Feuerwehr

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14.6.1158
Rechtskräftige Gründung der Stadt durch den Kaiser.      

14.2.1327
Brand in der Pfisterei des Klosters am Anger. Ein Drittel der Stadt fällt den Flammen zum Opfer.

Ab dem 14. Jahrhundert wird die Brandbekämpfung und Brandverhütung in München organisiert.
Die Brandbekämpfung ist Aufgabe der Handwerker. Feuerwächter auf den Türmen halten Ausschau nach Bränden. Die Bauweise wird auf kaiserlichen Erlass auf Mauerwerksbauten mit Ziegeldächer umgestellt.
   
17.6.1489
Die erste Bauordnung
"BawOrdnung gemainer Statt München"

Anfang des 15. Jahrhunderts beschaffte die Stadt erstmals eigene Löschgeräte: Wasserzuber, Fässer, Kupfereimer, Messingspritzen, Einreißhaken. Die Geräte wurden im Stadthaus am Anger aufbewahrt.

9.4.1674
Großbrand in der Residenz. Brandwände verhindern ein übergreifen der Flammen auf andere Gebäude.

1684
Der Rat der Stadt organisiert das Sicherheitswesen neu. Eine Nacht- und Schaarwache wird eingerichtet.
   
1738 und 1751
Eine "Feur-Ordnung" für München wird erlassen. Sie regelt den Umgang mit offenem Feuer und die Organisation der Brandbekämpfung.

17.9.1759
Schwere Pulverexplosion in einer Mühle am Isartor.
   
1794
Ein neues Feuerhaus wird am Anger errichtet und dient bis zum Umzug in die Hauptfeuerwache 1904 als Unterkunft für die Feuerwehr. Städtische Arbeiter versehen den Feuerwehrdienst im Nebenamt.

1851
Ein Gutachten von Ingenieur-Oberst Franz von Hörmann empfiehlt den Aufbau einer Berufsfeuerwehr.
   
15.9.1857
Eine Pulverexplosion zerstört das Karlstor.

1848
Feuermeldungen von den Feuerwächtern werden erstmals per elektrischem Telegraphen an die Feuerwehr übermittelt.
   
1848
Eine Turnerschaft stellt sich als freiwillige Turnerfeuerwehr in den Dienst der Stadt.
Sie wurde aus politischen Gründen 1850 wieder aufgelöst.

1866
In München gibt es 7 Feuerhäuser. Der Fuhrpark und die Wasserversorgung in der Stadt sind vorbildlich. Die Feuerwehr besteht immer noch aus städtischen Arbeitern und verpflichteten Handwerkern..
   
10.9.1866
Auf Wirken von Julius Knorr, J.B. Sartorius und Stadtbaurat Zenetti entsteht die Freiwillige Feuerwehr München.
Die Freiwillige Feuerwehr ordnet sich der städtischen Organisation unter.

1870
Erste ständige Nachtwache der Feuerwehr.
   
1.7.1870
Der Magistrat ordnet die Bildung eines Feuerwehr-Sanitätsdienstes an. Anlass war ein Brand, bei dem fünf Schwerverletzte und zwei Tote zu beklagen waren.
   
1869 und 1876
In München werden Dampfspritzen zur Brandbekämpfung eingesetzt. (von Maffei, Hirschau, und von Shand, Manson & Co. London)

1.8.1878
Der Magistrat beschließt eine "ständige Feuerwache" einzurichten. Ab 1883 heißt diese dann "Berufsfeuerwehr".
   
1.7.1879, 12:00 Uhr
Die Berufsfeuerwehr nimmt im Hauptfeuerhaus am Heumarkt Nr. 13 ihren Dienst auf.
Ihre Stärke beträgt damals 24 Mann. Sie verfügt bereits über einen "ärztlichen Dienst".
Etwa einmal pro Woche muss die "ständige Wache" zu einem Brand ausrücken.

1.7.1879, 12:00 Uhr
Unter der Führung von Stadtbaurat Zenetti nimmt die Berufsfeuerwehr im Hauptfeuerhaus am Heumarkt Nr. 13 ihren Dienst auf.
Ihre Stärke beträgt damals 24 Mann. Sie verfügt bereits über einen "ärztlichen Dienst".
Etwa einmal pro Woche muss die "ständige Wache" zu einem Brand ausrücken.

1.7.1904
Die Berufsfeuerwehr bezieht ihre neue Hauptfeuerwache an der Blumenstraße 34.
In der Wache war auch eine modern eingerichtete Feuermelde-Zentrale untergebracht.
Durchschnittlich rückt die Berufsfeuerwehr bereits einmal pro Tag aus.

Ende 1913
Die Berufsfeuerwehr München ist vollkommen auf Fahrzeuge mit Benzinmotoren umgestellt worden. Die Pferdegespanne sind abgeschafft.
Der Fahrzeugpark umfasst 20 Automobile bei der Berufsfeuerwehr und 6 bei der Freiwilligen Feuerwehr.

In den folgenden Jahren werden laufend neue, verbesserte Fahrzeuge beschafft. Die Berufsfeuerwehr übernimmt immer mehr Sparten der technischen Hilfeleistung.

1920
Die Berufsfeuerwehr übernimmt den Rettungsdienst und den Krankentransport in  München. Technische Hilfe und Rettungsdienst liegen damit in einer Hand und können sich bestmöglich ergänzen.    

24.5.1926
Ein Personenzug aus Rosenheim fährt vor dem Ostbahnhof auf einen stehenden Zug auf. Sechs Wagen werden total zertrümmert. Bei dem Unglück sterben viele Menschen.

23.11.1938
Das "Gesetz über das Feuerlöschwesen" ordnet die Feuerwehr reichseinheitlich. Die Feuerwehren werden zur Feuerschutzpolizei.
Das äußere Erscheinungsbild der Feuerwehr wird militarisiert. Die Ausbildung und Dienstaufsicht wird in ganz Deutschland zentral gesteuert.
   
Während des 2. Weltkrieges ist die Feuerwehr dem "Sicherheits- und Hilfsdienst" angegliedert, der später zur "Luftschutzpolizei" wurde. Ihre Aufgabe ist die Brandbekämpfung nach Luftangriffen.
Die Personallage bei der Feuerwehr ist  kritisch.
Bis Kriegsende wird München von 71 Luftangriffen heimgesucht. über 25.700 Gebäude sind total oder schwer zerstört, 53.800 beschädigt. 15.800 Personen werden verletzt, 6.200 sterben - darunter auch 15 Feuerwehrleute. Bei einem schweren Angriff am 25.4.1944 kam es zu 7.105 registrierten Bränden. [Quelle: H. Schläfer, "Die Münchner Feuerwehr. 1979. Callwey Verlag München]

1943
Aus politischen überlegungen ordnet ein "Führerbefehl" an, dass der Rettungsdienst dem Deutschen Roten Kreuz angegliedert wird.
   
2.5.1945
Die amerikanische Militärregierung gliedert die Berufsfeuerwehr aus der Polizei aus. Die Feuerwehr steht unter strenger amerikanischer Kontrolle.
Zu ihren herkömmlichen Aufgaben kommt nun die Beseitigung von Fundmunition und Blindgängern sowie die Sicherung und Einebnung einsturzgefährdeter Gebäude.
Der Personalstand ist auf eine kleine Restmannschaft geschrumpft.
Nur durch viel Eigeninitiative kann technisches Rettungsgerät und Fahrzeuge repariert oder umfunktioniert werden, so dass die Feuerwehr ihren Aufgaben überhaupt nachkommen kann.

2.5.1945
Die amerikanische Militärregierung gliedert die Berufsfeuerwehr aus der Polizei aus. Die Feuerwehr steht unter strenger amerikanischer Kontrolle.
Zu ihren herkömmlichen Aufgaben kommt nun die Beseitigung von Fundmunition und Blindgängern sowie die Sicherung und Einebnung einsturzgefährdeter Gebäude.
Der Personalstand ist auf eine kleine Restmannschaft geschrumpft.
Nur durch viel Eigeninitiative kann technisches Rettungsgerät und Fahrzeuge repariert oder umfunktioniert werden, so dass die Feuerwehr ihren Aufgaben überhaupt nachkommen kann.

17.12.1960
Bei einem Flugzeugabsturz in München kommen 52 Menschen ums Leben. 20 werden verletzt. Es entsteht hoher Sachschaden. Die Maschine vom Typ Convair 340 war auf ihrem Flug von München-Riem nach Norfolk (England) als sie voll betankt und mit 20 Personen an Bord im Bereich Bayerstraße / Martin-Greif-Straße auf eine vollbesetzte Straßenbahn stürzt. Ein Teil der Tragfläche durchschlägt in der Hermann-Lingg-Straße das Dach eines Hauses.
Die Feuerwehr löscht den Brand innerhalb von 30 Minuten.

1962
Nach der Erfahrung aus dem Flugzeugabsturz 1960 beschafft die Berufsfeuerwehr für ihre Zugwachen Trockentanklöschfahrzeuge (TroTLF) mit je 750 kg Löschpulver.

19.1.1962
Explosion mit nachfolgendem Brand im Heizkraftwerk Sendling. In einer dramatischen Rettungsaktion rettet ein Hubschrauber der US-Army zwei Arbeiter und zwei Feuerwehrmänner vom Dach des Kesselhauses.

30.3.1966
Der Notarztdienst München nimmt unter Federführung der Berufsfeuerwehr seinen Dienst auf.

30.4.1978
Die Berufsfeuerwehr richtet zusammen mit dem Herzzentrum den Neugeborenen-Notarzt ein.
   
24.12.1978
Die neue Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr nimmt ihren Betrieb auf.

1979
Die Berufsfeuerwehr München entwickelt mit der Fahrzeugindustrie den Prototyp einer völlig neuen Drehleiter-Generation
- die DLK 23/12 n.B. (niedrige Bauweise). Sie werden in München der öffentlichkeit vorgestellt.

1 bis 7.7.1979
100-jähriges Jubiläum der Berufsfeuerwehr München.
Im Rahmen des Festprogramms wird die neue Feuerwache 6 (Pasing) und das Feuerwehrmuseum in der Hauptfeuerwache eröffnet.

1980
12 neue Drehleitern DLK 23/12 n.B. werden in Dienst gestellt.

26.9.1980
Bei einem Sprengstoffanschlag auf dem Oktoberfest werden 200 Personen verletzt, 13 sterben. Nur durch den Einsatz mehrerer Löschzüge der Berufsfeuerwehr kann die große Anzahl von Verletzten schnell versorgt und in die Krankenhäuser transportiert werden.

28.10.1983
Die neue Feuerwache 3 (Westend) wird ihrer Bestimmung übergeben. Sie ersetzt die beiden bisherigen Gruppenwachen an der Hans-Fischer-Straße (ehem. FW 8, Messewache) und in der Schulstraße (ehem. FW 3).
   
12.7.1984
Ein Hagelunwetter verursacht schwerste Schäden in der Stadt. Am stärksten betroffen ist der Stadtteil Trudering. Mehrere Tage stehen Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr im Einsatz. Insgesamt sind 3.478 Alarme abzuarbeiten.

11.8.1987
Der zweite Flugzeugabsturz in der Geschichte der Landeshauptstadt. In der Wasserburger Landstraße sterben neun Menschen, 15 werden verletzt. Es ensteht Sachschaden in Millionenhöhe.
   
3.5.1989
Bei einem weiteren Flugzeugabsturz in ein Siedlungsgebiet in Trudering sterben die vier Insassen der Maschine.

1989
Die Druckkammer der Berufsfeuerwehr auf der Feuerwache 5 wird offiziell in Dienst genommen.

2.10.1989
Start des Pilotprojektes "Kindernotarzt" in München.

27.2. und 3.3.1990
Die Stürme "Vivian" und "Wiebke" verwüsten weite Teile Bayerns. Auch München bleibt nicht verschont. Die Feuerwehr ist pausenlos im Einsatz.
   
April 1991
Der Notarztdienst München wird 25 Jahre alt.

Juni 1991
Die Freiwillige Feuerwehr München begeht ihr 125-jähriges Jubiläum.
   
20.9.1994
Bei einem Busunglück in Trudering kommen drei Menschen ums Leben. 36 werden verletzt.

24.8.1995
Ein neues Fahrzeugkonzept löst die bisherigen Löschfahrzeuge (LF 16) und Trocken-Tanklöschfahrzeug (TroTLF 16) ab. Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF) treten an ihre Stelle. Der einsatztaktische Wert eines Löschzuges wird dadurch entscheidend verbessert.

20.12.1995
Die neue Feuerwache 8 (Föhring) wird eröffnet. Ihre Aufgabe ist u.a. der Brandschutz im Heizkraftwerk Nord.

1.5.1996
Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr nimmt auf der
Feuerwache 8 ihren Dienst auf.

11.7.1997
Als erste Integrierte Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Bayern wird die ILSt der Landeshauptstadt München in Betrieb genommen.

4.5.1998
Die Feuerwache an der Neuen Messe München - Feuerwache 10 (Riem) - wird eröffnet. Das Bauwerk wird mit einem Architekturpreis ausgezeichnet.

24.9.1998
Erneut ist die Berufsfeuerwehr München die treibende Kraft bei der Entwicklung neuer Drehleitertypen.
12 neue DLK 23/12 werden an die Berufsfeuerwehr übergeben.
   
27.11.1999
Ein Großbrand zerstört den Salvatorkeller. Für die Berufs- und die Freiwillige Feuerwehr herrscht Großalarm.

26. und 27.12.1999
Der Sturm "Lothar" beschert der Feuerwehr München mehr als 1.200 Einsätze.
   
2000
An ausgewählten Rettungswachen der Berufsfeuerwehr werden die bewährten Notarztwagen (NAW) durch wendigere, schnellere Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) ersetzt.

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