Name Kath. Pfarrkirche St. Martin
Architekt Leitenstorfer Hermann  
Stadtbezirk 10. Moosach
Stadtbezirksteil Alt-Moosach
Straße Leipziger Straße 11
Jahr Baubeginn 1922
Jahr Fertigstellung 1922
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe Kath. Pfarrkirche St. Martin 
Kath. Pfarrkirche St. Martin
Kath. Pfarrkirche St. Martin Leipziger Straße
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=12533'>Neue Pfarrkirche St. Martin</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>

Bemerkung

Neue Kath. Pfarrkirche St. Martin, 1922-23 von Hermann Leitenstorfer; mit Ausstattung.

Beschreibung

<p> <strong>St. Martin</strong> Für Bau der neuen Moosacher Pfarrkirche - nach Verhinderung (1912) des Abbruchs der zu klein gewordenen alten Martinskirche (-&gt; Moosacher St. Martinsplatz 1) -Ausschreibung (Mai 1918) eines Wettbewerbs: bei 67 eingereichten Arbeiten 1. Preis an Leitenstorfer; Baubeginn 1921, Weihe 16.11.1924; Ausstattung erst 1947 abgeschlossen. Im Krieg kaum Schäden, 1963 Außenrenovierung, 1967/68 Veränderungen durch Liturgiereform, in 1980er Jahren Restaurierung, in 1990er Jahren Neugestaltung des Innern (mit Weihe 21.11.1999 beendet).</p> <p> <strong>Beschreibung:</strong> Lang gestreckte genordete Pfeilerbasilika, Mittelschiff an Chor- und Eingangsseite um jeweils ein Joch länger als flankierende Seitenschiffe; mächtiger Turm mit Zeltdach neben Altarraum. Über (südlichem) Hauptportal Relief &gt;St. Martin&lt; (von Knappe 1925); Rundbogenfenster in Hoch-und Seitenschiffen.</p> <p> <strong>Inneres:</strong> Mittelschiff mit Holzbalkendecke, erhöhter Altarbereich mit Halbrundapsis; Seitenschiffe (ebenfalls flache Holzdecken) durch Pfeilerarkaden abgetrennt, flache Apsiden mit Tabernakel (links) und Madonna (rechts; spanisch-portugiesisch, wohl Anfang 16. Jh.). -Vereinfachende Neugestaltung durch Hirschi und Bott; dabei von Erstausstattungerhalten geblieben:Taufstein (von Leitenstorfer/Knappe 1926), Tabernakeltüren (von Georgii 1930), Kreuzwegstationen (an Wänden) und Apostelfiguren (an Lisenen) in Seitenschiffen (von Baumhauer 1940-42 bzw. 1947); Kruzifix und Mater dolorosa (von Georgii, 1933 bzw. 1934).</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong> Die von Leitenstorfer ursprünglich geplante städtebauliche Einbindung des Kirchenneubaus in öffentlichem Gebäudekomplex (Gemeindeverwaltung, Schule) leider nicht realisiert. Die Eindeutigkeit romanisierender Architektur und herbe Klarheit des basilikalen Innenraums weitgehend der &gt;Neuen Sachlichkeit&lt; angenähert - Anzeichen für die Abkehr vom konservativ-neubarocken Kirchenbau im ersten Viertel des 20. Jh. in München.</p>

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