| Name | Isarregulierung |
| Stadtbezirk | 5. Au-Haidhausen |
| Stadtbezirksteil | Haidhausen |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Isarregulierung |

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Beschreibung
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Sowohl Anlage der >Heinrichstadt< auf der Isarmittelterrasse wie spätere Stadterweiterungen in sicherem Abstand von dem unberechenbaren Gebirgsfluss: Isaria, keltisch die >Reißende<. Die heutigen flussnahen Viertel -Tal, Lehel, ferner die Isarauen am Englischen Garten sowie die >VorstadtAu< und Untergiesing-jahrhundertelang von Überschwemmungen heimgesucht; mehrmalige Zerstörung der für die Stadt und ihren Handel lebenswichtigen -> Ludwigsbrücke sowie (noch 1899!) der Maximilians- und der Prinzregentenbrücke.-Erste Ansätze zur Isarregulierung durch K. F. v. Wiebeking unterhalb der Stadt 1806: Begradigung des Flusslaufs bis Unterföhring und Verschmälerung des Flussbetts von rd. 94 m auf knapp 44 m; Folge: starke Tiefenerosion (bis 1905 auf 5 m). Ab Reichenbachbrücke flussaufwärts erster Schutzdamm von Muffat 1839, um Mitte des 19. Jh. erste größere Schutzmaßnahmen oberhalb der ehemaligen Kohlen-(heute: Museums-)lnsel: von der Corneliusbrücke flussaufwärts Anlage des >Mittelwas-serbetts< (45 m breit) und des rechtsseitigen >Hochwasserbetts< (145 m breit) zwischen 1850 und 1880; darüber hinaus Einbau von Grunc/sc/)vve//enzurSohleneintiefung. Das Streichwehr an der Corneliusbrücke (1860 als >Muffatwehr< errichtet, 1902-04 modernisiert: >Corneliuswehr<) zur Regulierung des Wasserstands der Großen und Kleinen Isar bei Museums- und Praterinsel. Ähnliche Funktion das ursprünglich hölzerne Streichwehr zwischen den beiden Inseln, das 1885 durch Steinkonstruktion ersetzt und nach Hochwasser (12.7.1965) z.T. neu errichtet wurde (1965/66; Wehr VI); zusammen mit dem bereits 1815 angelegten Praterwehr (eine der ältesten wasserbaulichen Anlagen Münchens) dienten sie zur Regulierung des Wasserstands an der Kohlen- (später -> Museums-)lnsel sowie an der >Unteren Floßlände< (an der heutigen Steinsdorfstraße), wo Flöße mit Baustoffen, mitWeinlieferungen und mit Materialien für Schäffler bis zur Uferverbauung (1886 ff.) anlandeten. Unterhalb des Praterwehrs (bei der Maximiliansbrücke) hatte eine Floßgasse den Abstieg der Flöße zur Weiterfahrt in das tiefer liegende Unterwasser ermöglicht. Bei Instandsetzung der Hochwasserschäden 1965 die Floßgasse durch vierstufigen Absturz ersetzt. -Analog zur Uferbebauung zwischen Ludwigs- und Maximiliansbrücke ermöglichte erst die Errichtung der linksseitigen Ufermauern von der Maximilians- über die Prinzregenten- bis zur Max-Joseph-Brücke (1893-1904) die Bebauung entlang der Widenmayerstraße, wie die gleichzeitigen rechtsseitigen Mauern die -> Isaranlagen sicherten. Damit war die endgültige Einbeziehung der Isar als Element der Stadtgestaltung durchführbar geworden. Veränderte Einstellung zu Natur und Umwelt führten 1986 beim >lsar-Colloquium< zu ersten Plänen für Renaturierung des Isarraums, die seit Mitte der 1990er Jahre sukzessive umgesetzt werden: Aufweitung des Flussbetts, Abflachen der Uferböschungen, Einbau von Sohlrampen anstelle der bisherigen Sohlafesfürze, Anlage von Inseln und Kiesbänken, Sicherung der Deiche, Rückbau der Betonufer.</p>