Name Isaranlagen
Stadtbezirk 5. Au-Haidhausen
Stadtbezirksteil Haidhausen
Kategorie Keine Kategorie
Baustil Keine Kategorie
Suchbegriffe Isaranlagen Maximilians-Anlagen Gasteig-Anlagen 
Kein Bild vorhanden
Noch kein Bild vorhanden

Beschreibung

<p> Bereits im frühen 19. Jh. Ansätze zur Gestaltung des stadtseitigen Isarufersvon ungefähr Reichenbachbrücke flussaufwärts Richtung Großhesselohe; vorgesehen hauptsächlich Nutzpflanzungen sowie Anlage einer &gt;Promenade&lt;. Diese Isarauen von Muffat 1839 durch Dammbauten geschützt (-&gt; Isarregulierung). Plan für Ausbau der Isarauen bis F/audier(1862) mit Verlängerung des Muffat-Damms, ab 1869 durch M. Kolb durchgeführt; dazu Einrichtung von Ausflugsgaststätten. Auf der Flaucher-lnsel Eröffnung eines &gt;Frauenfreibads&lt; 1875. - Bau der Isartalbahnvom Nordende der Schäftlarnstraße über Thalkirchen nach Großhesselohe (und weiter nach Wolfratshausen: Eröffnung 1891). - Planung für Einbeziehung des rechten Isarufers ab 1840, doch erst 1855 Rodungen, Einfüllen der zahlreichen versumpften Flächen und Trockenlegung von Nebenarmen der Isar von der Au bis etwa unterhalb Giesing. Anlage des Stadtgartens (und Verwaltung der 1841 gegründeten Stadtgärtnerei) oberhalb der Reichenbach-brücke, ab 1867 die sog. Frühlingsanlagen, südlich anschließend &gt;Badeplatz für Männer&lt; (später &gt;Schyrenbad&lt;) und Baumschule; weiterer planmäßiger Ausbau bis unterhalb Siebenbrunn durch Stadtgärtner Heiler 1888-93. - In der Gegenrichtung isar-abwärts Ausgestaltung einer zusammenhängenden Promenade von Harlaching bis Bogenhausen unter Einbeziehung der in den 1850er und 60er Jahren angelegten Gasteig- und Maximiliansanlagen. Nahezu gleichzeitig mit den frühen Maßnahmen der Stadt zur Gestaltung der Flussauen erste Einflussnahme des Hofs in Notiz von Kronprinz Maximilian 1832, »auf der Isarhöhe bei München« (d. h. am Isarostufer) »einen großen Nationalbau und einen Park« zu errichten. 1840 Vorschlag des Ministerialbeamten M. Wolf an Maximilian, »zur Bepflanzung und Bebauung der kahlen Isarhöhen« einen Verschönerungsverein zu gründen. 1850 beauftragte der nunmehrige König Bürklein mit Entwürfen eines »Stadtverschönerungsplans«, der ebenso wenig realisiert wurde wie Pläne von Kreuter und Lenne 1854. Schließlich als Bestandteil des so genannten &gt;Environsplans&lt; (gärtnerische Gestaltung der Stadtperipherie) nur der Abschnitt zwischen Gasteig und (späterer) Prinzregentenbrücke realisiert: durch C. Effner 1856-66 Entstehung der <strong>Maximilians-Anlagen</strong> nördlich des Maximilianeum(-&gt; Max-Planck-Straße 1) und Änderung bei Errichtung des -&gt; Friedensengels (1896-99); die nach Süden folgenden <strong>Gasteig-Anlagen</strong> 1857-61 ebenfalls durch Effner angelegt (im nördlichen Teil durch W. Zimmermann 1893-94 revidiert). Das auf den Isarhöhen durch Ludwig II. vorgesehene und von Semper geplante Festspielhaus kam nicht zur Ausführung: seine Platzierung südlich des Maximilianeums war der erste Vorschlag, später etwas nördlich der jetzigen Prinzregententerrasse vorgesehen. In Erinnerung daran nördlich des Maximilianeums 1967 Denkmal für Ludwig II. von Rückel. In den Anlagen bei der Maria-Theresia-Straße seit 1920 &gt;Ruederer-Brunnen&lt; von E. Beyrer 1908. - Südlich des Maximilianeums Denkmal mit Büste für den Mineralogen und Dichter Franz v. Kobell (1802-82) nach Modell von B. Koenig, gegossen von F. v. Miller. Schwerpunkte des weiteren Ausbaus der gesamten Isaranlagen am Ostufer: nach Süden in einer Gelände-&gt;bucht&lt; zwischen Fluss und felsigem Hochufer bei Harlaching Einrichtung des Tierparks Hellabrunn 1910/11 (-»Tierparkstraße 30). Ende der 1950er Jahre Renaturierung der südlichen Flaucher-lnsel und 1960er Jahre sukzessiver Ausbau der südlichen Isarauen zu Naherholungsgebiet mit vielseitigem Sport-und Freizeitangebot; 1966 linksseitiges Isarufer als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und Vergrößerung des Hinterbrühler Sees. 1995 Anlage des 4,57 km langen Planetenwegs (-&gt; S. 169) vom Deutschen Museum bis EingangTierpark. - Nach Norden bereits 1918 der nördliche Abschnitt des Herzogparks durch Blößner als Bestandteil einer igrünen Lunge&lt; im Stadtgebiet erkannt und dessen Erhalt als Isaraue gefordert. 1976 Sicherung der -&gt; Isarinsel Oberföhring als Naherholungsgebiet am nördlichen Stadtrapd. - Seit Mitte der 1990er Jahre nun allmählicher Rückbau der -&gt; Isarregulierung im südlichen und nördlichen Abschnitt des Flusses.</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong> Zwar ermöglichte die Isarregulierung des 19. Jh. die Urbanisierung der flussnahen Gelände durch Deichbauten, FHoch-wasserbett und Ufermauern, schmälerte aber dafür die natürliche Flusslandschaft. Erste Pläne von Leitlinien für die Zukunft des städtischen Isarraums durch das &gt;lsar-Col-loquium&lt; (1986): Vorsichtiger Rückbau unter Erhalt der geschickt genutzten Gegebenheiten an Fluss und Steilufern im Bereich des rd. 14 km langen Flusslaufs im Stadtgebiet.</p>