Name Kath. Wallfahrtskirche St. Anna
Stadtbezirk 18. Untergiesing - Harlaching
Stadtbezirksteil Harlaching
Straße Harlachinger Berg 30
Jahr Baubeginn 1753
Jahr Fertigstellung 1761
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe Kath. Wallfahrtskirche St. Anna 
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Bemerkung

Kath. Wallfahrtskirche St. Anna, rechteckiger Saalbau mit eingezogenem Chor, 1753-61 Umbau einer älteren Kirche; mit Ausstattung; altummauerter Friedhof mit einigen schmiedeeisernen Grabkreuzen.

Beschreibung

<p> <strong>St.-Anna-Wallfahrtskirche</strong> Bereits 1163 archivalisch belegte Kirche, Beeinträchtigungen der spätgotischen Chorturmanlage im 16. und 17. Jh. (1632 durch Schweden ausgeraubt), seit 1653 wieder als Kirche genutzt. Umfassende bauliche Umgestaltung der älteren Kirche und Neuausstattung ab 1753: Kirchenraum 1756 im Wesentlichen fertig gestellt (Benedizierung); die Jahreszahl 1761 über Chorbogen deutet auf Abschluss der Arbeiten; Kirchenweihe 1763 .VoranschlagJ. M. Fischers von 1758 führte wohl zur Annahme, er sei der ausführende Architekt des Umbaus gewesen; dagegen vorgeschlagen Fischers Parlier S. Frey (Lieb 1941), Gießl (Altmann 1990), Fischers Schwager J. B. Gunetzrhainer (Franz Peter 1994). - 1957 Beseitigung der Folgen der Restaurierungen von 1899 und 1933, Innen- und Außenrenovierung 1959 bzw. 1960, Neueindeckung von Kirchen- und Turmdach sowie Farbgebung in Ocker und Weiß 1972/73.</p> <p> <strong>Beschreibung:</strong> Einfacher Baukörper unter Satteldach mit südöstlich angebautem Chorturm, statt der Fischerschen Turmkuppel mit Zeltdach gedeckt. Der rechteckige Gemeinderaum mit Stichkappentonne (gegen den Chor abgemuldet), der quadratische Altarraum mit Hängekuppel; in beiden Räumen zurückhaltende Wandgliederung (Pilas-ter), in Gewölbezone sparsame Stuckornamentik, in den Deckenfeldern zwei Fresken von F. M. Zimmermann: über Altarraum &gt;HII. Anna und Joachim in der Glorie&lt;, über Gemeinderaum &gt;Hll. Anna und Joachim mit dem Kind Maria&lt; (signiert und datiert 1756). Im Rokokohochaltar* (Entwurf l. Günther 1754) das spätgotische Gnadenbild &gt;Hl. Anna selbdritt&lt; (um 1500; eine weitere Anna-selbdritt-Statue im Pfarrhof zu Hl. Kreuz in Giesing); auf beidseitig anschließenden Bögen vergoldete Holzfiguren der &gt;Hll. Joseph« (links) und &gt;Joachim&lt;. Im Chorbogen (links) frühbarocke &gt;Patrona Bavariae&lt;.- Die beiden Seitenaltäre in Wandnischen zu Seiten des Chorbogens eingestellt: ursprünglich 1754 von Günther entworfen, 1757 von unbekanntem Meister verändert ausgeführt unterVerwendung älterer hervorragender Rahmen*, die nach Entwurf von Cuvilliesd.Ä. von Münchener Werkstatt (wohl Sträub) 1744/45 gefertigt wurden; wohl fürstlicheVo-tive aus Vorgängerbau: der Dekor im rechten Altar, gestiftet von Kaiser Karl VII., bringt damalige Kaiserwürde der Wittelsbacher zum Ausdruck. Die für Festtage bestimmten größeren Altarblätter (&gt;Vermählung Mariä&lt; und &gt;Unbefleckte Empfängnis«) heute im Pfarrhof zu HL Kreuz, die kleineren Bilder &gt;HI. Joachim mit Tochter Maria&lt; (links) und &gt;Hl. Anna unterrichtet ihre Tochter Maria&lt; (18. Jh., Maler unbekannt) in situ.- Kanzel 1767 mit zierlicher Rokokoumrahmung nach Entwurf Günthers, gefasst von Stocker.</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong> Stimmungsvoller Rokokoraum unter Beibehaltung der alten Bausubstanz einer mittelalterlichen Dorfkirche.- Die Kirche bildete im 18. Jh. eine enge architektonische Einheit mit dem 1700 ff. durch Freiherrn Max Christoph v. Mayr errichteten, am 18.9.1800 abgebrannten Schloß Harlaching mit seinen ehemals berühmten Gartenanlagen. - Nördlich der Kirche 1865 enthüllter Denkstein für den französischen Landschaftsmaler Claude Lorrain (1600-82), dessen von König Ludwig l. vermuteter Aufenthalt in München nicht verbürgt ist.</p>

Wikipedia

Wikipedia: Wallfahrtskirche_St._Anna_(Harlaching)

<p>Die römisch-katholische Wallfahrtskirche St. Anna im Münchner Stadtteil Harlaching liegt auf einer Nagelfluhplatte dicht am fast 30 Meter steil abfallenden Hang des östlichen Isar-Hochufers oberhalb des Tierparks Hellabrunn. Die heutige Kirche entstand aus einem wohl in der Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals ausgeführten Kirchenbau (lat. ecclesia Hadelaichen) im Kern des damaligen Dorfes, das der Ursprung des heutigen Stadtteils Harlaching ist. Die erste verbürgte Erwähnung des Patroziniums der heiligen Anna, deren Festtag jährlich am 26. Juli gefeiert wird, stammt aus dem Jahr 1524. Reste der ursprünglichen Bausubstanz der Kirche sind im Chor­turm erhalten.</p> <p>Das äußere Erscheinungsbild des im allgemeinen Sprachgebrauch als St.-Anna-Kircherl oder einfach Annakircherl bezeichneten Baus wurde seit der Entstehung wohl nicht wesentlich verändert und erinnert bis heute an eine spätromanische Dorfkirche, im Inneren erwartet den Besucher jedoch ein prachtvoll ausgestatteter Raum im Stil des Rokoko. Neben vielen anderen Kunstschätzen, die der Bau beherbergt, ist besonders das um 1500 entstandene Gnadenbild am Hochaltar zu erwähnen, welches als farbig gefasstes Holzbildwerk die heilige Anna selbdritt darstellt. Heute ist St. Anna eine beliebte Hochzeits- und Taufkirche und im September Wallfahrtsziel.</p>

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