| Name | Alte Kath. Pfarrkirche St. Georg |
| Stadtbezirk | 21. Pasing-Obermenzing |
| Stadtbezirksteil | Obermenzing |
| Straße | Dorfstraße 37 |
| Jahr Baubeginn | 1430 |
| Jahr Fertigstellung | 1440 |
| Sakral | katholisch |
| Kategorie |
Religiöse Bauwerke Kirche |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Unterkategorie | Kirche |
| Suchbegriffe | Alte Kath. Pfarrkirche St. Georg |

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Bemerkung
Alte Kath. Pfarrkirche St. Georg, um 1430/40, 1610 Turm und Sakristei; mit Ausstattung.
Beschreibung
<p><strong>St. Georg</strong> Als Filialkirche von Aubing 1315 erstmals erwähnt (Fundamente vielleicht 9. Jh.); 1881 an Pfarrei Pasing, 1919 selbstständige Expositur, 1922-24 Pfarrkirche von Obermenzing, nach Neubau von Leiden Christi (-^ Grandlstraße 2) in dieser Funktion abgelöst. Heutige Kirche nach Umbau (Anfang 15. Jh.) der spätromanischen Kirche Erhöhung des Langhauses und Verlängerung nach Westen sowie Einwölbung des quadratischen Chorraums - geweiht 1444, möglicherweise etwas früher (Stiftung von drei Altären 1433 durch Herzog Albrecht III.). Weiterer Umbau 1610 durch Anfügen einer kleinen Westkapelle sowie Aufsetzen des achteckigen Turmobergeschosses und, 1677-79, des kombinierten Spitzhelms mit Zwiebel (wohl nach Viscardi). Im 2. Weltkrieg leicht beschädigt, 1969-73 restauriert und saniert.</p>
<p><strong>Beschreibung:</strong> Satteldachgedecktes Langhaus mit niedrigerem rechteckigen Choranbau; an seiner Ostseite dreigeschossiger Turm mit viertem oktogonalen Obergeschoss. - Das <strong>Innere </strong>einfacher flach gedeckter Saalraum, an Ostwand gotischer Chorbogen mit 1972 freigelegten Wandmalereien: >Jüngstes Gericht< (frühes 17. Jh.; 1771 renoviert), darunter, beiderseits der Kämpferhöhe des Bogens, Reste spätgotischer Malereien (links:) Hll. Barbara und Katharina, (rechts:) Hll. Helena und Konstantin, die sich auf die in der ersten Hälfte des 15. Jh. erwähnten Seitenaltäre Hl. Katharina und Hl. Kreuz beziehen könnten. Im Chorraum ebenfalls freigelegte spätgotische Wandmalereien: an Stirnwand über Altar >Christus Pantokrator< in Mandorla und jüngstes Gericht< an den beiden Seitenwänden (in mehreren Reihen übereinander) Heilige und deren Martyrien sowie Szenen aus dem Leben Christi (verblasst); im Gewölbe >Marienkrönung<, von vier Evangelistensymbolen umgeben.-Unter der Empore spätgotisches Marienbild von (namentlich nicht genanntem) Maler aus Dachau, an Emporenbrüstung freigelegt barocker Bilderzyklus >Christus und zwölf Apostel <. Auf linkem Se/fena/tarspätgotische Statue des >Gegeißelten Heilands<, auf rechtem neugotische Figur >Hl. Georg<; an Nordwand >Kreuzigung< mit Maria und Johannes (wohl Mitte 15. Jh.).</p>
<p><strong>Bedeutung:</strong> Spätromanisch-frühgotisch, von der Bauwelle im 15. Jh. nicht erfasster Typus einer Chorturmkirche, charakteristisch für Dorfkirchen im westlichen Umraum Münchens. Durch Auflassen des umgebenden Friedhofs 1913 (bei Erhalt der Kirchhofmauer) und baulichen Veränderungen Isolierung des Sakralbaus und Zerstörung des Kerns eines ursprünglich organisch gewachsenen Bauerndorfs.</p>