Name Ludwigsbrücke
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Lehel
Straße Ludwigsbrücke
Jahr Baubeginn 1934
Jahr Fertigstellung 1935
Kategorie Verkehr & Infrastruktur
Brücke
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Brücke  
Suchbegriffe Ludwigsbrücke 
Ludwigsbrücke
Ludwigsbrücke Ludwigsbrücke
Urheber: Wikipedia gemeinfrei

Bemerkung

Ludwigsbrücke; über beide Isararme, 1934-35 erneuerte Bogenbrücke; an der Westseite drei (ehemals vier) steinerne Pylonen mit Figuren, Feuerschalen und Gedenkinschrift-Tafeln, 1890-92 vom Bildhauer Syrius Eberle.

 

  • Generalsanierung ab März 2022 - Mitte 2025

Beschreibung

<p>Bis zum Beginn des 19. Jh. einziger Isarübergang im (heutigen) Stadtgebiet: die Ufer an Stadtseite und Gasteig durch &gt;innere&lt; Brücke über die sog. &gt;Große Isar&lt; (westlich) und &gt;äußere&lt; Brücke über die &gt;Kleine Isar&lt; (östlich) verbunden, dazwischen die ursprüngli-che Sandbank der seit 1813 bzw. 1899 befestigten —&gt; Museumsinsel. (Heute 25 Brücken und Stege im gesamten Stadtgebiet)</p> <p><strong>Geschichte:</strong> Durch Abt ElIinger von Tegernsee angeblich 1. Brücke bereits 1035-38 geschlagen, z. Z. Heinrichs des Löwen zwei Drittel des Ostwestverkehrs an sich gezogen; in Gründungsurkunde der Stadt 1158 als »Yser prucken erwähnt, dann urkundlich 1288 und 1338, im Stadtrechtbuch 1347 als Holzbrücke beschrieben — durch immer wiederkehrende Hochwasser oftmals zerstört. Anfang 15. Jh. an Stadtseite kleiner Torturm erwähnt, 1517/19 zu Deckungswerk (Roter Turm) vergrößert (von Polack bemalt), beim Bauernaufstand 1705 hart umkämpft, 1796 von Franzosen schwer beschädigt, danach abgebrochen (&gt; Befestigung, S. 27).” Die innere Brücke 1750-52 in Steinkonstruktion errichtet, ebenso die äußere Brücke 1760-67 (durch I. A. Gunetzrhainer); diese beim Hochwasser 1813 zur Hälfte zerstört. Pläne für Neubau bereits 1809 vom städtischen Flussbaumeister Wiebeking vorgelegt, nach Hochwasserzerstörung Projekt für eiserne Röhrenbrücke von Klenze und Reichenbach (1818/20); Neubau ab 1823 in Stein von Klenze (mit Stadtbaumeister Probst), 1828 dem Verkehr übergeben: seitdem &gt;Ludwigsbrücke&lt; genannt. Beide Brücken 1890/92 durch Verbreiterung und Verstärkung dem steigenden Verkehr angepasst und mit skulpturalen Schmuck (1891/92; Konzept: C. Hocheder) versehen: an beiden Brückenköpfen je zwei steinerne Pylonen (von gusseisernen Feuerschalen bekrönt), auf vorgesetzten Halbrundsockeln allegorische Sitzfiguren (um 1894/95): &gt;Flößerei&lt; (von Kaufmann), &gt;Industrie( (von Eberle), &gt;Fischerei&lt; und &gt;Kunst( (von Hahn bzw. Kaufmann, beide zerstört; &gt;Kunst&lt; neu: s. u.)</p> <p><strong>Heutige Brücke:</strong> Im Zug des Straßenausbaus vom Stadtkern zur neuen Autobahn nach Salzburg Neubau der beiden Brücken 1934-35&nbsp;tion), die äußere mit zwei Dreigelenkbogen (in Rahmenkonstruktion), beide in Stahlckenkopf versetzt; im Krieg schwer beschädigt: zwei davon (Flößerei und Industrie) restauriert, am Pylon mit Flößerei Gedenktafel an Brückenverbrennung und Gründung Münchens 1158; der einzeln an Nordseite stehende Pylon mit neuer Figur &gt;Kunst&nbsp;(von E. Dietz 1979). Am Abgang zur östlichen Fußgängerunterführung bronzene Sitzfigur &gt;Bukolika&lt; (von Martin&nbsp;Mayer 1984).</p>

Quellen

Ludwigsbrücke
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Ludwigsbrücke, an der Stelle jener ersten Isarbrücke, der die Stadt München ihre Entstehung eigentlich verdankt. (Für die Lage jener ursprünglichen von Herzog Heinrich dem Löwen nach der Zerstörung der Uberföhringer Brücke 1157 erbauten Brücke war sicher nicht allein die kürzeste Linie zwischen dem schon längst vor München bestehenden Haidhausen und der neuen Stadt maßgebend, sondern auch der Umstand, daß gerade diese Linie die wenigsten technischen Schwierigkeiten bot, weil hier der Fluß durch eine Insel (Kohleninsel) in 2 Arme sich teilt, und wahrscheinlich vorher schon ein provisorischer Uebergang zwischen Haidhausen und dem ebenso alten Sendling und Schwabing bestand [B 03].

Jetzige „Ludwigsbrücke“, errichtet 1890/92 als älteste der derzeitigen Brücken. Die innere Brücke (gegen die Stadt zu), aus Haustein, überspannt in 3 Korbbögen von je 13,30 m Spannweite und 3,47 m Pfeilhöhe die „große11 Isar, die äußere Brücke aus Beton mit Hausteinverkleidung in 4 Segmentbögen von je 16,06 m Spannweite und 2,35 m Pfeilhöhe die „kleine“ Isar. Die nutzbare Breite mit Fahrbahn und 2 Gehwegen beträgt 17,10 m (BAJ 763],

Reich verzierte Pylonen (mit den Bronzeplastiken der Allegorien von Industrie, Handel, Fischerei und Kunst), Kandelaber und Balustraden „erwecken den Eindruck einer dekorierten Straße — und wie ein Straßenbild, weniger eine Brücke, erscheint das Ganze [KH 96[“.

Die Isar- oder Ludwigs-Brücke
Nagler - Acht Tage in München (1863)

Die Isar- oder Ludwigs-Brücke wurde am 3. Mai 1828 dem Verkehr übergeben. Am 13. September 1813 stürzte die alte, erst seit 1789 bestehende Brücke ein, und es mußte daher eine hölzerne Nothbrücke errichtet werden. Den Plan zu der Baurath Probst, L. von Klenze lieferte die Zeichnung zu den eisernen Geländer - Verzierungen. Am 27. Mai 1823 wurde der Grundstein gelegt, und die Gemeinde verwendete 391,716 ft 8 kr. darauf. Bis zur Tilgung der Ausgaben bewilligte König Maximilian I. durch Rescript vom 27. Juni 1822 einen Bierpfennig. Ein solcher wurde aber schon 1730 zum Bau der ersten steinernen Brücke bewilliget. Die neue Brücke ist 347' lang und 40' breit.

Die innere Isarbrücke datirt aus der Zeit von 1789—1766. Zum Schutze derselben diente der sogenannte rothe Thurm, welcher beim Bombardement von 1796 durch den Prinzen Cond« beschädiget, und dann abgebrochen wurdL. Das links an der Brücke stehende Wirthshaus hat daher den Namen des Thurmwirthes,

Ludwigsbrücke
München und seine Bauten (1912)

Die Ludwigsbrücke, gleichfalls als innere und äußere Brücke durchgeführt, erscheint bereits im Jahre 1156—1158 als die bekannte, von Heinrich dem Löwen erbaute Jsarbrücke. Im Laufe der Zeit machte sie manche Wandlung durch und erhielt in den Jahren 1890—1892 ihre jetzige Gestalt. Die innere Brücke aus Haustein überspannt in drei Korbbögen von je 13,30 in Spannweite und 3,47 hl Pfeilhöhe die große Isar, die äußere aus Beton mit Hausteinverkleidung in vier Segmentbögen von je 16,06 in Spannweite und 2,35 in Pfeilhöhe die kleine Isar. Die nutzbare Breite zwischen den Geländern beträgt 17,10 m, wovon auf die Fahrbahn 9,60 in, auf die beiden Gehwege je 3,75 m treffen.

Ludwigsbrücke, mit einem Bogen über die sog. Große Isar und zwei Bögen über die sog. Kleine Isar, in Eisenbetonbauweise mit Werksteinverkleidung, 1934/35; von der Vorgängerbrücke übernommen drei (ehemals vier) steinerne Pylonen mit Figuren, Feuerschalen und Gedenkinschrift-Tafeln, vom Bildhauer Syrius Eberle, 1890-92, an der Westseite.

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Weitere Bilder
Gerhard Willhalm - Gedenktafel - Ludwigsbrücke

Gedenktafel - Ludwigsbrücke

Gerhard Willhalm - Gedenktafel - Ludwigsbrücke

Gedenktafel - Ludwigsbrücke

Gerhard Willhalm - Sitzallegorie der Kunst - Ludwigsbrücke

Sitzallegorie der Kunst - Ludwigsbrücke

Gerhard Willhalm - Sanierung der Ludwigsbrücke

Sanierung der Ludwigsbrücke

Gerhard Willhalm - Muse der Kunst mit bronzener Nike

Muse der Kunst mit bronzener Nike

Gerhard Willhalm - Sitzallegorie - Industrie

Sitzallegorie - Industrie

Gerhard Willhalm - Allegorie - Flößerei

Allegorie - Flößerei

Gerhard Willhalm - Sanierung der Ludwigsbrücke

Sanierung der Ludwigsbrücke

Gerhard Willhalm - Behelfsbrücke (Ludwigsbrücke)

Behelfsbrücke (Ludwigsbrücke)

Gerhard Willhalm - Behelfsbrücke (Ludwigsbrücke)

Behelfsbrücke (Ludwigsbrücke)

Gerhard Willhalm - Abbau der Behelfsbrücke

Abbau der Behelfsbrücke

Gerhard Willhalm - Muse der Kunst mit bronzener Nike

Muse der Kunst mit bronzener Nike

Gerhard Willhalm - Sitzallegorie - Industrie

Sitzallegorie - Industrie

Gerhard Willhalm - Allegorie - Flößerei

Allegorie - Flößerei