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Chronik & Geschichte

1225

Erste Erwähnung der Peterskirche mit Kirchfriedhof

Die Peterskirche und der dazugehörige Kirchfriedhof, der erste sogenannte Gottesacker der Stadt München, werden erstmalig erwähnt.

1250

Erwähnung des Heiliggeistspitals mit Friedhof

1271

Teilung der Pfarrei St. Peter

Die Marienkapelle wird zur zweiten Pfarrkirche erhoben (Frauenkirche). Zugleich wird das Heiliggeistspital zur Pfarrei der Stadt. Die Stadt verfügt damit über drei Pfarrfriedhöfe.

1284

​Eröffnung des Friedhofs im Franziskanerkloster

Eröffnung des Friedhofs im Franziskanerkloster am Standort des heutigen Max-Joseph-Platzes

1294

Kloster der Eremiten mit zugehörigen Friedhof

Gründung des Klosters der Eremiten und Anlegung eines dazugehörigen Friedhofs in der Neuhauser Straße.

1416

Die jüdische Gemeinde bekommt einen eigenen Bestattungsort (Maßmannberg)

1478

Verlegung des Friedhofs der Pfarrei St. Peter an den Stadtrand

Die steigende Einwohnerzahl erzwingt die Verlegung des Friedhofs der Pfarrei St. Peter an den Stadtrand ins Hackenviertel.

1480

Für die Pfarreien St. Peter und Unser Lieben Frau werden neue Begräbnisstätten errichtet

Seuchenopfer dürfen nicht mehr auf den alten Pfarrfriedhöfen bestattet werden

Bulle von 1480 auf Betreiben von Herzog Albrecht IV.

Verlegung des Friedhofs der Frauenkirche

Als Friedhofskirche der Pfarrei wird 1494 die Salvatorkirche eingeweiht.

Papst Sixtus IV. erklärt die Neue Begräbnisstätte Unser Lieben Frau zum einzigen Begäbnisort für Seuchentote

1485

Die neue Friedhofskirche der - Pfarrei St. Peter, die Allerheiligenkirche (Kreuzkirche), wird geweiht

1760

Gesetzliche Verordnung der Leichenschau

1789

Der Kurfürst verbietet Bestattungen innerhalb der Stadtmauern

Karl Theodor II. erlässt zwei kurfürstliche Reskripte, die Bestattungen innerhalb  (intra muros) der Stadtmauern fortan untersagen.

1790

Erstmaliger Einsatz von Kutschen für den Transport der Leichen zum Friedhof

1816

Erweihung des Jüdischen Friedhof in Thalkirchen

Zuvorr waren Juden gezwungen ihre Toten auf dem nächstgelgegenen jüdischen Friedhof in Kriegshaber beuí Augsburg beizusetzen.

1827

Die Leichentransport per Kutsche wird verpflichtend.

1828

Einführung von fünf Begräbnisklassen durch die Magistrat

1844

Bau des neuen Friedhofteils als Campo Santo

Bau des neuen Friedhofteils als Campo Santo („Heiliges Feld“). Dieses erweitert den südlichen Friedhof um 175 Gruften und rund 5300 Gräber.

1848

Beginn der Aufzeichnung sämtliche Bestattungen

1868

Die Friedhöfe werden nach ihrer geographischen Verortung im Stadtgebiet bezeichnet

Der bisherige Friedhof wird fortan als Südlicher Friedhof benannt.

1899

Vier große dezentralisierte Friedhöfe (Nord-, Ost-, West- und Waldfriedhof) werden angelegt

Nach den Plänen des Stadtbaurats Hans Grässel werden zwischen 1899 und 1907 vier große dezentralisierte Friedhöfe (Nord-, Ost-, West- und Waldfriedhof) angelegt. Der Nordfriedhof an der Ungererstraße wird zuerst eröffnet.

1923

Rund 900 Denkmäler werden abgeräumt, nachdem die Ruhefrist der Gräber verstrichen ist

1977

Aufgrund der Eröffnung des Neuen Südfriedhofs wird der „Südliche Friedhof" nunmehr als „Alter Südlicher Friedhof" bezeichnet

2019

Jubiläum „200 Jahre kommunales Friedhofs- und Bestattungswesen“ in München

2025

Rätselhafte QR-Codes auf Münchner Friedhöfen

Auf drei Münchner Friedhöfen wurden etwa 1.000 Gräber mit mysteriösen QR-Code-Aufklebern versehen. Beim Scannen der Codes erscheinen Informationen zu den Grabstätten, darunter Inschriften und Standorte. Die Friedhofsverwaltung betont, dass diese Aktion ohne Genehmigung erfolgte. Da die Aufkleber schwer zu entfernen sind und Schäden verursachen, ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung. Der Gesamtschaden wird auf eine sechsstellige Summe geschätzt. Die Hintergründe der Aktion sind unklar, und die Behörden prüfen, wer für die unerlaubte Kennzeichnung der Gräber verantwortlich ist.

Orientierung & Grablage