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1465
bis
1467

Albrecht IV. (der Weise) und Sigismund

1467
bis
1508

Albrecht IV. Herzog von Bayern "der Weise"

1508
bis
1550

Wilhelm IV. Herzog von Bayern

1550
bis
1579

Albrecht V. Herzog von Bayern "der Großmütige"

Albrecht V. Herzog von Bayern
<p>Herzog Albrecht V. von Bayern, genannt „der Großmütige“ (*29. Februar 1528 in München; †24. Oktober 1579 ebenda), regierte von 1550 bis zu seinem Tod das Herzogtum Bayern. Er gehörte dem Haus Wittelsbach an und prägte Bayern sowohl politisch als auch kulturell maßgeblich. Albrecht V. war ein überzeugter Katholik und förderte aktiv die Gegenreformation, indem er eng mit dem Jesuitenorden zusammenarbeitete und Bayern als Bollwerk des katholischen Glaubens ausbaute.</p><p>Unter seiner Herrschaft erlebte München eine kulturelle Blütezeit, da Albrecht großzügig Künstler, Gelehrte und Musiker förderte. Besonders bekannt wurde er durch seine umfangreiche Kunst- und Büchersammlung, aus der später wichtige Museen hervorgingen. Er ließ die Münchner Residenz erweitern und das berühmte Antiquarium errichten, den ältesten erhaltenen Renaissance-Prachtbau nördlich der Alpen. Zudem gründete er die Hofbibliothek und schuf damit die Grundlage für die Bayerische Staatsbibliothek.</p><p>Innenpolitisch festigte Albrecht V. die herzogliche Macht und förderte Bildung und Wissenschaft, darunter die Universität Ingolstadt. Trotz hoher Verschuldung, die seine ambitionierte Kulturpolitik verursachte, hinterließ er Bayern ein bleibendes kulturelles und geistiges Erbe, das noch heute prägend wirkt. Er starb 1579 und wurde in der Münchner Frauenkirche beigesetzt.</p>
1579
bis
1597

Wilhelm V. Herzog von Bayern "der Fromme"

1597
bis
1651

Maximilian I. Kurfürst von Bayern

Maximilian I. Kurfürst von Bayern
<p>Kurfürst Maximilian I. von Bayern (*17. April 1573 in München; †27. September 1651 in Ingolstadt) war einer der einflussreichsten Herrscher der bayerischen Geschichte und regierte von 1597 bis zu seinem Tod. Als entschlossener Vertreter der Gegenreformation prägte er maßgeblich die konfessionelle Ausrichtung Süddeutschlands. Er reformierte Verwaltung und Finanzen, stärkte die Zentralgewalt und machte Bayern zu einem straff organisierten und wirtschaftlich gefestigten Territorialstaat.</p><p>Maximilian war ein Förderer von Kunst und Wissenschaft und gründete 1617 die Bayerische Akademie der Wissenschaften. Besonders bedeutsam war seine Rolle im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648). Als Führer der Katholischen Liga kämpfte er gegen protestantische Mächte und unterstützte das Haus Habsburg. 1623 wurde er als Belohnung für seine Treue zum Kaiser mit der Kurwürde und der Oberpfalz belehnt, was die Stellung Bayerns im Reich erheblich stärkte.</p><p>Seine Politik war jedoch nicht unumstritten: Der Krieg brachte Bayern schwere Verwüstungen und Bevölkerungsverluste. Auch unter seiner Herrschaft kam es zu Maßnahmen gegen religiöse Minderheiten, darunter die Vertreibung von Protestanten und die Fortführung der jüdischen Ausgrenzung.</p><p>Maximilian starb 1651 in Ingolstadt und wurde in der Theatinerkirche in München beigesetzt. Er hinterließ ein gefestigtes, katholisch geprägtes Bayern und gilt als prägende Figur der frühneuzeitlichen Reichsgeschichte.</p>
1651
bis
1679

Ferdinand Maria Kurfürst von Bayern

Ferdinand Maria Kurfürst von Bayern
<p>Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (*31. Oktober 1636 in München; †26. Mai 1679 ebenda) war von 1651 bis zu seinem Tod Kurfürst von Bayern. Nach dem Tod seines Vaters Maximilian I. übernahm er die Regentschaft zunächst unter Vormundschaft seiner Mutter Maria Anna von Österreich und trat 1654 eigenständig die Herrschaft an. Ferdinand Maria regierte in einer Zeit des Wiederaufbaus nach dem Dreißigjährigen Krieg und setzte sich für die wirtschaftliche Erholung und kulturelle Blüte Bayerns ein.</p><p>Er modernisierte Verwaltung und Justiz, förderte Handel und Landwirtschaft und stärkte das Bildungswesen. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement im Ausbau der Infrastruktur sowie seine Förderung der Barockkunst und Architektur. In seine Regierungszeit fällt der Beginn des Baus der Theatinerkirche in München, die er als Dank für die Geburt seines Thronfolgers in Auftrag gab.</p><p>Außenpolitisch verfolgte Ferdinand Maria eine vorsichtige, friedensorientierte Linie. Er hielt Bayern weitgehend aus militärischen Konflikten heraus und suchte die Nähe zum französischen Hof durch die Heirat seiner Tochter Maria Anna Victoria mit dem französischen Dauphin.</p><p>Gleichzeitig blieb Bayern unter seiner Herrschaft ein streng katholisches Land. Die Ausgrenzung religiöser Minderheiten, insbesondere von Juden und Protestanten, wurde fortgesetzt.</p>
1679
bis
1726

Maximilian II. Emanuel Kurfürst von Bayern

1726
bis
1745

Karl VII.

Karl VII.
<p>Karl Albrecht von Bayern (*6. August 1697 in Brüssel; †20. Januar 1745 in München) aus dem Hause Wittelsbach war von 1726 bis 1745 Kurfürst und Herzog von Bayern sowie ab 1742 als Karl VII. römisch-deutscher Kaiser. Damit war er nach Ludwig IV. der dritte Wittelsbacher auf dem Kaiserthron und der erste Nicht-Habsburger seit über 300 Jahren, der dieses Amt bekleidete.</p><p>Nach dem Tod Kaiser Karls VI. im Jahr 1740 erhob Karl Albrecht Ansprüche auf habsburgische Erblande, insbesondere Böhmen und Österreich, gestützt auf seine Ehe mit Maria Amalia von Österreich, einer Nichte des verstorbenen Kaisers. Im Zuge des Österreichischen Erbfolgekriegs konnte er 1741 zum König von Böhmen gekrönt und 1742 in Frankfurt zum Kaiser gewählt werden. Der militärische Widerstand der Habsburger unter Maria Theresia führte jedoch dazu, dass Karl Albrecht zeitweise sogar Bayern verlor. Erst kurz vor seinem Tod gelang ihm die Rückkehr nach München, den Großteil seiner Kaiserzeit verbrachte er im Exil in Frankfurt.</p><p>Trotz politischer Rückschläge markiert seine Herrschaft in Altbayern einen kulturellen Höhepunkt: Unter Karl Albrecht erlebte das bayerische Rokoko seine volle Entfaltung, insbesondere in Architektur und Hofkunst.</p>
1745
bis
1777

Maximilian III. Joseph Kurfürst von Bayern

Maximilian III. Joseph Kurfürst von Bayern
<p>Maximilian III. Joseph von Bayern (*28. März 1727 in München; †30. Dezember 1777 ebenda) war von 1745 bis zu seinem Tod Kurfürst von Bayern. Als Nachfolger seines Vaters Karl Albrecht, der als Karl VII. römisch-deutscher Kaiser regierte, trat Max III. Joseph ein schwer belastetes Erbe an: Bayern war wirtschaftlich geschwächt und politisch isoliert. Früh beendete er den Österreichischen Erbfolgekrieg durch einen Sonderfrieden mit Maria Theresia und näherte sich außenpolitisch dem Habsburgerreich an. Auch im Siebenjährigen Krieg bemühte er sich um Neutralität und einen raschen Ausstieg aus den Kampfhandlungen.</p><p>Im Inneren widmete sich der Kurfürst dem Abbau der hohen Staatsverschuldung, der Modernisierung der Verwaltung und der Kodifikation des bayerischen Rechts. Er förderte gezielt Wirtschaft, Infrastruktur und Agrarentwicklung. Zudem setzte er sich für den staatlichen Einfluss auf die Kirche ein und schränkte die Macht der Stände ein – typische Merkmale des aufgeklärten Absolutismus. Besonders hervorzuheben ist seine Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Bayern.</p><p>Max III. Joseph war zudem ein engagierter Förderer von Kunst und Wissenschaft. Mit seinem Tod endete die bayerische Linie der Wittelsbacher im Mannesstamm. Sein Tod führte direkt zum Ausbruch des Bayerischen Erbfolgekriegs, der das politische Gleichgewicht im Reich erschütterte.</p>