München: Paumann tritt in die Dienste der bayerischen Herzöge (Paumann Conrad)
| Ereignis | Paumann tritt in die Dienste der bayerischen Herzöge |
|---|---|
| Zeitraum | 1451 - 0 |
| Künstler | Paumann Conrad |
| Nation | Deutschland |
| Ort | München |
Im Jahr 1451 vollzog sich für Conrad Paumann der entscheidende Schritt von Nürnberg nach München. Nachdem er seit 1446 als Organist an der neu erbauten Orgel der Nürnberger Sebalduskirche gewirkt hatte, trat er in den Dienst der bayerischen Herzöge und verlegte seinen Lebensmittelpunkt an den Münchner Hof.
Nach der Darstellung Robert Münsters war es Herzog Albrecht III. (1438–1460), der den hoch angesehenen blinden Organisten nach München berief. Die Berufung erfolgte demnach ohne Wissen des Nürnberger Magistrats. Sie zeigt, welchen außergewöhnlichen Ruf Paumann bereits Mitte des 15. Jahrhunderts genoss. Als virtuoser Organist und vielseitiger Instrumentalist war er für einen fürstlichen Hof von besonderem Wert.
Mit seinem Wechsel begann zugleich ein neuer Abschnitt der Münchner Musikgeschichte. Paumann gehörte zu den ersten namentlich überlieferten Musikern von überregionalem Rang, die am Münchner Hof wirkten. Er ließ sich dauerhaft in München nieder und besaß dort ein eigenes Haus. Seine Tätigkeit machte ihn zu einer prägenden Gestalt des frühen höfischen Musiklebens der Stadt.
Seine Berufung war damit nicht lediglich ein persönlicher Stellenwechsel, sondern ein bedeutender Schritt für die Entwicklung Münchens zu einem Zentrum der Musikpflege