Entfaltung IV
| Straße / Hausnr. | Lanzenstielweg 14 |
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| Stadtteil | 16. Ramersdorf-Perlach – Perlach |
Das Werk stammt von der Berliner Künstlerin Lidy von Lüttwitz, ursprünglich als Skulptur aus Holz geschaffen. (Standort: Haupteingang Klink rechts der Isar).
Volltext / Weitere Informationen
Neuperlach Lanzenstielweg 14 vor dem Kindergarten
Abmessung Höhe 3,80 m
Aufstellung 1989
Auf einem Buckel aus Pflastersteinen streben drei Äste einer abstrakten Skulptur aus einer gemeinsamen Basis empor. Symbolisch wird hier eine Familie mit Vater, Mutter und Kind dargestellt.
Die Künstlerin stellte sehr überzeugend die enge Verbundenheit einer Familie dar.
Mit der Aufstellung der Skulptur vor einem Kindergarten wird auch besonders darauf hingewiesen, dass sich die Kinder hier beschützt entfalten können.
Für die Künstlerin, deren Kunst im Nationalsozialismus als entartet galt, war es eine ganz besondere Belohnung ihres künstlerischen Schaffens, dass sie das „Mahnmal an die Opfer der Gewalt" vor dem Rathaus in Berlin-Reinickendorf schaffen konnte. Die Werke ihrer zweiten Lebenshälfte entstanden in einem Atelier der ehemaligen Klosterbrauerei Altenhohenau bei Wasserburg am Inn, wo sie selbst mit 90 noch auf hohen Gerüsten ihre Skulpturen meißelte. Sie hatte das Geschenk der geistigen Klarheit und weltoffenen Jugendlichkeit bis ans Ende ihres 94-jährigen Erdenlebens.
KünstlerinLidy v. Lüttwitz
1902 in Berlin geboren, gestorben 1996 Altenhohenau bei Wasserburg am Inn;
1920-24 Studium der Malerei und Bildhauerei in Berlin; 1926 École des Beaux Arts in Paris - Studium der Bildhauerei;
1928-32 Akademie der Steinwerkklasse in Berlin; ab 1932 hatte sie ein eigenes Atelier, aber keine Ausstellungsmöglichkeit während der Naziherrschaft;
1952 Berliner Kunstpreis für Bildhauerei;
1959 Übersiedlung nach München und 1970 nach Altenhohenau
Weitere Werke„Mahnmal an die Opfer der Gewalt" 1955 vor dem Rathaus in Berlin-Reinickendorf; „Entfaltung IV" Holzskulptur 1968 Abguss der Skulptur steht in Neuperlach, das Original steht im Haupteingang des Klinikums rechts der Isar