| Name | Schloss Fürstenried |
| Architekt | Effner Joseph |
|---|---|
| Stadtbezirk | 19. Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln |
| Straße | Forst-Kasten-Allee 103 |
| Jahr Baubeginn | 1715 |
| Jahr Fertigstellung | 1715 |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Schloss Fürstenried |
| Personen | Kurfürst Max II. Emanuel König Otto |

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Bemerkung
Schloss Fürstenried (ehem. kurfürstliches Jagdschloss, jetzt Exerzitienhaus), 1715-17 von Joseph Effner. Hauptbau: drei durch niedrige Zwischentrakte verbundene Pavillons. Im 2. Stock des Mittelrisalits Raum mit reichem Stuckdekor der Bauzeit. (Übrige Innenräume mehrfach erneuert).- Vorhof (mit Steinvase), flankiert von langgestreckten Nebengebäuden. Diese sind durch viertelkreisförmige Mauern mit der Einfahrt verbunden, einem Gitter (18. und 19. Jh.) mit von Sandsteinlöwen bekrönten Torpfeilern. Beiderseits davon kubische Pavillons (Nebengebäude). Parallel zum östlichen Hofgebäude ein weiterer Nebenbau von ca. 1880, dem Schlosskomplex angepasst. Im Südosten Gewächshaus mit anschließendem Neurenaissance-Pavillon (um 1880). - Garten südlich des Schlosses, im französischen Stil. Im zentralen Parterre neubarocke Steinplastiken, 1889 von Carl Fischer: Brunnen mit Faungruppe, vier Puttengruppen und zwei Vasen. Gartenmauer mit Blenden an der Innenseite. Eine weitere Mauer umschließt den ganzen Schlosskomplex. Im Garten Bruder-Konrad-Brunnen, 18. Jh., Figur modern, und (im ehem. Schimmelgarten) Delphinbrunnen mit Puttengruppe, wohl um 1715.- Städtebaulich zugehörig die auf das Schloss zuführende Allee, siehe Olympiastraße.
Beschreibung
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Ehemaliges Jagdschloß Fürstenried Von J. Effner 1715-17 an der Stelle der von Ferdinand Joseph Graf v. Hörwarth errichteten Schwaige Poschetsriediür Max Emanuel erbaut; ab 1727 im Besitz der Kurfürstin Maria Amalia (1730-34 Umbauarbeiten, vermutlich durch J. Effner), 1777-97 Witwensitz der Kurfürstin Anna Maria; unter König Max II. und dessen Bruder Adalbert Ausgangspunkt glänzender Jagden; v. a. im >Fors-tenrieder Park<. - Nachdem sich Unterbringung des Prinzen Otto (Bruder von König Ludwig II.) im Schloß Nymphenburg (seit 1871) als unzulänglich erwies und Schloß Ludwigsthal bei Zwiesel ungeeignet war, wurde ab 1880 Schloß Fürstenried für den geisteskranken Prinzen instand gesetzt (dazu Einrichtung von Laboratorien, Telegrafenstation, Räume für eigenes Wachbataillon) und Wiederherstellung des Parks (1885) durch K. Effner. (Otto, ab 1886 König, von 1881 bis zu seinem Tod 1916 in Fürstenried.) -Abermalige Umbauten 1925 in Exerzitienhaus, bei Baumaßnahmen 1972-76 nach denkmalpflegerischen Grundsätzen korrigiert. Beschreibung: Von lang gestreckten niedrigen Bauten (links: Reitstall; rechts: Hofküche) gerahmter Ehrenhof vor dem Hauptbau und den beiden seitlichen kleineren Pavillons (links: Kavaliershaus mit Hu-bertuskapelle; rechts: Kurprinzenbau); zusätzlich eine Reihe von Nebenbauten. Beherrschend der Hauptbau: dreigeschossig mit vorgezogenem dreiachsigen Risalit (im Giebel kurfürstliches Wappen, vonVolpini, 1716) vor zweiachsigen Rücklagen; von seiner einst reichen Innenausstattung (Effner, um 1726) nur noch ein Zimmer im zweiten Obergeschoss erhalten. Die gesamte Anlage auf die rd. 8 km entfernte Frauenkirche ausgerichtet: die durch doppelreihige Lindenallee gefasste Achse (früher Kanal?) heute durch Autobahntrasse zerstört; achsial im östlichen Vorfeld Installation aus sechs Lindenstämmen (von Wiegerling 2001). - Diese Achse auch bestimmend für den rechteckig begrenzten Garten (an der Ostbegrenzung Ziergitter von Houard z.T. erhalten); westlich des Hauptbaus streng symmetrischer französischer Garten von Gi-rard (1715/16), um 1885 von K. Effner wiederhergestellt und durch Steinbildwerke (von C. Fischer, 1889) bereichert; südlich angefügt ein englischer Landschaftsgarten (K. Effner). Nordwestlich davon Wirtschaftsgebäude, darunter das ebenerdige Gebäude der Schwaige (18. ]h.): Satteldachbau mitabgewalmtemZwerchhaus. Bedeutung: M Schloß Nymphenburg erinnernde symmetrische Gruppierung einzelner Baukörper, jedoch in Ausmaß und Gestaltung bescheidenere Anlage. Nach Verbauung der Sichtschneise zwischen Schloß Nymphenburg und Schwabing in der Achse des (östlichen) Kanals einzig in München erhaltenes Beispiel einer barocken übergreifenden Raumordnung (vgl. ursprüngliche Anlage auf Gemälde von Beich in Schloß Nymphenburg).</div>
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<strong>Nachtrag 2009</strong></div>
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In Kooperation mit dem Exerzitienhaus der Erzdiözese München und Freising finden seit 2007 im Schloß die Kurse, Konzerte und Workshops der 2002 gegründeten Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters statt. Deren Ziel ist das Erlangen von Orchesterpraxis unter professionellen Bedingungen.</div>
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