Kath. Pfarrkirche St. Martin
| Name | Kath. Pfarrkirche St. Martin |
|---|---|
| Architekt | Leitenstorfer Hermann |
| Stadtbezirk | 10. Moosach |
| Stadtbezirksteil | Alt-Moosach |
| Adresse | Leipziger Straße 11 |
| Baujahr | 1922 |
| Konfession | katholisch |
| Kategorie | 1 |
| Suchbegriffe | Kath. Pfarrkirche St. Martin |
Beschreibung
Geschichte
St. Martin Für Bau der neuen Moosacher Pfarrkirche - nach Verhinderung (1912) des Abbruchs der zu klein gewordenen alten Martinskirche (-> Moosacher St. Martinsplatz 1) -Ausschreibung (Mai 1918) eines Wettbewerbs: bei 67 eingereichten Arbeiten 1. Preis an Leitenstorfer; Baubeginn 1921, Weihe 16.11.1924; Ausstattung erst 1947 abgeschlossen. Im Krieg kaum Schäden, 1963 Außenrenovierung, 1967/68 Veränderungen durch Liturgiereform, in 1980er Jahren Restaurierung, in 1990er Jahren Neugestaltung des Innern (mit Weihe 21.11.1999 beendet).
Beschreibung: Lang gestreckte genordete Pfeilerbasilika, Mittelschiff an Chor- und Eingangsseite um jeweils ein Joch länger als flankierende Seitenschiffe; mächtiger Turm mit Zeltdach neben Altarraum. Über (südlichem) Hauptportal Relief >St. Martin< (von Knappe 1925); Rundbogenfenster in Hoch-und Seitenschiffen.
Inneres: Mittelschiff mit Holzbalkendecke, erhöhter Altarbereich mit Halbrundapsis; Seitenschiffe (ebenfalls flache Holzdecken) durch Pfeilerarkaden abgetrennt, flache Apsiden mit Tabernakel (links) und Madonna (rechts; spanisch-portugiesisch, wohl Anfang 16. Jh.). -Vereinfachende Neugestaltung durch Hirschi und Bott; dabei von Erstausstattungerhalten geblieben:Taufstein (von Leitenstorfer/Knappe 1926), Tabernakeltüren (von Georgii 1930), Kreuzwegstationen (an Wänden) und Apostelfiguren (an Lisenen) in Seitenschiffen (von Baumhauer 1940-42 bzw. 1947); Kruzifix und Mater dolorosa (von Georgii, 1933 bzw. 1934).
Bedeutung: Die von Leitenstorfer ursprünglich geplante städtebauliche Einbindung des Kirchenneubaus in öffentlichem Gebäudekomplex (Gemeindeverwaltung, Schule) leider nicht realisiert. Die Eindeutigkeit romanisierender Architektur und herbe Klarheit des basilikalen Innenraums weitgehend der >Neuen Sachlichkeit< angenähert - Anzeichen für die Abkehr vom konservativ-neubarocken Kirchenbau im ersten Viertel des 20. Jh. in München.

