| Name | Haus des deutschen Ostens |
| Architekt | Hocheder Carl |
|---|---|
| Stadtbezirk | 5. Au-Haidhausen |
| Stadtbezirksteil | Untere Au |
| Straße | Am Lilienberg 5 |
| Jahr Baubeginn | 1749 |
| Jahr Fertigstellung | 1751 |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Haus des deutschen Ostens Landratsamt Benediktinerinnenkloster |

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Bemerkung
Ehem. Benediktinerinnenkloster "Lilienberg", dann Landratsamt, jetzt Haus des Deutschen Ostens, langgestreckter, dreigeschossiger Walmdachbau mit drei Zwerchgiebeln, Barock, von Lorenz Sappel, 1749-51, Fassadenumgestaltung von Carl Hocheder, um 1890, Vereinfachung 1929.
Beschreibung
<p>Nordflügel des ehemaligen Benediktinerinnen-Priorats Lilienberg ob der Au.</p>
<p><strong>Geschichte: </strong>1692 Erwerb einer durch den Hofbrunnknecht Gaisreiter 1673 errichteten und 1682 durch Klause erweiterten hölzernen Eccehomo-Ka-pelle samt Grundstück durch Bürgermeister]. M. v. Alberti. 1693 Bau einer kleinen -wegen mangelhafter Fundamentierung bald wieder gefährdeten - Klosteranlage. 1700-02 Neubau einer queroblongen Achteckkirche (mitTambour und Kuppel) zur Unbefleckten Empfängnis Mariä< (Weihe 16.10.1705), vielleicht nach Plänen vonViscardi (Architektur) und J. A. Wolff (Ausstattung) sowie eines linken Flügelbaus mit Klausur für sechs Laienschwestern. 1711 Ergänzung durch rechten Flügelbau zu symmetrischer Anlage, zu Ehren des Stifters >Albertisches Haus< genannt. 1715 Besiedelung mit Benediktinerinnen und Erhebung zum Priorat (unter Aufsicht der Abtei Andechs). Nach Brand 1718 Wiederherstellung und 1724 Einbeziehung in den Burgfrieden. 1749-52 Erweiterung von Kirche (Chor, Sakristei, Turm?) und Kloster (Eckrisalite am Albertischen Haus sowie Neubau von Priorat und Klausur, nördlich anschließend) vielleicht durch Stadtmaurermeister Sappel. 1802 säkularisiert, 1803-05 als Amtsgebäude adaptiert: Im südlichen Altbau Einrichtung des Forstamts (bis 1827) und Landgerichtsgefängnisses (so genannte Eisenfronfeste) in der profanierten Kirche, 1904 aufgelassen, 1908 abgebrochen; der noch existierende nördliche Neubau von 1749-52 seit 1805 als Landrentamt (bis 1903), Bezirksamt (1862-1938) bzw. Landratsamt (1938-56) und Beamtenwohnungen (bis 1927) genutzt. 1969/70 restauriert, am 24.9.1970 Eröffnung als >Haus des deutschen Ostens<.</p>
<p><strong>Beschreibung:</strong>LanggestreckterTrakt zu 20 Achsen, durch leichten Vorsprung des sechsachsigen Mitteltrakts in drei Abschnitte mit je drei Geschossen gegliedert; der linke Flügel dem Isarhangfolgend nach Osten abknickend, jeein Portal in den Seitenflügeln. Neben häufigen Umbauten im Inneren entsprechend den wechselnden Nutzungsbedürfnissen weitgehende Sanierung 1891/92 durch Landbauamt (Architekt: Adelung), wobei dem schmucklosen Gebäude durch vier Giebel an Nord-und Westseite und eine der Risaliteinteilung folgende bewegtere Dachformung sowie neue Portalgestaltung ein betont barockisierender Zug verliehen wurde.</p>
<p><strong>Bedeutung:</strong> Letzter unscheinbarer Rest der jüngsten Klostergründung im Alten München.</p>