Name St. Rupert
Architekt Seidl Gabriel von  
Stadtbezirk 8. Schwanthalerhöhe
Stadtbezirksteil Westend
Straße Kiliansplatz 1
Jahr Baubeginn 1901
Jahr Fertigstellung 1903
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Keine Kategorie
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe St. Rupert 
St. Rupert
St. Rupert Kiliansplatz
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=12457'>St. Rupert</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>
St. Rupert
St. Rupert Kiliansplatz
Urheber:
St. Rupert
St. Rupert Kiliansplatz
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Bemerkung

Die katholische Pfarrkirche St. Rupert auf der Münchner Schwanthalerhöhe, erbaut 1901–1903 nach Plänen von Gabriel von Seidl, ist ein neuromanischer Zentralbau mit griechischem Kreuzgrundriss. Ihr markanter, laternenartiger Vierungsturm und die aufwendig gestaltete Nordfassade prägen das Erscheinungsbild. Ursprüngliche Wandmalereien wurden 1935 entfernt, und die Renovierung 1964–1966 führte zu einer radikalen Vereinfachung des Innenraums. Prägend sind heute 19 Bleiglasfenster von Georg Schönberger und die erhaltenen Altarteile, darunter die Holzfigur des Kirchenpatrons. Der Kriegeraltar mit Terrakotta-Relief erinnert an die Opfer der Kriege. Ein Taufstein aus Rotmarmor und goldene Kreuzwegstationen setzen Akzente.

Beschreibung

<p> &nbsp;</p> <div> <strong>St. Rupert</strong> Durch Anwachsen der Bevölkerung im Westend gegen Ende des 19. Jh. Notwendigkeit einer eigenen Kirche: 1895 Gründung eines Kirchenbauvereins; durch diesen bereits Festlegung des Rupert-Patroziniums (als Verehrung des künftigen bayerischen Königs, Kronprinz Ruprecht/Rupert). 1898 wird G. v. Seidl um Entwurf gebeten, der mehrmals umgearbeitet wird und sich in begrenztem Wettbewerb behauptet; im Februar 1901 zur Ausführung genehmigt, im selben Monat Grundsteinlegung, Weihe im Oktober 1903; Bauführung durch Seidls Mitarbeiter Kronenberger. Im Krieg 1939/45 nicht beschädigt, jedoch 1964-66 einer modernistischen Renovierung (durch Steinbrecher) unterzogen: dabei Verlust des bemerkenswerten, würdigen Hochaltars mit Ru-pertusfigur (von Pruska) sowie der linearen Bemalung der Viertelkalotten über den Konchen.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Beschreibung:</strong> Der vierpassförmige Baukörper unter hohen, abgerundeten Satteldächern, überragt von rundem Dachreiter mit Kegeldach (46 m hoch), deutet an seinen vier Konchen eine Gliederung in romanischen Stilelementen an, ohne sie im Sinn des Historismus zu kopieren. (Der Unterschied wird bei Vergleich mit romanischen Kirchen in Köln, z. B. St. Aposteln, deutlich.) Hauptportal unter reich gegliederter Vorhalle an der Nordkonche, die am Übergang zur Ost- und Westkonche von zwei Glockentürmen (mit Nebeneingängen) flankiert wird; zwischen West- und Südkonche Sakristei&nbsp;angebaut. Architekturteile in Beton ausgeführt, Mauerwerk in Ziegel; bis auf Dachreiter unverputzt. - Das Innere vom Zusammenwirken von fünf Raumteilen bestimmt: dem quadratischen Mittelraum vier Halbkreiskonchen angefügt, die südliche als Altarraum gestaltet. Das Flachgewölbe über dem zentralen Viereck und die Kalotten über den Konchen (in Rabitz) am eisernen Dachstuhl abgehängt; auf dessen Spitzen ein Ring-trägerfürden Dachreiter.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <strong>Bedeutung:</strong> Unkonventioneller Zentralbau unter Anwendung moderner Konstruktionsmethoden (Bauausführung: Heilmann &amp; Littmann sowie Eisenwerk München&lt;), deren Einflussnahme auf Konstruktion und Innenraum der Kirche Am Steinhof bei Wien (1905-07 von O. Wagner) nicht auszuschließen ist. Seidls Bau ein bemerkenswerter Schritt zur Überwindung des »dogmatischen Historismus«.</div> <div> &nbsp;</div> <div> <hr /> <p> <strong>A </strong>Altarkonche mit rotmarmornem Volksaltar, an Wand 12 konsolartige steinerne Apostel leuchter; in den sieben Rundbogenfenstern (arbstarke abstrakte Glasgemälde (Schönberger 1965 ff.). Der ursprüngliche Hochaltar (Entwurf Seidl) mit Rupertus-Statue (Pruska) bei purifizierter Renovierung 1964-66 entfernt.</p> <p> <strong>S</strong> Seitenaltar mit Bronze-Tabernakel (Hamberger 1965), Mensa mit dreiseitig umlaufendem Relief &gt;Geburt Christi, Verkündigung und Anbetung der Hirten&lt;.</p> <p> <strong>M</strong> Maria mit Kind (farblich gefasste Gipsfigur Ende 19./Anfang 20. Jh.); an Wand dahinter abstrakter Wandteppich (Entwurf Schönberger).</p> <p> <strong>C</strong> Am Eingang zur Ostkonche kleine Chororgel, urspr. für ehemalige Pfarrkirche St. Peter und Leonhard in Greimharting (Kr. Rosenheim) von F. B. Maerz 1907 gebaut, 1999fürSt. Rupert erworben, nach Restaurierung 2001 aufgestellt.</p> <p> <strong>K</strong> Kriegergedächtnisstätte: Relief &gt;Pietä mit Hl. Georg und Hl. Barbara&lt; (H. und B. Miller 1930-33), flankiert von sieben Kreuzwegstationen; in den sechs Rundbogenfenstern Glasgemälde&nbsp;(Schönberger).</p> <p> <strong>Kr</strong> In Westkonche: Kreuz mit Corpus eines spätgotisch-expressiven Christus; davor Taufbecken. An der Wand sieben Kreuzwegstationen, in den sechs Rundbogenfenstern Glasgemälde (Schönberger).</p> <p> <strong>E</strong> Eingangs- (bzw. Nord)konche mit Emporenorgel: 1887 vom Hoforgelbaumeister&nbsp;F. B. Maerz für Konzertsaal des &gt;0deons&lt; (Odeonsplatz) gebaut, 1905 eingelagert, 1907 erweitert und von Maerz in St. Rupert aufgestellt; 1933 abermals erweitert, 190Q restauriert. (Die Orgeln zwei der raren erhaltenen »romantischem Orgeln der Spätromantik im ausgehenden 19. Jh.)</p> </div>

Quellen

St. Rupertuskirche
München und seine Bauten (1912)

Die St. Rupertuskirche auf dem Gollierplatze wurde 1901 bis 1903 nach den Plänen des Professors Dr. Gabriel von Seidl erbaut. Der Grundriß zeigt die Form eines Bierpaffes, d.h. vier zusammenhängende Halbkreise umschließen ein Quadrat. Der eiserne Dachstuhl ist so konstruiert, daß er zugleich die Gewölbeform der Decke bildet, die mit Rabitz hergestellt ist. Auf einem Ringträger an der Spitze des Dachstuhles ruht ein mächtiger Dachreiter, dessen Turmknopf 46 m über dem Terrain liegt. Der Haupteingang in der Mittelachse liegt unter einer Vorhalle. In zwei Ecken des Vierpasses sind die Glockentürme, in der dritten Ecke steht ein Treppenturm, in der vierten der Sakristeianbau. Türen, Fenster undFußböden sind in einfachsterAusführung gehalten. Die Baukosten betrugen ohne Glocken, Altäre, Orgel und sonstige Innenausstattung M. 380000, pro cbm M. 12. Der große St. Rupertus am Hauptaltar ist von Professor Anton Pruska modelliert und wurde in Oberammergau geschnitzt.

Wikipedia

Wikipedia: St._Rupert_(München)

Alte Ansichten

St. Rupert
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