Dr. phil., Dr. rer. nat. Stefan Goldschmidt
| geboren | 26.03.1889 (Nürnberg) |
|---|---|
| gestorben | 20.12.1971 (München) |
| Berufsgruppe | Banken (Wirtschaft) |
| Beruf | Chemiker |
| Personenverzeichnis | Goldschmidt Stefan |
| Friedhof | Friedhof Obermenzing |
| Lage | 23-W-004 |
| Wikipedia | Stefan_Goldschmidt |
|
Dr. phil., Dr. rer. nat. Stefan Goldschmidt wurde 82 Jahre alt. |
|
Stefan Goldschmidt war ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer. Er studierte Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde Schüler von Adolf von Baeyer und Otto Dimroth. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich zunächst auf organische Radikale. Das von ihm untersuchte, besonders stabile Diphenylpikrylhydrazyl-Radikal wurde später als „Goldschmidt-Radikal“ bekannt.
1923 erhielt er eine Professur in Würzburg und wechselte kurz darauf an die Technische Hochschule Karlsruhe, wo er 1929 zum ordentlichen Professor berufen wurde. Neben der Radikalforschung beschäftigte er sich mit dem oxidativen Abbau von Proteinen.
1935 wurde Goldschmidt aus rassistischen Gründen aus dem Staatsdienst entlassen. Er arbeitete zunächst in privaten Industrielaboratorien und emigrierte 1938 in die Niederlande. Dort leitete er ein Forschungslabor und entwickelte ein neues Syntheseverfahren für Vitamin C.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Deutschland zurück und übernahm 1947 den Lehrstuhl für Organische Chemie an der Technischen Hochschule München. Er forschte insbesondere über Peptidsynthesen und war Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.