Dr. phil., Prof. Martin Keilhacker

geboren 15.06.1894 (Höselsthal, heute Teil von Isen)
gestorben 11.11.1989 (München)
Berufsgruppe Banken (Wirtschaft)
Beruf Psycholobe Medienpädagoge Hochschullehrer
Personenverzeichnis Keilhacker Martin
Friedhof Friedhof Obermenzing
Lage 44-A-005
Wikipedia Martin_Keilhacker

Dr. phil., Prof. Martin Keilhacker wurde 95 Jahre alt.

Martin Keilhacker war ein deutscher Psychologe, Pädagoge und Hochschullehrer und gilt als einer der Wegbereiter der Medienpädagogik in Deutschland. Er studierte Psychologie und Pädagogik in München und promovierte bei Aloys Fischer mit einer Arbeit über die Münchner Jugendpflege und Jugendbewegung. Nach einer Tätigkeit an der Universität Königsberg habilitierte er sich und lehrte später auch in München und Wien.

Während der NS-Zeit arbeitete Keilhacker als Wehrmachts- und Heerespsychologe. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er zunächst in der Lehrerbildung tätig und wurde Professor für Psychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Besonders prägend war sein Engagement für die Medienpädagogik. Er gründete eine Vorläuferinstitution des heutigen JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und gab die Fachzeitschrift „Jugend und Film“ heraus. Keilhacker setzte sich für einen kritischen und pädagogisch verantwortungsvollen Umgang mit Film, Rundfunk und Fernsehen ein. Zugleich sah er in den neuen Medien wichtige Möglichkeiten für Bildung und Unterricht.

Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen gehören Arbeiten über Jugend, Film, Pädagogik und die Auswirkungen der modernen Industriegesellschaft. Für seine Leistungen erhielt er unter anderem den Bayerischen Verdienstorden.

Literatur

ISBN 398022113X
ISBN 398022113X