Paumann Conrad
| Name | Paumann Conrad |
|---|---|
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel |
| Stadtbezirksteil | Kreuzviertel |
| Straße | Frauenkirche |
| Suchbegriffe | Münchner Musikgeschichte |
| Personen | Paumann Conrad |
| Kategorie | Denkmal, Gedenktafel |
Inschrift
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keru(n)g abent ist gstarbn und hie
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Im Jahr 1473, am Vorabend der Bekehrung des heiligen Paulus, ist gestorben und hier begraben der kunstreichste aller Instrumente und der Meister der Musik, Conrad Paumann, Ritter, gebürtig aus Nürnberg und blind geboren. Gott sei ihm gnädig.
Die Datumsangabe „an S. Pauls bekerung abent“ bezeichnet den 24. Januar, den Vorabend des Festes der Bekehrung des Apostels Paulus am 25. Januar. Die Jahreszahl lautet MCCCCLXXIII = 1473.
Die Darstellung
Das Relief darunter zeigt Paumann sitzend beim Spiel eines Portativs, einer tragbaren Kleinorgel. Um ihn herum sind weitere Instrumente dargestellt, darunter Laute, Harfe, Rebec und Blockflöte. Damit verweist das Epitaph unmittelbar auf seine außergewöhnliche Vielseitigkeit als Instrumentalist.
Besonders interessant ist die Formulierung „der kunstreichist aller instrament“. Sie bezeichnet Paumann nicht lediglich als Organisten, sondern als einen herausragenden Beherrscher der Instrumentalmusik insgesamt.
Für dein Musiklexikon würde ich die Inschrift nicht modernisieren, sondern die historische Fassung zusammen mit einer modernen Übertragung wiedergeben. Das macht das Epitaph als wichtige Quelle für Paumanns Selbst- bzw. Fremddarstellung besonders wertvoll.