Name Kath. Kirche Hl. Kreuz
Stadtbezirk 22. Aubing-Lochhausen-Langwied
Stadtbezirksteil Lochhausen
Straße Freihamer Allee 24
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe Kath. Kirche Hl. Kreuz 
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Bemerkung

Kath. Kirche Hl. Kreuz, einschiffiger Bau des 15. Jh., im 17./18. Jh. umgebaut; mit Ausstattung; Friedhof um die Kirche, mit Grabsteinen, 17.-20. Jh.

Die katholische Kirche Heilig Kreuz an der Freihamer Allee 24 zählt zu den bedeutenden historischen Sakralbauten im Münchner Westen. Umgeben von einem rechteckigen, ummauerten Friedhof, erreicht man die Kirche über ein Tor an der Ostseite entlang der Freihamer Allee.

Die erste urkundliche Erwähnung der Freihamer Kirche stammt aus dem Jahr 1315. Der heutige einschiffige Bau mit seinem markanten Westturm entstand überwiegend in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Von der ursprünglichen Ausstattung hat sich jedoch nichts erhalten.

Im frühen 17. Jahrhundert wurde die Kirche erstmals umfassend umgebaut. Dabei erhielt das Langhaus seine bis heute prägende frühbarocke Gestaltung mit Rundbogenfenstern und einem stuckierten Holzlattengewölbe. Besonders stark wird das Erscheinungsbild jedoch durch die Rokokozeit des späten 18. Jahrhunderts geprägt. Aus dieser Epoche stammen unter anderem der Hochaltar, die Seitenaltäre, die Kanzel sowie die Apostelfiguren an der Südwand des Langhauses. Eine Datierung im Chorbogen verweist auf das Jahr 1781. Auch der Turm wurde in dieser Zeit um das Glockengeschoss und den charakteristischen Spitzhelm erhöht.

Im Jahr 2016 erfolgte im Auftrag der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung eine umfassende denkmalgerechte Sanierung der Kirche. Dabei wurden unter anderem eine neue Glocke gegossen sowie neue Turmuhren angebracht. Die rekonstruierte Farbgestaltung des Turms mit weißen Flächen und ockerfarbener Gliederung orientiert sich am historischen Zustand um 1800.

Besonders bemerkenswert ist zudem die pneumatische Siemann-Orgel auf der Empore, die im Jahr 1913 erbaut wurde und über sechs Register verfügt.

Die frühbarocken Seitenaltarretabel der Kirche befinden sich heute in der katholischen Kuratiekirche St. Ulrich in Wangen bei Starnberg.

Beschreibung

<p><strong>Heiligkreuz </strong>Kirche des bereits 1190 erwähnten Edelsitzes &gt;Friheim&lt;, seit 1676 Hofmark.</p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Wuchtiger Westturm (Mitte 15. Jh.) mit Blendgliederung und zweiteiligem Spitzhelm; das niedrige Langhaus mit Satteldach in 3/8-Chor mit Strebepfeilern übergehend; an Südseite Sakristei und Vorhalle angebaut.</p> <p><strong>Inneres:</strong> Zweijochiger Hauptraum und zweijochiger Chor, frühbarock verändert (geometrischer Modelstuck um 1620), bei Umgestaltung 1781 Verlust der älteren Ausstattung (heute z. T. in Pfarrkirche von Wangen (Lkrs. Starnberg); 1969/70 renoviert. Ausstattung Spätrokoko: /-/oc/ia/farmit Kreuzigungsgruppe, flankiert von den Hll. Konstantin und Helena (in sog. &gt;Porzellanfassung&lt;: Ankündigung des frühen Klassizismus); das modern überarbeitete Altarblatt vielleicht von Kirzinger. In den Seitenaltären Hl. Leonhard (links) und Schmerzensmutter (rechts) in hervorragend geschnitzter Altararchitektur*. Im Altarraum zwei Reliefs: &gt;Predigt des Hl. Johannes&lt; und &gt;Tod des Hl. Nepomuk&lt;; im Hauptraum Apostelfiguren.</p> <p><strong>Bedeutung: </strong>Seltenes Beispiel eines in Anlagen und Gebäuden erhaltenen Edelsitzes im Großraum München mit Ökonomie, Schlößchen und Kirche.</p>