Ernst Henle
| geboren | 1878 (München) |
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| gestorben | 1938 (München) |
| Berufsgruppe | Banken (Wirtschaft) |
| Beruf | Baudirektor |
| Personenverzeichnis | Henle Ernst |
| Friedhof | Waldfriedhof - Alter Teil |
| Lage | 174-W-020 |
| Wikipedia | Ernst_Henle |
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Ernst Henle wurde 60 Jahre alt. |
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Ernst Henle war ein Münchner Baudirektor und leitete über viele Jahre die städtische Wasserversorgung. Zu seinen bedeutenden Leistungen gehörten die Planung des Hochzonenbehälters Kreuzpullach und der 1926 errichteten Jutierhalle auf dem Oberwiesenfeld. Auch mit der Weiterentwicklung der technischen Anlagen der Münchner Wasserversorgung beschäftigte er sich wissenschaftlich.
Henle entstammte einer alteingesessenen jüdischen Münchner Familie und war als ehemaliger Kriegsteilnehmer und bereits vor 1914 verbeamteter Beamter zunächst durch die Ausnahmeregelungen des Berufsbeamtengesetzes geschützt. Dennoch wurde er nach der nationalsozialistischen Machtübernahme zunehmend antisemitisch angefeindet. Unter anderem setzte sich der nationalsozialistische Funktionär Christian Weber gegen ihn ein. Anfang 1934 musste Henle nach 24 Jahren als Leiter der Wasserversorgung seinen Dienst aufgeben.
Nach der Reichspogromnacht 1938 wurde er vermisst. Seine Leiche wurde später gefunden; Polizei und Staatsanwaltschaft gingen von einem Suizid aus. Henles Schicksal steht beispielhaft für die antisemitische Verfolgung jüdischer Beamter im nationalsozialistischen München.