| Name | Justizgebäude Herzog-Max-Burg |
| Architekt | Ruf Sep |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Kreuzviertel |
| Straße | Lenbachplatz 7 |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Justizgebäude Herzog-Max-Burg |

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Beschreibung
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<strong>Justizgebäude Herzog-Max-Burg</strong> Mehrteilige Baugruppe, errichtet 1954-57 auf dem Gelände zwischen Lenbachplatz und Karmelitenstraße sowie zwischen Pacelli- und Maxburgstraße anstelle der 1944/45 ausgebrannten (alten) >Herzog-Max-Burgc. von Herzog Wilhelm V, vielleicht nach Plänen von Sustris oder W. Dietrich, ab 1593 errichtete Zweitresidenz (>Wilhelminische Veste<) mit Verbindung zum Jesuitenkolleg; seit 1630er/40er Jahren >Herzog-Max-Burg<; genutzt als Witwensitz, Residenz von Herzog Clemens sowie Wohnungen für Hofkünstler. In folgenden Jahrhunderten Erweiterungen und Umbauten, größte Ausdehnung bis ca. 1800; danach genutzt von Militärbehörden (bis 1894) und von staatlichen Einrichtungen. - Statt rekonstruierendem Wiederaufbau stückweise Abbruch der erhaltenen Fassaden (bis 1951). Sieger des von Dberster Baubehörde 1952 ausgeschriebenen Wettbewerbs Pabst und S. Ruf, nach de-•en überarbeiteten Entwurf Neubauten zwischen 1954 und 1957 errichtet. Beträchtli-:he Baumängel und -schaden bereits ab 1955 zu beheben, erneut 1959; Generalsanie-•ung 1963/64.</p>
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<strong>Beschreibung:</strong> Das siebengeschossige Eingangsgebäude am Lenbach-Dlatz(sog. >Lenbachblock<) mit durchgehender Glasfassade und stützenlos auskragendem Vordach, davor monolithische Skulptur (>Urtier<, von Miller 1955/56); Seitenfas-;aden durch sechsgeschossige Fenstergruppen gegliedert; im Innern (Asbestsanierung 1997/98) zentraler Lichthof mit Galerien, Mosaikbrunnen von Knappe, Wandgemälde >Würde und das Recht< von Oberberger (beide 1955/56). - Durch verglaste Übergänge mit neunstöckigem Bürotrakt (sog. >Pacelliblock<, PacellistraßeS: im Erdgeschoss Läden an Straßen- und Hofseite) verbunden; davor nun freigestellt der vereinfacht restaurierte Turm, der einzige von der alten Maxburg übernommene Bauteil (enthüllt 1955, sein Fassadenraster als Natursteinverkleidung auf Neubaufassade übertragen. -Diesem Baukörper an Südseite des Areals gegenüber ein niedrigerer, hakenförmiger Trakt (sog. >Maxburgblock<): viergeschossig mit Arkaden vor Läden im Erdgeschoss; an westlicher Schmalseite Relief >Engel mit Erdkugel< (von Knappe), an Straßenfront über den beiden Durchgängen zum Innenhof abstrakte Plattenmosaike (westlich von Spreng, östlich von W. Braun). Im gärtnerisch gestalteten /nnen/)of>Moses-Brunnen<: auf Granitmonolith Bronzestatue des Moses (1955, von Henselmann). - Die gesamte Baugruppe nach Westen durch rundum verglasten, fünfseitigen<strong> BMW-Ausstellungspavillon</strong> geschlossen; 1956 eröffnet, 1986 völlig umgestaltet (Lichtinstallation von Bartenbach); die seitlich geplante Brunnenanlage nicht ausgeführt, wei l die von T. Stadier geschaffene bronzene Brunnenfigur wegen ihrer »anstößigen« Nacktheit nicht zur Aufstellung kam (im Gartenhof des >Radspieler-Hauses<, -»• Hackenstraße 7, aufgestellt).-Im Ostteil des ehemaligen Maxburg-Areals, durch hofähnlichen Durchgang zwischen Pacelli- und Maxburgstraße vom Neubaukomplex getrennt und an ehemaliger Karme-litenkirche (-> Karmeliterstraße 2) südlich angefügt, das Erzbischöfliche Ordinariat (Pläne von Ruf, 1955-57 errichtet); an Maxburgstraße überlebensgroße Bronzefigur des Hl. Korbinian.</p>
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<strong>Bedeutung</strong> der Gesamtanlage: Typisches Beispiel für erste Wiederaufbauphase eines Ensembles im Stil der 1950er Jahre; städtebaulich ohne Rücksichtnahme auf gewachsene Gegebenheiten am Rand der Altstadt. Vorschläge für rekonstruierenden Wiederaufbau der alten Maxburg scheiterten am Widerspruch der Modernisten.</p>