Achtung
Bauwerk nicht mehr vorhanden
| Name | Matthäuskirche (Alte) |
| Architekt | Pertsch Johann Nepomuk |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Hackenviertel |
| Straße | Sonnenstraße |
| Jahr Baubeginn | 1835 |
| Jahr Fertigstellung | 1835 |
| Jahr Abbruch | 1938 |
| Sakral | 0 |
| Kategorie |
Religiöse Bauwerke Kirche |
| Baustil | Keine Kategorie |
| Unterkategorie | Kirche |
| Suchbegriffe | Matthäuskirche Protestanten |
Quellen
Matthäuskirche
Zauner - München in Kunst und Geschichte (1914)
Matthäuskirche, Karlsplatz 18; älteste protestantische Kirche Münchens; 1827—33 von Baurat Pertsch in italienischem Benaissancestil erbaut. .,Die Kirche hat lediglich das Verdienst der Großräumigkeit: der Architekt legte nämlich ein Oblongum in die Mitte zweier Halbkreise, wodurch das Ganze eine annähernd elliptische Gestalt erhielt; dieses eingeschobene Bechteck ist auch in der Flachdecke ausgesprochen, wo ein entsprechend geformtes Deckenbild, die „Himmelfahrt Christi“ von Hermann, angebracht ist, wohl die herbste Frucht der Schule des Cornelius; die übrige Decke ist kassetiert. Die Galerien schneiden durch die rundbogigen Fenster, zeigen daher ebenso wie die budenartigen Logen des Erdgeschosses keine organische Verbindung mit dem Bau. Aeußeres kahl und unerfreulich; die Vorgesetzte ge- giebelte Vorhalle mit schweren Pfeilerarkaden trägt noch die Spuren Weinbrennerschen Einflusses, während der auf der entgegengesetzten Seite angebrachte Turm manches Motiv den italienischen Campanili abborgte (z. B. das flache Metalldach), an der gewählten Stelle aber höchst ungünstig wirkt [Bb 103 f.]“.
Protestantische Pfarrkirche auf dem Karlsplatz
Reber - Bautechnischer Führer durch München (1876)
Die ältere protestantische Pfarrkirche auf dem Karlsplatz wurde 1827— 1833 von Oberbaurath Pertsch gebaut, nachdem bis dahin ein Betsaal im Küchenhof der Residenz (der protestantischen Königin wegen daselbst) dem Bedürfnisse genügt hatte, da überhaupt dio protestantische Gemeinde Münchens sehr jung ist und im Jahre 1801 nur einen Bürger als Mitglied zählte. Die Kirche hat lediglich das Verdienst der Grossräumigkeit. Der Architekt legte nemlioh ein Oblongum in die Mitte zweier Halbkreise, wodurch das ganze eine annähernd elliptische Gestalt erhielt. Doch ist das eingeschobene Rechteck auch in der Flachdecke ausgesprochen, indem hier ein entsprechend geformtes Deckenbild, die Himmelfahrt Christi, von Carl Hermann, angebracht ist, wohl die herbste Frucht der Schule des Cornelius. Die übrige Decke ist casscttirt. Die Gallerien schneiden durch die rundbogigen Fenster und zeigen selbst keine organische Verbindung mit dem Bau, so wenig wie die budenartigen Logen des Erdgeschosses. Das Aeussere ist kahl und unerfreulich, die Vorgesetzte gogiebelte Vorhalle mit schweren Pfeilerarkaden trägt noch die Spur Weinbrenner’schen Einflusses, während der auf der entgegengesetzten Seite angebrachte Thurm manches Motiv italienischen Campanile’s abborgte, an der gewählten Stelle aber höchst unerfreulich wirkt.
Die protestantische Kirche
Nagler - Acht Tage in München (1863)
Die protestantische Kirche, auf dem Karlsplatz Nr. 16, wurde nach dem Plane des Oberbaurathes Peitsch erbaut. Die Grunsteinlegung sand 1827 satt, und 1833 erfolgte die Einweihung de rKirche. Das Deckengemälde mit der Himmelfahrt Christi ist von Carl Hermann, em Schüler des Cornelius, ausgeführt. Das Altargemälde, ein Werk es Prof. Julius von Schnorr und des Malers Gustav Jäger, wurde von König Ludwig der Kirche geschenkt. Die Altar- u.Kanzelbekleidung, und die silbernen Leuchter sind Weihgeschenke der Königinnen Therese und Caroline. Das silberne Cruzifix stifteten die Freiherren von Lotzbeck und Schätzler. Die Kirche bewahrt aber auch noch andere Geschenke. Die von Carl Frosch gleichzeitig gefertigte Orgel gehört zu den Hauptwerken dieser Art. Sie ist für selbstständige künstlerische Produktionen eingerichtet, und hat demnach eine Pedalclaviatur von mehr als zwei Octaven. Das Uhrwerk fertigte der Mechanikus Mannhardt in München. Der Thurm ist 170' hoch, das ovale Schiff 130' breit und 90' tief. Dieß ist die erste protestantische Kirche in München. Früher bestand nur ein Betsaal im Küchenhofe der k. Residenz. Im Jahre 1801 erhielt der erste Protestant das Bürgerrecht in München, und jetzt ist die Kirche für die Gemeinde zu klein. Sie tempora mutantur.
Wikipedia: St._Matthäus_(München)
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