Name Herz Jesu-Kirche
Bauherr Katholische Pfarrkirchenstiftung Herz Jesu/Erzbischöfliches
Architekt Allmann Sattler Wappner  
Stadtbezirk 9. Neuhausen-Nymphenburg
Stadtbezirksteil Neuhausen
Straße Lachnerstraße 8
Jahr Baubeginn 1997
Jahr Fertigstellung 2000
Baustil modern
Sakral katholisch
Kategorie Religiöse Bauwerke
Kirche
Baustil Moderne
modern
Unterkategorie Kirche  
Suchbegriffe Herz Jesu 
Herz Jesu-Kirche
Herz Jesu-Kirche Lachnerstraße
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, <a href='https://fotoagentur-muenchen.de/bilder/d_bilder.php?id=10862'>Herz-Jesu-Kirche</a>, <a href='https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode'>CC BY-NC 4.0</a>

Beschreibung

<p> <strong>Pfarrkirche Herz Jesu</strong> Spektakulärer Neubau anstelle der in der Nacht zum 26.11.1994 total abgebrannten (HoIz-)Kirche (unter Vernichtung bedeutender Werke zeitgenössischer Kunst: -&gt;Ausgaben 1994,1997,1999 dieses Handbuchs, jeweils S. 164 f.). 1995 Ausschreibung eines Wettbewerbs (158 Einsendungen), 1. Preis an Architekturbüro Allmann Sattler Wappner; Baubeginn 1997, Grundsteinlegung 1998, Weihe 26.11.2000.</p> <p> <strong>Beschreibung:</strong> Quaderförmiger Baukörper(48 m lang, 20 m breit, 16 m hoch) aus Glas und innen liegendem Stahltragwerk; die gesamte Eingangsfront als zweiflügeliges, 14 m hohes Festtags-&gt;Porta/&lt; (mit eingefügten kleineren Türen) aus blauen, mehrschichtigen Glastäfelchen gestaltet (ihre keilschriftähnliche Textur von Beleschenko entworfen); die beiden Seitenfassaden in je 14 Bahnen aus Glas, deren Lichtdurchlässigkeit zum Altarbereich hin abnimmt. Diese Außenhülle umschließt eigentlichen Kirchenraum: Seitenwände aus unterschiedlich eingestellten Ahornholzlamellen (Entwurf von &gt;Lichtplaner&lt; Sexton; von diesem auch die in abgehängter Flachdecke eingebauten elektronisch gesteuerten Lichtquellen); Altarrückwand aus goldfarbenem Metallgewebe (&gt;Tombak&lt;) mit toniger Hervorhebung eines Kreuzes (nach Entwurf von Lutzenberger). Die fünf Wundmale Christi durch Lichtquellen im Fußboden angedeutet. Im Umgang zwischen äußerer Glas- und innerer Lamellenwand Kreuzwegstationen in 14 Lichtkästen, in denen Fotos (von Wähner) dieViadolorosa in Jerusalem im Jahr 2000 zeigen. -Am Vorplatz zwischen Straße und Kirche Campanlle in Stahlkonstruktion,</p> <p> <strong>Bedeutung:</strong> Die konsequente formale Eindeutigkeit der Architektur unter Diktat des rechten Winkels sowie die Anwendung modernster technischer Konstruktionsmöglichkeiten können ebenso wenig über die austauschbare Neutralität dieses Meditationsraums hinwegtäuschen wie über den Verlust von Bildhaftigkeit zeitgenössischer Kunstbestrebungen. Die gesuchte Symbolik und die Berufung auf Vorstellungen von antiken Tempeln - Glaswände entsprächen Säulenstellungen, Kirchenraum der Cella, dazwischen Umgang - ist nicht überzeugend, ebenso wenig wie die als &gt;absolut&lt; behauptete architektonische Form zwangsläufig Ausdruck des Absoluten sein muss: der Verlust des &gt;Sakralen&lt; wird durch eine als »leuchtenderTempel [!] für den Holzvorrat« gelobte gläserne Lagerhalle in Boblingen (von Magier 1999-2000) deutlich.</p>

Quellen

Neuhauser Pfarrkirche, Neue
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)

Neuhauser Pfarrkirche, Neue, genannt „Herz Jesukirche“, Lachnerstr. 2, Umbau der 1889 auf der Münchner Festwiese errichteten Turnhalle zu den Zwecken einer Notkirche [F].

Weitere Bilder
Gerhard Willhalm - Herz-Jesu-Kirche

Herz-Jesu-Kirche