| Name | Archäologische Staatssammlung München |
| Architekt | Werz Ottow |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Lehel |
| Straße | Lerchenfeldstraße 2 |
| Jahr Baubeginn | 1975 |
| Jahr Fertigstellung | 1975 |
| Kategorie | Keine Kategorie |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Suchbegriffe | Archäologische Staatssammlung |
Beschreibung
<p><strong>Archäologische Staatssammlung München.</strong> Museum für Vor- und Frühgeschichte (bisher >Prähistorische Staatssammlung<).</p>
<p><strong>Baubeschreibung:</strong> Nach Plänen von Werz, Ottow und Partner 1973-75 errichteter Flachbau in Skelettbauweise, mit Cor-Ten-Platten verkleidet. Schräg zur Lerchenfeldstraße angeordnete Baugruppe aus Verwaltungsund Werkstättenbau (mit Eingangshalle) und dem eigentlichen Museumstrakt aus sechs gegeneinander versetzten Kuben um zwei Innenhöfe; Niveauunterschiede der zwölf Schauräume ermöglichen Zusammenfassung von jeweils drei Sälen entsprechend den vier chronologisch geordneten Themenbereichen des Museums: Vorgeschichte (zwei Abteilungen) — Römerzeit — Frühes Mittelalter. Vor dem Museum der monolithische Rohling einer der >Heunensäulen( (wohl romanisch, vielleicht frühes 11. Jh.) aus einem bereits zur Römerzeit abgebauten Steinbruch aus Miltenberg/Main, daneben die 1985 aufgestellte Bronzeplastik von Kirchner >Anrufung und Begegnung mit dem alles neu erschaffenden Geist<.</p>
<p><strong>Bedeutung:</strong> Erster moderner Museumsbau Bayerns, der neben den Forderungen der Ausstellungstechnik eien effizente Öffentlichkeitsarbeit ermöglicht.</p>
<p><strong>Sammlungen:</strong> Erste Ansätze bei Gründung der Bayerischen Akademie der Wis-senschaften (1759), durch König Max I. Joseph 1807: >Centralstelle für Untersuchung und Aufsammlung der im ganzen Lande gefundenen urgeschichtlichen Altertümer<; 1867 dem Bayerischen Nationalmuseum angegliedert. Mit Schenkung der Sammlung vor- und frühgeschichtlicher Funde von Prof. Johannes Ranke an den Staat (1885) zunächst selbstständige Abteilung der Paläontologischen Sammlung (gegründet 1843); erst 1927 und 1934 Übergabe der Bestände des Historischen Vereins von Oberbayern und des Nationalmuseums. Einbußen durch Zerstörung der Sammlungsräume in der Alten Akademie (1944), seit 1949 im >Studiengebäude< des Bayerischen Nationalmuseums untergebracht; Teileröffnung im eigenen Bau 1976, Gesamteröffnung 1977. Seit 1989 Nutzung des ehemaligen Thorak-Ateliers in Baldham (Architekt: Speer, 1935- 38) als Zentraldepot, Neubau eines Werkstättengebäudes an Oettingen-/Seeaustraße (Architekt: Werz, Ottow, Bachmann, Marx) 1998-2000.</p>
<p><strong>Bedeutung:</strong> Das Münchener Museum eine der größten und reichhaltigsten regionalen vor- und frühgeschichtlichen Sammlungen in Deutschland; daneben Einrichtung von Zweigmuseen zur Vorgeschichte bzw. Römerzeit und Frühgeschichte in Bayern: >Burgmuseum< Grünwald (1997, —> Zeillerstraße 3), >Vorgeschichtsmuseum< und >Archäologiemuseum( Bad Windsheim (1983), >Römermuseum< Weißenburg (1983), >Römermuseum Kastell Boiotro< Passau (1986), >Vorgeschichtsmuseum< Neuburg/Donau (1987), <Vorge-schichtsmuseum< Bad Königshofen (1988), >Wittelsbachermuseum( Aichach (1989), Norgeschichtsmuseum der Oberpfalz< Amberg (1991), >Südschwäbisches Vorge-schichtsmuseum< Mindelheim (1994), >Archäologisches Museum< Neu-Ulm (1998), >Niederbayerisches Vorgeschichtsmuseum< Landau/Isar (1995); zusätzlich Partner-museen auf Frauenchiemsee (1979), >Römermuseum Bedaium< Seebruck (1988), >Bajuwarenmuseum< Waging (1997), >Oberfränkisches Archäologisches Museum< Forchheim 1998, Römer- und Bajuwarenmuseum( Kipfenberg (1999).</p>