Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
| geboren | 07.05.1920 (München) |
| gestorben | 31.05.1994 (München) |
| Berufsgruppe | Literaten (Kunst und Kultur) |
| Beruf | Schriftsteller Journalist Schauspieler |
| Suchbegriffe | Künstlerkreis 83 Münchner Stadtanzeiger |
| Personenverzeichnis | Diehl Walter |
| Friedhof | Friedhof Obermenzing |
| Lage | 54-1-095 |
| Wikipedia | Walther_Diehl |
| Walther Diehl wurde 74 Jahre alt. |
|
|
Walther Diehl (1920–1994) war ein vielseitiger Münchner Künstler, der sich als Schauspieler, Autor, Journalist und Verfasser volkstümlicher Bühnenwerke einen Namen machte. Nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule und bei dem Bühnendarsteller Konstantin Delcroix legte er 1940 die staatliche Schauspielprüfung ab. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zum Militärdienst eingezogen, nachdem er zunächst als Schauspieler vom Wehrdienst zurückgestellt worden war. Nach Kriegsende kehrte Diehl auf die Bühne zurück und spielte an verschiedenen Theatern in München und Augsburg. Darüber hinaus wirkte er in Fernsehproduktionen und Kinofilmen mit und übernahm zahlreiche Charakterrollen. Einen besonderen Schwerpunkt seines Schaffens bildeten volkstümliche und kirchliche Werke. Er verfasste mehrere Messen in bayerischer Mundart, Oratorien sowie Volksdramen, die häufig gemeinsam mit namhaften Komponisten entstanden und vielfach aufgeführt wurden. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitete Diehl viele Jahre als Journalist und Redakteur, unter anderem für den Münchner Stadtanzeiger der Süddeutschen Zeitung. Zudem schrieb er Beiträge für den Bayerischen Rundfunk und veröffentlichte Bücher zur Münchner Kulturgeschichte, darunter eine vielbeachtete Chronik über die traditionsreiche Künstlergaststätte „Simplicissimus“. Unter dem Pseudonym „Siegfried Walter“ textete er außerdem Schlager und Wienerlieder. Bis zu seinem Tod engagierte er sich als Leiter des Künstlerkreises 83 München-Pasing und prägte damit das kulturelle Leben der Stadt nachhaltig. |
|