Name Hofgartentor
Architekt Klenze Leo von  
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Graggenau
Straße Hofgarten
Jahr Baubeginn 1816
Jahr Fertigstellung 1818
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe Hofgarten 
Hofgartentor
Hofgartentor Hofgarten
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=1937'>Hofgartentor</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>

Bemerkung

Das Hofgartentor am Odeonsplatz in München, erbaut von 1816 bis 1818 unter König Ludwig I., wurde von Leo von Klenze im Stil eines römischen Triumphbogens gestaltet. Es ehrt König Max Joseph, Ludwigs Vater, mit Medaillons an den Säulen, die von Lorbeerkränzen und bayerischen Löwen geschmückt sind. Ursprünglich waren Skulpturen für die Nischen geplant, die jedoch nie umgesetzt wurden. Auf dem Dach des Tors befinden sich Bleitrophäen von Ernst Mayer und an der Fassade Genienreliefs zu Kunst, Landwirtschaft, Wissenschaft und Kriegswesen. Das Tor markiert den Eingang zur Hofgartenstraße und den Beginn der klassizistischen Umgestaltung Münchens. Heute ist die Hofgartenstraße größtenteils Fußgängerzone, mit begrenztem Verkehr ab der Alfons-Goppel-Straße.

Beschreibung

<p>Durch Herzog Maximilian l. von 1613-17 nördlich seines neu erbauten &gt;Kaiserhoftrakts&lt; der Residenz, des &gt;Hirschgangs&lt; und der Neuveste (-»• S. 268, Zeichnung: 3. Bauperiode) angelegter Residenzgarten; seit Mitte der 1980er Jahre als &gt;Oberer&lt; Hofgarten bezeichnet, nachdem beim Neubau der Staatskanzlei (-&gt; Franz-Josef-Strauß-Ring 1) die westlich davon gelegene Freifläche als &gt;Unterer&lt; Hofgarten identifiziert werden konnte, der bereits vorder maximilianischen Anlage bestand. Geschichtliche Entwicklung: Früheste Erwähnung eines herzoglichen »Baumgartens auf dem Bach« 1409 in dem von Stadtbächen durchzogenen Gelände östlich der Neuveste (-&gt; Schaubild S. 263) jenseits des bewässerten Stadtgrabens auf dem Areal des heutigen -&gt; Marstallplatzes. 1518 lässt Herzog Wilhelm IV. anstelle des Baumgartens einen nahezu rechteckigen, von italienischen Gestaltungen (von Mantua der mit den Wittelsbachern verwandten Gonzaga?) beeinflussten »Lustgarten« (&gt;Wilhelminischer Gartem, früher auch Rosengarten genannt) anlegen, der jedoch 1617 bei Errichtung des herzoglichen Zeughauses eingeebnet wird. Bereits um 1560 aber sind Arbeiten in einem Neuen Lustgarten (&gt;Alberti-nischerGartem) der Herzogin Anna erwähnt, der auf einem trapezförmigen Areal nördlich des Wilhelminischen Gartens durch AlbrechtV. angelegt wurde-die Keimzelle des Unteren Hofgartens, dann nach 1613 gegen Westen (um ca. 5 m erhöht auf der &gt;lsar-Mittelterrasse&lt;) unter Herzog Maximilian zum Oberen Hofgarten erweitert.</p> <p><strong>Unterer Hofgarten:</strong> Nach Volckmers Münchenplan (1613) war Albertinischer Garten an Ostseite durch Köglmühlbach, im Westen durch Mauer mit sechsTürmchen und im Norden gegen den herzoglichen &gt;Hirschanger&lt; (den südlichen Teil des späteren En sehen Gartens) durch Arkadengang begrenzt. Dieser ging von dem in Nordostecke errichteten zweiflügeligen &gt;Sommerhaus&lt; der Herzogin Anna aus (1565-67 von Schöttl oder K. Weinhart gebaut, der Hauptsaal im ersten Obergeschoss mit 15 allegorischmythologischen Deckenbi Idern von M. Bocksberger 1565/68; bis auf zwei, heute Bayerische Staatsgemäldesammlungen, verschollen). Der erwähnte Arkadengang als 21-jochige &gt;Altane&lt; vom Hauptsaal zugänglich (bei Ausschachtungsarbeiten für Neubau Staatskanzlei 1985 freigelegt und konserviert): rustizierte Bogen auf toskanischen Rotmarmorsäulen (wahrscheinlich von derselben Steinmetzhütte Weinharts stammend wie Säulen im Arkadenhof des Landesamts für Denkmalpflege (-&gt; Hofgraben 4). Wohl noch vor Ende des 16. Jh. scheint diesem Arkadenbau ein beiderseits offener Wandelgang aufgesetzt worden zu sein, der das Niveau der Isarterrasse erreichte. - Der Eckturm am westlichen Abschluss als mutmaßliches Brunnhaus für Wasserversorgung des Hofs und Gartens interpretiert; als sein Ersatz (?) leistungsfähigeres Brunnwerkmtt zwei Kammern und Wasserturm von Volckmer errichtet, vollendet 1614. (-&gt; Galeriestraße, S. 147). Die weitere gärtnerische Gestaltung des Unteren Hofgartens vom Anfang des 17. Jh. an im Zusammenhang mit Anlage des westlich anschließenden Oberen Hofgartens (ab 1613), dessen Ostwestachse für die Gestaltung der beiden Gartenteile verbindlich wurde. Bereits zu Beginn der Arbeiten lässt Maximilian den irregulären Al-brechtinischen Garten zum Rechteck arrondieren, 1615 zwei Teiche anlegen und an deren Ostseite drei quer gelagerte, symmetrische Gebäude errichten: an Nordecke Umbau des &gt;Sommerhaus&lt;, in der Mittelachse das &gt;VischhausFilatorium&lt;); an südlicher Schmalseite des Unteren Hofgartens Bau der Seidenfabrik Altmutter, sog. Seidenhaus (1796), die aber schon einige Jahre später mit Artilleristen belegt: sog. Seidenhauskaserne. Tiefgreifend und folgenschwer die Freigabe des Geländes zur Errichtung der Hofgartenkaserne(nad Plänen von Frey 1801 -07, -&gt; S. 131); damit verbunden Abbruch der Maximilianischen Gebäude, Trockenlegung der Teiche (1800) sowieVerfüllung und Planierung des Areals für Anlage eines Exerzierplatzes. Das spätere Projekt, anstelle der Kaserne ein Gewächshaus (Entwurf von L. C. Seitz 1848) zu errichten, unterblieb ebenso wie Klenzes Vorschlag (1848 ff.), den Exerzierplatz zu verkleinern, das gewonnene Areal gärtnerisch zu gestalten und an Ost- und Südseite mit Arkaden zu umbauen; damit verbunden Verkleinerung der Kaserne auf Umfang für ein Wachbatallion. (Klenzes abermaliger Vorstoß 1863 ebenfalls ergebnislos.) Sempers Plan 1866/67, im Unteren Hofgarten ein Richard-Wagner-Festspieltheaterzu errichten, ebenfalls gescheitert. Erst nach Vollendung des Bayerischen Armeemuseums an der Stelle der Kaserne erneute Begrünung des aufgeschütteten Vorfelds und Bau des Kriegerdenkmals 1924-26 (-&gt; S. 132). Nach schweren Bombenschäden Vorschlag von Abel (1949/50), auf Gelände des Unteren Hofgartens das neue Funkhaus zu errichten (dagegen dann doch altes, z. T. zerstörtes Funkhaus wieder aufgebaut, -&gt; Hopfenstraße l). Nach Bau der Bayerischen Staatskanzlei (-&gt; Franz-Josef-Strauß-Ring 1) gärtnerische Neugestaltung durch Hansjakob 1993/94.</p> <div><strong>Oberer Hofgarten:</strong> Auf rechteckigem Areal (ca. 230 zu 170 m) angelegter Garten im italienischen Stil von Herzog Maximilian: durch Längs- und Querachse mittig in vier Quartiere geteilt, im Kreuzungspunkt der Haupt- und vier Diagonalachsen der Hofgartentempel (s. u.). Diese geometrische Grundfigur im Lauf derjahrhunderte nur nach jeweiligen Zeitstilen modifiziert: nach 1679 durch Max Emanuel, um 1750 durch Max III. Joseph Umwandlung zu Nutzgarten (Obst und Gemüse für den Hof), 1776 Bepflanzung der Quartiere mit Linden, Aufstellung von vier Schalenbrunnen und rahmende Kastanienalleen. Wohl bereits in diesem Jahr Öffnung des bisherigen Hof-Gartens für Bevölkerung; Reduzierung des Baumbestands nach Denkschrift von F. L. v. Sckell (1807). 1826 Erneuerung der vier Brunnen, erst zwischen 1895 und 1897 abermalige Umgestaltung nach Plan von Kaiser: zwei ostwestlich orientierte Flächen mit Halbkreisabschluss um vier Wasserbecken, im Wesentlichen bis 2. Weltkrieg bestehend. Nach erheblichen Kriegszerstörungen zwischen 1948 und 1956 Rückrestaurierung auf vereinfachte Grundfigur des 17. Jh. (nach Plan von Hentzen): Beibehaltender zwei Hauptachsen mit Diagonalwegen, die einem umlaufenden Wegegeviert eingeschrieben und auf vier Schalenbrunnen (von Wackerle) in Rundbassins bezogen sind. - Bereits bei Anlage des Gartens durch Maximilian an Nord- und Westseite von Arkaden umgeben und mitsamt dem Unteren Hofgarten durch vorgeschobene Bastion in die Maximilianische Wallbefestigung (1619-45, -&gt; S. 26f.) einbezogen. Damit aber Trennung der Gartenanlage vom Hirschanger bis zur Entfestigung der Stadt (1791 ff.); erst 1802/03 Anlage eines Tores in der Nordarkade, bezogen auf die Achse des sog. Leibregimentwegs: von Klenze 1838-40 umgebaut (-&gt; Galeriestraße, S. 147). - Die Maximilianische Nordarkade anschließend an aufgestockten Wandelgang der Arkaden Albrechts V., ihre vorgegebene Bauflucht nach Westen bis zu einer Länge von ca. 325 m (mit insgesamt 85 Arkadenachsen) fortsetzend; bis Ende 18. Jh. unverändert. Erst 1780/81 Errichtung des Galeriegebäudes über 43 Bogenachsen, symmetrisch bezogen auf Mittelachse der Gartenanlage; die Integration der Arkaden in den Neubau ebenso bei Errichtung des Kunstvereinsgebäudesvon Riedel (1865/66; -»• Galeriestraße) im Bereich der Arkaden über Exerzierplatz. Auch Angleichung der Nordarkaden durch Klenze (1835-50) an Proportionen der von ihm umgebauten Westarkaden (s. u.) brachte keine Beeinträchtigung des bisherigen Erscheinungsbilds. Massivster Eingriff aber durch R. Riemerschmids Vorschlag (1926), das Galeriegebäude (und Finanzgarten) mit einem Stadt- und Musikhaus zu überbauen; nicht realisiert. - Im östlichen Arkadenabschnitt nach Entwürfen von Candid zwischen 1620 und 1630 Statuenfolge von Herkules-Taten (zwei davon für K. Riedl verbürgt), in Rundbogennischen der Rückwand aufgestellt, 1739 von Sträub ausgebessert. Diese Stuckfiguren 1779-81 durch acht kolossale Holz-s^u/pfurenderselbenThematikvon Boos ersetzt, nach Kriegszerstörung der Arkaden geborgen, sechs davon 1978 imTreppenhaus des Königsbaus der Residenz (-&gt; S. 275) aufgestellt (Herkules und Atlas, Herkules kämpft mit dem Riesen Antäus, mit dem Nemei-schen Löwen, mit dem Erymantischen Eber, mit den Stymphalischen Vögeln, mit dem Kentaur Nessus); die Statue &gt;Kampf der Lernaeischen Hydra&lt; im Schloß Dachau, die achte (Bändigung des Höllenhundes Cerberus) verschollen. Als Ergänzung des Italien-Zyklus in Westarkade (s. u.) sollten Arkaden im Bereich des Galeriebaus durch Rottmann mit griechischen Landschaften (&gt;Griechenland-Zyklus&lt;) in Enkaustiktechnik ausgemalt werden.; rahmende Dekoration im pompejanischen Stil nach Entwurf von Klenze 1838 (ausgeführt von Schwarzmann); von anfangs 38 geplanten Motiven auf 23 reduziert (gemalt zwischen 1838 und 1850), schließlich aber nach mehrmaligen mutwilligen Beschädigungen der Italienbilder in den Westarkaden (1830er Jahre) nicht angebracht. Dafürvon Klenze 1841 eigener achtseitiger Ausstellungspavillon entworfen, aber nicht ausgeführt; dagegen Griechenland-Zyklus seit 1853 in eigenem Saal (&gt;Rott-mann-Saal&lt;) in der Neuen Pinakothek ausgestellt. (Heute sieben Gemälde in Staatl. Antikensammlung, -&gt; Königsplatz 1 und in Eingangshalle der Neuen Pinakothek, -&gt; Barer Straße 29; die restlichen restaurierungsbedürftig und deponiert.) Statt Griechenland-Zyklus wurden im oberen Wandbereich 39 kleinere Fresken mit Szenen aus griechischem Befreiungskampf angebracht: Entwürfe von P. Heß, ausgeführt von seinem Schüler Nilson 1841 -44 (Kartons im Münchener Stadtmuseum, Ölskizzen in der Staatlichen Graphischen Sammlung); an ihrer Stelle nach Zerstörung im 2. Weltkrieg &gt;graphische&lt;, monochrome Wandbilder von Seewald (1961) mitTexten von klassischen Dichtern. Die (Maximilianische) Westarkade (ca. 215mmit41 Bögen) gleichzeitig mit Anlage des Oberen Hofgartens und Bau der Nordarkade errichtet; sie schloss an Verbindungsgang über den Stadtgrabenbach beim SchwabingerTor an, der als Zugang von Residenz zum Hofgarten diente. An Außenseite der Arkade Anbau des &gt;Tumierhauses&lt; 1660/61 durch Schinnagl, bei Anlage des Odeonsplatzes und Bau des Bazargebäudes (-&gt; Odeonsplatz 6-18) mitsamt an seiner Südseite angebautem &gt;Cafe Tambosi&lt; 1825 abgebrochen. - In Zusammenhang mit Klenzes Plänen für städtebauliche Gestaltung des Areals vor ehemal. SchwabingerTor Anlage eines monumentalen Eingangs zum Hofgarten (Ausrichtung der Achse der-» Brienner Straße aus Tor) und Ersatz des alten Bogengangs.</div> <div>&nbsp;</div> <div>Das <strong>Hofgartentor</strong>, errichtet 1816/17, war Klenzes erstes Bauwerk in München, einen Entwurf von Thurn verdrängend: Klenzes Tor ein formstrenger Baublock mit großer Durchfahrt und sparsam, nach seinen Vorgaben ausgeführter Bauplastik: vier Trophäen von F. J. Schwanthaler und vier Genien (in den Bogenzwickeln) von Stiglmaier, 1818 angebracht. Bereits beim ersten Entwurf (1816) sah Klenze anstelle des alten Verbindungsgangs beiderseits des Tors eine zweimal achtjochige Arkade vor, die an Westarkade Maximilians anschließen sollte; 1820 wurde ein hoher, durchlässiger Gitterzaun erwogen, schließlich 1822-26 Ausführung des ursprünglichen Entwurfs und Bemalung der Arkadenrückwände und Supraporten 1826-29 mit Fresken zur Geschichte Bayerns und des Hauses Wittelsbach, entworfen von Cornelius, ausgeführt von seinen Schülern W. Kaulbach, E. N. Neureuther, Foltz, Monten, Hiltensperger, W. Lindenschmit u. a.; die Bildtexte von Lipowsky und Görres konzipiert, von Ludwig l. redigiert. (Mangelhafte Qualität der Malerei schon zur Entstehungszeit kritisiert, 1970-72 von Manninger restauriert.) Gewissermaßen Vorläufer dieser Wandfresken waren verblasste Kartons von Candid im alten Verbindungsgang, 1604-11 und 1612-14 angefertigt für Gobelinfolge &gt; Taten Ottos von Wittelsbach&lt; (im Residenzmuseum, -&gt;S. 277, Räume 107-109).-Mit Abbruch des Turnierhauses und Errichtung des Bazargebäudes Neugestaltung des gesamten westlichen Arkadengangs 1825-26 in Angleichung an Arkadengestaltung am Hofgartentor, Im Bereich des Bazargebäudes an Arkadenrückwand 28 Fresken mit italienischen Landschaften (sog. &gt;ltalien-Zyklus&lt;), von Rottmann zwischen 1830 und 1833/34 gemalt, mehrmals mutwillig beschädigt, gerettet 1943 durch Abnahme, seit 1966 im Residenzmuseum (-&gt; Raum 32). Bestimmend für das Zentrum des Oberen Hofgartens im Schnittpunkt des Mittel- und Diagonalwegs der 1615, nach Entwurf von Krumper wahrscheinlich von Schön d. Ä. erbaute <strong>Hofgartentempel: </strong>zwölfeckiger Pavillon mit acht offenen und vier geschlossenen Rundbogenarkaden, von gedrückter Kuppel überwölbt: heutiger Bau nach Kriegszerstörungen originalgetreu rekonstruiert - ausgenommen die Malereien in den trapezförmigen Kassetten der flachen Holzdecke. (In den acht größeren Feldern ursprünglich alternierend vier weibliche und vier männliche Figuren, in den vier schmäleren die Initialen M und E für Maximilian und Elisabeth, nach Entwürfen von Krumper 1615/20 bemalt.) Auf der Kuppel hervorragende Bronzefigur* von Gerhard, wohl um 1590 nach Zeichnung von Sustris als Brunnenfigur im ehemaligen Großen Residenzgarten (heute: etwa Königsbauhof) geschaffen, von 1616-1943 auf Hofgartentempel. Ehedem ausgerichtet auf &gt;Vischhaus&lt; im Unteren Hofgarten, seit Fertigstellung des Festsaalbaus (1842) Blickrichtung auf Mittelachse der Loggia, hinter dieser bis zu Kriegszerstörungen der Thronsaal. Seit 1952 durch Kopie ersetzt; Original seit 1985 im rekonstruierten Kaisersaal der Residenz (-&gt; S. 275).</div> <div>&nbsp;</div> <div>Aufgrund verschiedener Attribute fälschlich als &gt;Diana&lt; bezeichnet, ist die kaum bekleidete Frauenfigur jedoch als <strong>Tellus Bavarica</strong> (Bayerische Erde) zu interpretieren. An den Ecken des kubischen Steinpostaments vier Bronzeputti (von Krumper 1613) mit den Attributen Füllhorn, Kirchenmodell, Kurfürstenhut und Eichenzweig; seit dem 2. Weltkrieg verschollen und durch nachempfundene Kopien (von). Lorch) ersetzt. -Vor Westarkade, achsial auf Hofgartentempel bezogen, anmutige <strong>Nymphe </strong>*aus Bronze, zurückgehend auf die für Schloß Anif bei Salzburg von L. v. Schwanthaler 1840-46 geschaffene (Carrara-Marmor-)Nymphe. (Eine zweite Fassung für Wentworth Woodhouse, signiert und datiert 1841, seit 1997 im Bayerischen Nationalmuseum; eine weitere Replik von Schwanthaler in Somerleyton Hall, zusätzlich signiert von dem Schwanthaler-Schüler Hautmann.) Zeitgenössische Gipsabgüsse für Museen Karlsruhe, Stuttgart, Weimar; vorbildhaft für Loreleystatuen. - Dagegen die Hofgartennymphe (wohl durch X. Schwanthaler) weniger freizügig gestaltet als das Anifer Vorbild, am Sockel aber bezeichnet »Model, v. L. v. Schwanthaler«, posthum in Bronze gegossen 1852/53: Figur auf hohem Steinkubus, nach Bombenschäden 1944 zusammen mit vier Brunnenschalen und vier Satyrmasken (z.T. Nachgüsse) 1962 wiedererrichtet.-jüngste Geschichte widerspiegelt ein Granitwürfel in Höhe des ehemaligen Nordtors beim Übergang vom Hofgarten zur Harmlos-Wiese: »Zum Erinnern zum Gedenken« an Widerstand gegen NS-Regime; errichtet 1996 (Entwurf Kornbrust).</div> <div>&nbsp;</div> <div><strong>Bedeutung: </strong>Im modernen Stadtgefügewesentliche Grünfläche als Vermittlung von Altstadt zum Englischen Garten. Als historisches Gartendenkmal durch annähernde Rückführung des Oberen Hofgartens aufsein manieristisches Grundmuster des beginnenden 17. Jh. und trotz gärtnerischer Einbußen im Bereich des Unteren Hofgartens bedeutsam als Beispiel des einstigen, vom italienischen Spätmanierismus/Frühbarockgeprägten Gartens in Deutschland. Darüber hinaus exemplarisch für einen auf eine fürstliche Residenz bezogenen &gt;Hof&gt;garten.</div>

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