6.1933 – Anlage des Münchner Kolonialviertels
Im Münchner Stadtteil Trudering entstand 1933 ein Viertel mit Straßennamen, die an deutsche Kolonialgebiete und koloniale Akteure erinnerten. Die Benennungen verankerten koloniale Geschichte im städtischen Alltag und spiegelten die damalige kolonialrevisionistische Erinnerungskultur. Einige Straßennamen wurden später kritisch hinterfragt, weil sie Personen oder Ereignisse ehrten, die mit kolonialer Unterdrückung und Gewalt verbunden waren. Das Viertel ist bis heute ein wichtiger Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit kolonialen Spuren in München.