Name Kath. Filialkirche St. Johann Baptist
Stadtbezirk 13. Bogenhausen
Stadtbezirksteil Johanneskirchen
Straße Gleißenbachstraße 2
Baustil barockisierend
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Keine Kategorie
barockisierend
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe St. Johann Baptist 
Kath. Filialkirche St. Johann Baptist
Kath. Filialkirche St. Johann Baptist Gleißenbachstraße
Bildrechte: Gerhard Willhalm

Bemerkung

Kath. Filialkirche St. Johann Baptist, barockisierte saalartige Chorturmkirche mit Satteldachturm, im Kern 13. Jh., 1688 umgestaltet; mit Ausstattung; Friedhofsmauer, verputzt mit Bogenportal und Stützpfeilern; Friedhof, mit Grabsteinen.

Beschreibung

<p> <strong>St. Johann Baptist</strong> Eine Kirche auf dem seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelten Ostrand der Haidhausen-Bogenhausener Lösszunge erstmals 815 erwähnt: wahrscheinlich erste Pfarr- und Taufkirche (Johannespatrozinium!) der bajuwarischen Ursiedlung Ferin-ga/Föhring. Jetzige Chorturmkirche inmitten einer einst vom Gleißenbachumflossenen Wehranlage auf künstlichem Hügel um 1200 entstanden. Einfacher ungegliederter Bau mit gedrungenem Turm (beide mit Satteldach), dessen Erdgeschoss als Chorraum dient (Südfenster um 1765, in Ostseite Schlitzfenster/Schießscharte erkennbar); Sakristei unter Schleppdach nordöstlich angefügt; Westportal von 1520.</p> <p> <strong>Inneres: </strong>Flach gedeckter Saal mit ungegliederten Wänden (Nordseite mit Resten von Wandmalereien des 14. Jh.?) und gerade geschlossenem Chor, 1688 barockisiert und dabei neben Errichtung der westlichen Portalvorhalle die Fenster zu jetziger Größe erweitert, frühbarocke Stuckierung im Schiff nur als Fenster- und Nischenrahmung, im Kreuzgratgewölbe des Chors reicher, ebenso im Chorbogen; im Scheitel das Wappen des Münchener&nbsp;Patriziergeschlechts der Ridler, die vom 14. Jh. bis 1848 die einstige Hofmark innehatten; im Bogen Hängefigur &gt;Madonna im Rosenkranz&lt; (um 1688). Aufwändiger Hochaltar* von l. Günther, um 1760, ursprünglich Herz-Jesu-Altar, wohl als Säkularisationsgut (aus der Kapelle St. Max im Allgemeinen Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, -»• Ziemssenstraße 1, oder aus St. Maria in Ramersdorf, -&gt; Aribonenstraße 9, die beide Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Seitenaltäre von Günther besaßen), hierher übertragen und dabei den engeren Raumverhältnissen angepasst: Aufbau verkürzt, ursprüngliches Altarbild durch Taufe Christi vom Anfang 19. Jh. ersetzt, Tabernakel 1938 in klassizistischen Formen nach Entwurf von Thamm ergänzt; Seitenfiguren Hll.Zachariasund Elisabeth original; das zugehörige Vorsatzbild mit Ecce-homo-Bild und zwei trauernden Putten jetzt auf rechtem Seitenaltar, den ein Ovalgemälde des 19. Jh. als Josefsaltar ausweist. Ähnlich locker gestaltet der linke Seitenaltar mit Ovalbild Anna und Maria, 19. Jh., zwei Spätrokokoreliquiare und Rokokoschrein mit provinzieller barocker Madonnenfigur, die wohl einst anstelle jener aus dem 19. Jh. stammenden, in der Mitte des von der Decke hängenden Rosenkranzes befindlichen Figur stand. In stuckierter Nische der Südwand Kreuzigungsgruppe von ca. 1520, gegenüber Reste von 1938 freigelegten spätromanischen Wandmalereien (Heilige unter Rundbogenarkaden, Ungeheuer) aus der Erbauungszeit. Über Sakristeitüre &gt;Maria vom guten Rat&lt; (Kopie um 1760/70 des Genazzano-Gnadenbilds aus der ehemaligen Augustinerkirche/Neuhauser Straße). Auf der hölzernen Empore barockes Orgelportativ. Gesamtrestaurierung 1972.</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong> Im Münchener Stadtgebiet einmaliges Ensemble einer weitgehend ursprünglich erhaltenen Wehranlage des 12. /13. Jh. mit qualitätvoller Ausstattung inmitten eines zwar reduzierten, aber immer noch bäuerlich strukturierten Dorfkerns von - nach Brand 1838 erneuerten - Bauernhöfen.</p>

Weitere Bilder
 - St. Johann Baptist

St. Johann Baptist