal |
Bemerkung
(siehe Residenzstraße 1 und Marstallplatz 8), langgestreckter Neurenaissancebau, 1832-42 von Leo von Klenze, im Westteil unter Verwendung des Vorgängerbaues (Kaisersaaltrakt) des frühen 17. Jh. Vor dem Mittelrisalit Loggia mit Figuren von Ludwig Schwanthaler, vgl. Hofgarten.
Beschreibung
<p><strong>Neuer Herkulessaal </strong>Nach Zerstörung der ursprünglichen Raumfolge im Festsaaltrakt 1944 völlige innere Neugestaltung nach (modifizierten) Plänen von Esterer (1951-53 und 1957-58), ausgehend vom ehemaligen Thronsaal, durch Neuen Herkulessaal (als Konzertsaal) ersetzt.</p>
<p><strong>Beschreibung: </strong>Anstelle der Durchfahrt von Hofgartenstraße zu m Apothekenhof und anstelle der Säle und Räume im Ostflügel großzügige Eingangshalle; in ihr seit 1985 die zwölf überlebensgroßen, vergoldeten Bronzestatuen von Wittelsbacherherrschern (1834-42 von L. v. Schwanthaler) aus ehemaligem Thronsaal. Anschließend Vorräume (Garderoben anstelle der unvollendeten >Odyssee-Säle<, -> S. 265) und zweiläufige Haupttreppe, die Stelle des ehemaligen >Ballsaals< einnimmt und zugleich Gelenkstelle zum Nordosttrakt (ehemals >Schlachtensaal-Flügel<, seit 1959 Sitz der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, -> S. 266) und Verbindungsflügel zum Apothekentrakt ist (-> Plan S. 276 u. 278); hier vor der Zerstörung u. a. die monumentale Haupttreppe. -An den Wänden des Foyers zum Konzertsaal (an der Stelle der ehemaligen Kaisersäle: >Saal Karls d. Gr.< und >Saal Friedrich Barbarossas<) Abguss des Alexanderfrieses für den Speisesaal im Leuchtenberg-Palais (1819/22), derauf Thorwaldsens Original im Palazzo del Quirinale in Rom, 1811/12, zurückgeht. Der dritte Kaisersaal (>Saal Rudolfs von Habsburg<) mitehemaligem Thronsaal zum Neuen Herkulessaal vereint; an den Hochwänden des Saals (und des Foyers) die namengebenden Wandteppiche (Herkulestaten), hervorragende Arbeiten der Antwerpener Manufaktur des Michel de Bös, ausgeführt 1565-77 nach Entwürfen von Floris; ursprünglich im Schloß Dachau, doch wohl noch vor Ende des 16. Jh. in der Münchener Residenz. (Die 1953 angebrachten Teppiche 1991 bei Sanierungsarbeiten aus konservatorischen Gründen durch fotografisch hergestellten Repliken, sog. Scanachrome, ersetzt.) -Zum <strong>Alten Herkulessaal</strong> im Hofdamenstock der Residenz: in diesem eine zweite, 1603 von Maximilian l. ebenfalls in Antwerpen erworbene Herkulesserie, die aber seit der klassizistischen Umgestaltung durch A. Gärtner 1803 verschollen ist; dieser Saal zurVermeidung von Verwechslung mit Neuem Herkulessaal in Max-joseph-Saa/umbenanntes. 2 70).</p>