Dr. phil., Prof. Walter Hensel
| geboren | 08.09.1887 (Mährisch Trübau, Österreich-Ungarn) |
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| gestorben | 05.09.1956 (München) |
| Berufsgruppe | Banken (Wirtschaft) |
| Beruf | Musikerzieher |
| Suchbegriffe | Münchner Musikgeschichte |
| Personenverzeichnis | Hensel Walter |
| Friedhof | Waldfriedhof - Alter Teil |
| Lage | 108-W-016 |
| Wikipedia | Walther_Hensel_(Musikerzieher) |
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Dr. phil., Prof. Walter Hensel wurde 69 Jahre alt. |
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Walther Hensel war ein deutscher Musikerzieher, Volksliedforscher und Chorleiter. Nach einem Studium der Germanistik, Romanistik und Musikwissenschaft arbeitete er zunächst als Lehrer in Prag. Aus der Jugendmusikbewegung heraus gründete er 1924 den Finkensteiner Bund und entwickelte sich zu einer wichtigen Persönlichkeit der Jugendmusikbewegung. Von 1925 bis 1927 leitete er die Jugendmusikschule Dortmund, später unterrichtete er an der Stuttgarter Volkshochschule und leitete verschiedene Chöre.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die Erforschung, Sammlung und Pflege des deutschen Volksliedes. Er veröffentlichte zahlreiche Liederbücher und Schriften und bearbeitete bzw. vertonte Volkslieder. 1938 kehrte er in das Sudetenland zurück und erhielt dort einen staatlichen Auftrag zur Erforschung deutscher und slawischer Volkslieder. Während der NS-Zeit komponierte er auch Melodien zu Texten nationalsozialistischer Autoren und erhielt 1941 den Eichendorff-Preis.
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Hensel als wissenschaftlicher Berater an der Städtischen Bücherei in München. Kurz vor seinem Tod wurde er mit dem Großen Sudetendeutschen Kulturpreis ausgezeichnet.