Name Regierung von Oberbayern
Architekt Bürklein Friedrich  
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Lehel
Straße Maximilianstraße 39
Jahr Baubeginn 1856
Jahr Fertigstellung 1856
Baustil Historismus (Maximilianstil)
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Expressionismus
Historismus
Maximilianstil
Regierung von Oberbayern
Regierung von Oberbayern Maximilianstraße
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=10659'>Regierung von Oberbayern</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>
Regierung von Oberbayern
Regierung von Oberbayern Maximilianstraße
Urheber: Reber - Bautechnischer Führer durch München (1876)

Bemerkung

Regierung von Oberbayern, Monumentalbau im Maximilianstil, 1856-64 von Friedrich Bürklein, nach Kriegsschäden 1948-53 durch das Landbauamt München mit veränderter Innengestaltung wiederaufgebaut; östlich anschließend eine Pergola aus Stein als Überleitung zu Nr. 43.

Beschreibung

<p><strong>Regierung von Oberbayern</strong> An Nordseite des Forums als erster &gt;Staatsbau&lt; bei Anlage der -&gt; Maximilianstraße nach Plänen von Bürklein errichtet: Auftrag 1854, Grundsteinlegung 28.1 1.1856 (45. Geburtstag von König Max II.), 1859 Rohbau fertig; 1860-62 Baueinstellung wegen fehlender Geldmittel, 1863-64 endgültige Vollendung und Einzug der Regierung (ab 1808 im ehemaligen Landschaftsgebäude am Marienplatz untergebracht; -&raquo;&bull; Neues Rathaus, Marienplatz 8). Bei Bombenangriff (24.725.4.1944) völlig ausgebrannt, wieder aufgebaut 1948-53 unter neu gestalteter Hinterbauung der stehen gebliebenen Fassade, jedoch durch Einfügung eines zusätzlichen Stockwerks und Entfernung des Stabwerks in den hohen Spitzbogenfenstern des Hauptgeschosses; Wiederherstellung der Arkaden des Westflügels (analog zu denen des Ostflügels). Renovierungsarbeiten an der mit Terrakottasteinen verkleideten Fassade seit 1995, nachdem bereits Ende der 1980er Jahre Schädigungen infolge unsachgemäßer Restaurierung nach dem Krieg (Ersatz der Terrakotten durch nachgegossene Betonsteine, Korrosion der Stahlanker) zutage getreten waren. Anfang der 1990er Jahre Sanierung einer Musterachse: daraus Entwicklung eines Konzepts, nach dem an der rund 175 m langen und bis zu 29 m hohen Fassade in fünf Bauabschnitten an die 30 000 Terrakottasteine auszuwechseln bzw. zu sanieren sind (Beginn 1999, Abschluss voraussichtlich 2008).</p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Breit gelagerte, mit hellen Terrakotten verkleidete Fassade (wie ursprünglich als Spezifikum des Maximilianstils auch an Fronten von Privathäusern vorgesehen); der 17-achsige Hauptbau (mit dreiachsiger erhöhter Mitte) beiderseits flankiert von Sechsecktürmen; an diese niedrigere Seitenflügel mit offenen Arkaden (je fünf Achsen) sowie dreiachsige Kopfbauten angefügt; an westlichem entlang dem Altstadtring gegen Norden einfacher gestalteter Anbau. Die Stockwerksteilung aus hohem So-ckelgeschoss mit Spitzbogenarkaden, darüber, als &gt;Triforium&lt;, ein Mezzanin, mit fünfteilig gekuppelten Fenstern (die beiden äußeren blind); über profiliertem Gesims hohe spitzbogige &gt;Kathedral&lt;-Fenster mit drei bzw. zwei Stockwerken dahinter; Abschluss durch Bogenfries auf Konsolen und niedrige Balustrade. Auf Mittelbau und den zwei Sechsecktürmen drei allegorische Statuen der Weisheit, Gerechtigkeit, Klugheit (von Halbig).</p> <p><strong>Bedeutung:</strong> Im Wandaufbau Projektion des Innern von gotischen Kathedralen auf Außenwand: Arkaden -Triforium - Hochschifffenster, mit ursprünglich stabwerk-artiger Vertikalteilung (beim Wiederaufbau entfernt).Typisches Beispiel für &gt;Maximilian-stil&lt;, bei dem formale Motive der Eisenkonstruktion auf Steinbau in &gt;gotische&lt; Formen übertragen wurden.</p>

Quellen

Kgl. Regierung von Oberbayern
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Kgl. Regierung von Oberbayern, Maximilianstr. 14. Ein interessanter Bau, jedenfalls der beste aus der Zeit des gotisierenden „Maximiliansstils“ und reizvoll durch seine Terrakottazierformen; erbaut 1856—59 bezw. 1864 von Bürklein. Hauptfassade mit Terrakottaverkleidung (für die eigens eine Fabrik angelegt wurde), 2 hohe Stockwerke vortäuschend, während in Wirklichkeit deren mehrere sind. „Daß den Bedürfnissen einer solchen Schreiberkaserne, die vor allem eine Unzahl Fenster brauchte, natürlich eine Menge Zugeständnisse gemacht werden mußte, die der Monumentalität des Baues im Wege stehen, ist selbstverständlich ; von einer Durchführung der Bauformen der Fassade im Innern konnte keine Rede sein — deren Verwendung zu bloßer Dekoration tritt darum überall hervor [P 191]“. Auf dem Mittelbau die Statue der Gerechtigkeit (von Halbig), auf den 2 Türmen 2 Terrakottafiguren der Weisheit und Klugheit [Bb 129, SB 99,14]

Regierungsgebäude
Reber - Bautechnischer Führer durch München (1876)

Dieses Gebäude, das die Bureaux der k. Regierung von Oberbayern enthält, befindet sich in der Maximiliansstrasse (No. 14). Der Bau, vollendet im Jahre 1864, ist von Bürklein entworfen und ist dadurch von Interesse, dass an demselben die Ideen des sogen. Maximiliansstyles am konsequentesten zur Entwicklung gelangt sind (vgl. die einleitende Baugeschichte). Die ganze Fronte gegen die Maximiliansstrasse hat eine Terrakottaverkleidung erhalten, zu deren Herstellung ein eigenes Etablissement gegründet worden war. Die Ausstattung und Ausbildung des Innern entspricht dem Aeussern nicht; trotz grossartiger räumlicher Anlage des Hauptstiegenhauses ist wegen nicht genügender architektonischer Ausbildung und allzugrosser Magerkeit der Einzelnheiten keine bedeutende Wirkung erzielt (vgl. Plan und Facade Fig. 19 und 20).

Das k. neue Regierungsgebäude
Nagler - Acht Tage in München (1863)

Das k. neue Regierungsgebäude befindet sich an der Maximiliansstraße, dem bayerischen National-Museum gegenüber. Es wurde nach dem Plane des Oberbaurathes Bürklein im italienisch-gothischen Style erbaut, aber mit so vielen Modifikationen, daß das Gebäude ein originelles Ansehen gewinnt. Die mit Vorsetzsteinen geschmackvoll bedeckte Facade wird mit Figuren geziert, die auf Lonsolen ruhend den großartigen Flächen Abwechslung gewähren. An der östlichen Seite führt ein Portal nach der St. Anna-Vorstadt. Die Eröffnung soll im Herbst des Jahres 1863 stattfinden.

 

Weitere Bilder
Gerhard Willhalm - Regierung von Oberbayern

Regierung von Oberbayern

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