Name Architekturmalerei - Lloyd-Versicherung
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Kreuzviertel
Straße Frauenstraße 28
Jahr Baubeginn 1870
Jahr Fertigstellung 1870
Kategorie Wohnbauten
Mietshaus
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Mietshaus  
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Beschreibung

<p><strong>Architekturmalerei </strong>Eine im Auftrag der Lloyd-Versicherung von Haas 1978 mit illusionistisch gemalten Architekturmotiven gestaltete Fassade.</p> <p><strong>Beschreibung:</strong> Übertragen der tektonischen und dekorativen Elemente der realen Fassade an der Frauenstraße auf die Schmalseite an der Zwingerstraße: der gemalte, reich dekorierte Erker (Schrifthinweis auf Auftraggeber) über illusionistisch geöffneter Toreinfahrt (mit Einblick in irrealen Arkadenhof) beiderseits gerahmt durch eine viergeschossige Fensterachse über rustiziertem Erdgeschoss; über Konsolgesims gemaltes Walmdach.</p> <p><strong>Bedeutung: </strong>Das erste Werk des New Yorkers Haas außerhalb der USA mit der für seine Architekturmalerei charakteristischen Trompe-l ceil-Technik. Im Gegensatz zu den antiarchitektonischen &gt;Wallpaintings&lt; (z. B. Chicago, Berkeley, Amsterdam, Bremen, Düsseldorf, Berlin) sind Münchener Gestaltungen stark an architektonischer Struktur des Trägerbaus orientiert: damit Wiederaufnahme einer für München seit dem späten Mittelalter bezeugten Gepflogenheit der Fassadenmalerei: z. B. die (wiederhergestellten) Malereien im -&gt; Alten Hof (1444 bzw. 1470/80) oder der nur schriftliche Hinweis auf Bemalung der Tortürme durch Polack (1488); erhalten die Architekturmalerei des ehemaligen Stadtschreiberhauses (-&gt;&bull; Burgstraße 5) aus der Renaissance, die Bemalung der Residenz und des Kaiserhofs um 1619 (vereinfacht nachgestaltet 1958, -&gt; S. 265), aus dem Barock die weitgehend rekonstruierte Bemalung des &gt;Asam-Schlössls&lt; (-&raquo; Maria-Einsiedel-Straße 45). Im Spätbarock und Rokoko Übergang zu figürlicher Stuckierung (beim &gt;Asam-Haus&lt;, -&gt;&bull; Sendlinger Straße 34), während im 19. Jh. Fassadenbemalung nahezu zum Erliegen kam. Erst gegen Ende 19. Jh. entstanden zumeist monumentale Bemalungen (wie die der drei &gt;Fürstenhäuser&lt; in der Schellingstraße durch F. Wagner 1889, zerstört 1944) oder mehr ornamentale Lösungen (wie am Neuen Justizgebäude, -*&bull; Prielmayerstraße 5,oder am Jugendstilwohnhaus-&gt;Ainmillerstraße 22). Kann man bei Haas von reiner&nbsp;Architekturmalerei sprechen, sind in der Regel zeitgenössische Fassadenmalereien entweder dem Illusionismus des amerikanischen &gt;Wallpainting&lt; oder der oberbayerischen &gt;Lüftlmalerei&lt; verpflichtet-wie Passage Falkenturmstraße8C 979/80), Wurzerstraße 7 (1979/80, beide von Gottstein und Drever), Ecke Sparkassen-/Münzstraße (1988, von R. Dietz), am Isartorplatz im Innenhof des &gt;Riegerblocks&lt; (1994, von dem Mittenwalder Lüftlmaler Pfeffer), am Umspannwerk Elisabethplatz (1994, M. Müller, genannt WON).</p>