| Name | Galeriestraße |
| Stadtbezirk | 3. Maxvorstadt |
| Straße | Galeriestraße |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Galeriestraße |

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Beschreibung
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Anstelle des ursprünglichen >Rampart-Wegs< der Wallanlagen des 17. Jh. erstmals auf Sckell-Plan für Gestaltung des Geländes vor Schwabinger Tor (1815) namentlich eingetragener Straßenzug »Gallerie-Straße« entlang den Nordarkaden des Oberen Hofgartens (mit Galerie-Gebäude, -» Galeriestraße 4); auf älteren Plänen (Thurn/A. Gärtner 1804/07; Generalplan 1812) und bei Klenze-Plan für Odeonsplatz (1816 und 1817) zwar Straße angedeutet, aber ohne Namensnennung. Ursprünglich endend bei Hofgartenkaserne, im Verlauf des 19. Jh. ostwärts verlängert bis Wagmüllerstraße; seit Durchbruch des Altstadtrings (1968-71) zu Sackstraße verkürzt. Gegenüber der Straßenbebauung durch Galeriegebäude seit 1952 Zugang zum Finanzgarten (so genannt seit 1875, vorher >Palais-Garten< beim Prinz-Karl-Palais, -> Franz-Josef-Strauß-Ring 5), im Gewölberest der (Theatiner-)Bastion Gedenkbrunnen für Heinrich Heine: Bronzefigur »Große Sitzende<(>Nausikaa<)vonT. Stadier (1962) als Reminiszenz an »Loreley«. Auf derselben Seite nach Osten anschließend die Harmlos-Wiese als Übergang zum -> Englischen Garten: hier Marmorstatue des >Harmlos<(von F. J. Schwanthaler, 1803), anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Öffnung des Englischen Gartens gestiftet; mehrmals mutwillig beschädigt, nun durch Kopie ersetzt (Original im Residenzmuseum, -> S. 275, Raum 80). Bebauung entlang der Nordarkade des -> Hofgartens im 2. Weltkrieg z. T. schwer getroffen; das Galeriegebäude vereinfacht wieder aufgebaut (1952), die Ruinen der ostwärts anschließenden Gebäude (s.u.) zwischen 1945 und 1951 beseitigt (bis auf 13 Joche der Arkade: seit 1993 unter Stahl-Glas-Konstruktion konserviert). Bis zu Kriegszerstörungen hier drei Bauten: das Nordtor des Hofgartens in der Achse des sog. Leibregimentswegs, 1802/03 als Zugang zu Harmlos-Wiese/Englischem Garten, von Klenze 1838-40 umgebaut, bekrönt mit Statuen >Athena< und >Ro-ma< (von J. E. Mayer, um Anf. der 1840er Jahre). Daneben Hofgartenbrunnhaus von Klenze, der 1845-46 durch Umbau, Erweiterung und Aufstockung des Wasserturms ein Brunnhaus ersetzte, das Herzog Maximilian durch Volckmer an der Außenmauer der Arkaden hatte einrichten lassen (vollendet 1614), um das Brunnhaus des Herzogs Albrecht V. (um 1560) abzulösen. Das Maximilianische wie Klenzesche bis 1857 gemeinsam in Betrieb, 1885 statt Wasserräder Einbau von zwei >Girard-Turbinen< im Kellergeschoss der Unteren Hofgartenarkaden; 1968 mit gleichzeitiger Trockenlegung der Stadtbäche stillgelegt. Nach grundlegender Restaurierung der Turbinen und Pumpen (1991 -96) Brunnwerk wieder in Betrieb genommen (Besichtigung im Sommer; Zugang in Nordwestecke des Parterres vor Staatskanzlei). Speisung der Anlage durch Wasser aus dem unter den Oberen Hofgartenverlaufenden revital isierten >Hofbrunnwerk-Kanal<, der vom westlichen Stadtgrabenbach abgeht; an ihm standen, vor Nordfassade der Maximilianischen Residenz (->• S. 268) zwei >Residenzbrunnhäuser<: das >Alte< vom Anfang des 17. Jh., das >Neue< gegen 1810 von Jos. v. Baader, das 1845 bei Errichtung des Festsaalbaus der Residenz abgebrochen wurde. - Der 3. Bau unmittelbar an Hofgartenbrunnhaus anschließend: Kunstvereinsgebäude (ehemals Galeriestraße 10) unter Einbeziehung der Nordarkade nach Plänen von Riede! 1865/66 errichtet; bauliche Veränderungen und Erweiterung bis Anschluss an Hofgartenkaserne bzw. Armeemuseum durch F. v. Thiersch 1890/91,1899 und 1906. Bei Luftangriffen 1943 schwer getroffen, die Ruine zwischen 1951 und 1954 bis auf Arkaden abgebrochen.</p>