| Name | Isartorplatz |
| Stadtbezirk | 5. Au-Haidhausen |
| Stadtbezirksteil | Haidhausen |
| Straße | Isartorplatz |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |

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Beschreibung
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Amorphe Platzanlage im Vorfeld des /sarfors(->Tal 50) bis Einmündung Rumford- und Thierschstraße; als architektonisch gefasster Platz erst im Verlauf der 2. Hälfte des 19. Jh. entstanden: zurückgesetzte Wohnbauten des Historismus mit vorgelegter Grünanlage an Nordseite (vor Haus Isartorplatz 3 der mit Mitteln der Prinzregent-Luitpold-Stif-tung 1907 von Killer und Manetsstätter geschaffene Fortuna-Brunnen); gegenüber die teilweise zerstörte Altbebauung, ab 1960er Jahre nach und nach ersetztdurch »Rieger-blocl« (im Innenhof riesige Fassadenmalerei >Tanz ums Goldene Kalb< der Mittenwal-der Lüftlmaler Pfeffer 1993). Mit Anlage des Altstadtrings-Ost wurde der historisch gewachsene Verkehrsf l uss von der Isar zum Isartor und weiter insTal abgelenkt, der Isar-torplatz zur Verkehrsdrehscheibe. Die verschiedenen Planungen für das Vorstadtgebiet sind nur im Zusammenhang mit der Gestaltung bis zur Isar, mit den beiden ~> Ludwigsbrücken über den Fluss und mit der Einbeziehung des rechten Hochufers beim Gasteig verständlich: Angestrebt war eine repräsentative östliche Zufahrt zur Stadt (wie sie mit -> Karlsplatz, -> Sendlinger-Tor-Platz und -»• Odeonsplatz gelangen). Erste Überlegungen bereits 1791 anlässlich der Entfestigung (->• S. 27) durch Rumford, anfänglich beschränkt auf Ausbau der Zufahrt zum Isartor über bisheriges Festungsgelände (Vorschlag Thurn 1792); in einem folgenden Projekt (Thurn um 1796) und einem weiteren (Thurn 1804) Ausbau der Straße (>Wiener Chaussee<, ab 1812 >Zweibrückenstraße<) vom Flussübergang mit Sichtbezug auf Isartor zwar 1808 genehmigt, aber nicht ausgeführt. Auch Schedel von Greifensteins Projekte (1807), die sich noch eng an die Gegebenheiten der Stadtbefestigung anlehnten, blieb Realisierung versagt. Mit Errichtung des Isartortheaters (1811 -12, Pläne von Herigoyen) südwestlich des z. T. demolierten Isartors, mit dem nur in Ansätzen ausgeführten Plan eines anschließenden Theatergar-tens (1811, von F. L. Sckel l) und mit dem Bau der Isarkaserne an der abgeknickten Zweibrückenstraße (1811-18, Pläne von Klumpp) war die Struktur zwischen Isartor und Isarbrücke festgeschrieben; beide Großbauten sind keinem städtebaulichen Konzept eingefügt. Als Himbsel 1816 Auftrag zum Entwurf des Generalplans übernahm, hielt er sich pragmatisch an die vorgefundenen Vorprojekte auf Kosten architektonisch anspruchsvoller Lösungen. In krassem Gegensatz dazu der Entwurf einer grundlegenden städtebaulichen Neuordnung des gesamten Gebiets zwischen Altstadt und Gasteig (1819/20, von Vorherr), der den Eintritt in die Stadt durch eine an Paris (Ruede Rivoli, Triumphbogen wie Are du Carrousel) orientierte Repräsentation architektonisch übersteigert hätte und der Monumentalität des Odeonsplatz gleichgekommen wäre. - Bereits drei Jahre früher beschäftigte sich Klenze mit Gestaltung des Vorstadtgebiets unter Einbeziehung des Gasteigs (mit Errichtung eines antikisierenden Portals, >Propyläen<; Neubau der 1813 weggeschwemmten Isarbrücke); 1819 entwarf er einen quer gelagerten Platz vordem Eingang ins >Tal< unter gleichzeitigem Abbruch des Isartors, jedoch unter Einbeziehung des Theaters und Errichtung eines gegenüberliegenden Pendantbaus. Weitere Projekte Klenzes (ab 1820), wie die Begradigung des >Tals< und Weiterführung der Sichtachse zum Gasteig, scheiterten aus finanziellen Gründen und wegen der von Kronprinz Ludwig geforderten Erhaltung des Isartors (1819 und 1823). Demnach griff Klenze auf das Himbsel-Projekt von 1816 zurück, beschränkte sich auf Begradigung der Zweibrückenstraße bis zum Knick bei Morassistraße und verbreiterte sie. Erst der steigende Bedarf an Wohnraum führte ab Mitte des 19. Jh. zur Bildung geschlossener Straßen- und Platzräume vom Isartor bis zur Ludwigsbrücke.</p>